15 minutes of fame

andrea · 11.11.2013 · Keine Kommentare

Eine neue Band macht Furore. Sie kommt aus San Francisco. Okay. Ein Duo. Aha. Mann und Frau. So so. Und sie machen ordentlich Bambule auf Facebook. Und das alles, weil sie – Cathedrals – schon einen Song haben. Einen! Der heißt „unbound“ und ist alles andere als entfesselt, aber durchaus gefällig.

Als Churches damals ins Radar rückten, gaben die sich auch unheimlich geheimnisvoll, es dauerte ein bisschen, bis das Potential von Lies endlich überall einschlug, aber dann wurde einfach alles gefeiert, was die Glasgower ablieferten. Bei mir rauschten die nachfolgenden Songs ja ehrlich gesagt sonstwo vorbei. Nicht mehr mein Ding, gescheitert an der hohen Meßlatte der ersten Single.

Churches und Cathedrals, mal sehen, ob nicht nur die Namen Ähnlichkeiten aufweisen.
Es wird immerhin reichen für 15 minutes of fame.

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Soundcheck: The Maureens (süß wie Erdbeertorte mit Sahne)

sebastian · 16.09.2013 · Keine Kommentare

Ich gestehe, ich habe ein heimliches (sehr selten auftretendes) Faible für dickmilchig produzierten, süßen Gitarren-Pop! Und die Niederländer The Maureens liefern auf ihrem Debut genau solchen. Der perfekte Soundcheck Deiner ganz privaten SoapLandarzt-Momente im Leben. Sonne, die durch weiße Gardine lacht, Babylachen, Croissants mit Butter zum Frühstück nach einem 10km Lauf und Erdbeertorte mir ganz viel Sahne. Oh Happy Days, oh Satzgesang.

Hier hört ihr die Single „Early June“, auf Luisterpaal gibt´s derzeit die ganze Platte im Stream.

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Soundcheck: Vance Joy

sebastian · 03.06.2013 · Keine Kommentare

Nach sechs Wochen ausgiebigem Spieluhr-Genuss (Für Elise für´n Arsch), ist es langsam mal wieder Zeit, sich an echte Musik ranzutasten. Ein mir bis dato völlig unbekannter Act namens „Vance Joy“ whoooot sich durch den verregneten Junistart. Dahinter verbirgt sich Singer/Songwriter John Koegh, der Einflüsse von Pogues über Paul Simon bis Bon Iver in seinen Songs verpackt

God Loves You When You´re Dancing“ heißt sein Album! Zur Not eben auch über den Dingen und auf der Siendlungspfütze. Aber bitte erst, wenn die Säcke alle gestapelt sind, Leute!

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Soundcheck Alice Boman – Billie Holliday for the 2010s century, without the jazz

sebastian · 03.06.2013 · Keine Kommentare

Während draußen Dresden vom Regen in die Traufe kommt, ist drinnen Platz für selbst gebackene Kekse und selbst produzierte, warme Wohnzimmer-Schönheiten wie Alice Bomans „Waiting“. Das Label schwelgt im Text zur Debut-EP der jungen Schwedin und zieht einen mutigen, aber doch zutreffenden Vergleich.

One day our friend Emil from Malmö recording studio “Studio Möllan” came along with a girl he thought we should listen to. We rarely listen to demos nowadays but we made an exception (…) A Billie Holliday for the 2010s century, without the jazz

Ich weine nicht, da sind nur viele Regentropfen am Fenster, die mich weinen machen wollen.

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Soundcheck: Dersu Uzala – Tempus Fugit

kristin · 17.04.2013 · Keine Kommentare

»Uzala, der Kirgise ist ein sowjetischer Spielfilm des japanischen Regisseurs Akira Kurosawa aus dem Jahr 1975. […] Der Film vermittelt durchgehend eine melancholische Grundstimmung.« (wikipedia, weitergeleitet von Dersu Uzala)

Ebenjenen Film über die Freundschaft und das Leben liebten die Brüder Griff und Bryn Burnell als Kinder so sehr, dass sie es für eine gute Idee hielten, den Titel als Bandnamen zu verwenden. Dersu Uzala kommen nicht aus der ehemaligen Sowjetunion und auch nicht aus Japan, sondern aus Australien.

Dersu Uzala - Tempus FugitEs dauerte drei Jahre, bis Griff und Bryn ihre jeweils sehr unterschiedlichen musikalischen Einflüsse zum Debütalbum Tempus Fugit (2013, Buxton Records) zusammengefriemelt haben. Für verstörende Lyrics und den Gesang holten sie sich einen Schotten namens Malky Taylor hinzu.
Die durchgehend melancholische Grundstimmung aus obenstehenden Wikipedia-Auszug passt auch als Beschreibung für Tempus Fugit, das bedeutet aber nicht, dass Dersu Uzala den Hörer mit ihrem Sound in völlige Verzweiflung auflösen. Trip-Hop-schwere Downbeats schleppen feine Jazzeinflüsse herbei und Spielzeug-Xylophone, gezupfte Gitarren, ja sogar eine Brise Funk setzen hoffnungsleichte Akzente. Mit jedem Ton auf dem rechten Fleck lassen sich mit Tempus Fugit eisgraue Tage träge wegträumen.

»All is not lost, there is time in this world…«

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Soundcheck: Vondelpark

andrea · 11.04.2013 · Keine Kommentare

Der Vondelpark ist eine grüne Oase im Herzen Amsterdams und scheint die Londoner Band gleichen Namens irgendwann einmal sehr beruhigt zu haben. Samples, schleppende Beats, sanfte Stimmen passen hervorragend vor innere Bilder wie Enten füttern, auf der Wiese liegen, Menschen beobachten, Nichtstun, Grüntöne definieren und den Gedanken nachhängen. Fans von The XX und James Blake könnten hier fündig werden, das morgen erscheinende Album Seabed ist weniger melancholisch als die Musik der genannten großen Namen und doch zerbrechlich – atmosphärisch – dicht. Eine Platte zum Entschleunigen, für bedächtiges Lauschen und bei 3voor12 noch ein paar Tage zu hören. Tipp!

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Ans Herz gelegt: Villagers

andrea · 01.04.2013 · Keine Kommentare

Zumindest auf Facebook bin ich schon seit Eeeewigkeiten Fan von Villagers. Eigentlich hab ich mir auch eingebildet, das Video zu Cecelia & Her Selfhood vor längerer Zeit hier im Blog gepostet zu haben.. leider wurde es dabei offensichtlich bescheiden getaggt. Nun lässt sich Villagers‘ aktuelles zweites Album {Awayland} in den nächsten Tagen auf NPR First Listen anhören, worüber Conor O’Brien selbst sagt:

It’s a diverse album. It takes you on a trip through a musical landscape, as a tribute to your sense of wonder. It travels through space and time and leaves you back for dinner. It might take a few gobbles. Maybe try it on headphones first, without interruption.

Weg von „der Junge mit der Gitarre“-Attitüde ist Awayland üppig instrumentiert, abwechslungsreich und mitreißend, allein mir reicht, dass es das fantastische The Waves enthält.

http://www.youtube.com/watch?v=BZmDVCcKFsE
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Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi – Expedition ins O

kristin · 31.03.2013 · Keine Kommentare
13. April 2013
20:00 Uhr
Uebel & Gefährlich, Hamburg
VVK ab 15 €
20. April 2013
21:00 Uhr
Beatpol, Dresden
- ausverkauft -

Wenn dein Herz plötzlich einen Beat schlägt, vor deinem Fenster Socken vorbeifliegen und du nur noch in Reimen träumst, dann ist – Peng! – der Käptn wieder am Start.
Dieses Mal hat er außer seinem Bruder, dem Beatmaster Shaban, seine überaus geschätzte Live-Band, die Tentakel von Delphi, dabei. Diese wiederum bespielt all die liebenswerten Instrumente, den Besen, die Töpfe und die Tonnen, die Gitarre und den Kontrabass, zu denen wir in den vergangenen zwei Jahren schon einige Male ausgelassen getanzt haben, und gestaunt: Damit kann man Hip-Hop machen? Ey yo!

Käptn Peng und die Tentakel von Delphi - Expedition ins ONach Die Zähmung der Hydra ist die Expedition ins O das zweite Album der Gebrüder Gwisdek, aber das erste, das mit kompletter Bandbesetzung eingespielt wurde. Eigentlich war die Veröffentlichung der Expedition schon für das zweite Halbjahr 2012 angekündigt, aber die längere Erholungsphase nach dem erschöpfenden Kampf mit der Hydra war auszuhalten und hat der Expedition ins O mit Sicherheit nicht schlecht getan. Dass der Tentakelsound mit echten Instrumenten und Klanggerätespielereien tausendfach wärmer und organischer klingt, als die synthetische Soundausstattung, mit der Käptn Peng und Shaban auf ihrem Debüt allein gegen die Hydra antraten, versteht sich von selbst.

Die Expedition startet am 12.4. und es gibt ein Wiederhören mit einigen liebgewonnenen Stücken, die Käptn Peng und Co. in launigen YouTube-Clips zusammengetragen haben (1234pengpengpeng, Die Tentakel von Delphi). Neben einigen ganz neuen Songs erklingt mit Oha einer, der nach der YouTube-Version (2009) und der auf der Hydra (2012) nun in einer dritten Fassung daherkommt. Trotz oder gerade wegen der perfektionierten Produktion(en) – an den etwas rumpeligen Charme des ersten Wurfs reicht keiner der nachfolgenden heran. Früher war eben doch immer alles besser.

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Retro Stefson – Let it all glow

kristin · 27.03.2013 · Keine Kommentare
16. April 2013
20:00 Uhr
Kulturhaus III & 70, Hamburg
Verlosung
20. April 2013
22:00 Uhr
Postkantine, Dresden
Verlosung
23. Mai 2013
20:00 Uhr
Neues Schauspiel, Leipzig
FB-Event

Es brauchte einige Überredungsversuche, bis ich Retro Stefson endlich eine Chance gab, sich mit einer ihrer mitreißenden, schweißtreibenden Live-Shows in meine Aufmerksamkeit zu spielen. Aber dann: Bäm!
Die Musik der Isländer hat es trotzdem nie bis zu mir nach Hause geschafft.

Spätestens mit ihrem neuesten Album, das am 29.3. über das neue brudereigene Label Les Frères Stefson erscheint, wird nun alles anders. Das inzwischen dritte Werk heißt wie die Band selbst und setzt damit ein schönes Zeichen: Retro Stefson haben sich musikalisch endlich gefunden. Unterstützt wurden sie dabei von ihrem Landsmann Hermigervill, der das Album produziert und Retro Stefson behutsam zu einem modernen, coolen Sound verholfen hat.

Trotz aller bunter Genremixerei, auf die Retro Stefson natürlich nicht verzichten, klingt Retro Stefson homogen, ausgeglichen und um einiges elektronischer als die Vorgänger. Da mindestens die Hälfte der Songs in den vergangenen Jahren bereits live für gut befunden werden duften, sind sie vor allem auch eins: Tanzbar. Retro Stefson leuchtet nach Disco, ohne auf die aktuelle Electro-Pop- bzw. 80er Retrowelle aufzuspringen. Und ich persönlich habe eine riesen Freude an den Momenten, in denen die außerirdischen Sounds des rotbärtigen Hermigervill durch die Songs zwinkern. weiterlesen…

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Soundcheck: Body Cheetah

sebastian · 12.03.2013 · Keine Kommentare

Über Hanus.TV bin ich heute zum ersten Mal auf den Act Body Cheetah und das dahinter stehende Kollektiv Woozy Tribe aufmerksam geworden. Hinter Body Cheetah verbirgt sich Labelchef James Kristofik, der sich nach anfänglichen Rap-Eskapaden immer mehr einem schwerelosen Mix aus Folk und experimentellem Pop zugewandt hat, den wir auf der neuen EP „Finger Prick“ hören. Dort arbeitet er auch textlich mit einer abstrakten, beinah romantischen Poesie, die mit früheren Aufnahmen („I killed that whore „) nicht mehr viel zu tun haben, aber wie ernst sie zu nehmen sind, sollen Anglistik-Studenten beurteilen. Ich belasse es lieber beim Hören der Musik! Die erinnert mich positiv an Palpitation auf Mushrooms… Das Album kannst Du zum Preis Deiner Wahl runter laden! Lass es Dir eine Handvoll Dollar wert sein!


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