Two for your Soul: B.Fleischmann und Adrian Crowley

andrea · 26.02.2013 · Keine Kommentare
27. Februar 2013
21:00 Uhr
scheune, Dresden
VVK: 9 € / AK: 12 €

B. Fleischmann geistert schon lange – seit den 90er Jahren – in den Gefilden zwischen Electronica und Indie herum, beheimatet bei Morr Music, einem Label, das es schon immer verstand, scheinbar trennscharfe Genres miteinander zu verknüpfen. Die illustren Nachbarn von B. Fleischmann? Zum Beispiel: Lali Puna, Múm, Isan, Seabear, Sin Fang, Sóley, It´s A Musical, Masha Qrella, Tarwater, FM Belfast, Telekinesis, Ms. John Soda, Tied & Tickled Trio, Electric President, The Go Find. Der Österreicher B. Fleischmann jedenfalls hat mit „I’m Not Ready For The Grave Yet“ sein mittlerweile 9. Album veröffentlicht, widmet sich diesmal nicht nur diversen Instrumenten sondern auch dem Mikrofon und dem „apokryphe Flirren des Daseins, das an einem vorbeirauscht und immer weniger Zeit zum Durchatmen und In-Angriff-Nehmen lässt – „yesterday we thought/tomorrow we would/today we say/tomorrow we should“ –, so eine Zeile des fast schon kopfnickerischen „Tomorrow“, das über das Vertagen, wohl auch über das Verjähren des Vertagens und die Fadenscheinigkeit jeder Planung verweist.“ (Presseseite Morr Music) Uff! Melancholie wird nach wie vor mit Beats unterlegt, Loops und Samples überholen einen im Alltagstrott, das ist digitaler Zeitlupenpop mit Shabby Chic.

Adrian Crowley, irischer Singer-/Songwriter, wird sich dem anderen Teil des Konzertes widmen. Düstere, schleppende Songs, mit schmeichelnder Stimme vorgetragen, immer haarscharf an Kitsch und Trübsal vorbeischrammend, sind die Lieder dieses mir bislang völlig unbekannten Künstlers wunderschöne Hintergrundmalerei für die eigenen vier Wände und live vermutlich eine Offenbarung.


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Kat Frankie mal wieder in der Stadt

andrea · 05.02.2013 · Keine Kommentare
6. Februar 2013
20:00 Uhr
scheune, Dresden

3x war die Wahl-Berlinerin mittlerweile in der scheune, am Mittwoch steht Gastspiel #4 ebenda an. Im September erschien „Please Don’t Give Me What I Want“ – bewährt konzeptionell, Lieder in Schwarz-Weiß-Ästhetik, die die Hörer in den Bann der Australierin ziehen, bis sie den letzten Ton dem Publikum überlässt, das durch Klatschen den Zauber gar nicht unterbrechen mag, der entsteht, wenn totale Reduktion die Steigerung von Ausdrucksstärke bewirkt. Für mich definitiv eine Künstlerin, die man live erleben sollte.

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Fraktus – Das letzte Kapitel der Musikgeschichte?

andrea · 30.01.2013 · Keine Kommentare
31. Januar 2013
21:00 Uhr
Beatpol, Dresden
21. Februar 2013
20:00 Uhr
Groovestation, Dresden
15. März 2013
21:00 Uhr
scheune, Dresden
24. April 2013
21:00 Uhr
scheune, Dresden

Den Trailer zu Fraktus habe ich noch gesehen, den Film selbst, der Ende 2012 in die Kinos kam, dann leider doch nicht. Nun läuft er nicht mehr in den Filmtheatern, auf DVD gibt’s ihn noch nicht, also behelfen wir uns zur Vorbereitung aufs morgige Konzert mit dem umfangreichen Material auf der Webseite.

Jacques Palminger, Rocko Schamoni und Heinz Strunk sind Fraktus, also Bernd Wand, Dirk „Dickie“ Schubert und Torsten Bage. Zwischen Krautrock und NDW waren sie die Gründerväter des Techno – schenkt man den Äußerungen von U96, Scooter, Marusha und Co. Glauben. Fraktus ist eine authentisch inszenierte Satire, die in letzter Konsequenz in einer Tournee mündet.

Nun sind Studio Braun bekanntermaßen für jeden Quatsch zu haben. Telefonstreiche, Jazzplatten und Romane gehören ebenso zum Portfolio wie eloquente Auftritte in Talkshows und verunglückte Versuche einer Selbstdefinition. Von diesen Herrschaften kann man auch im fünften Lebensjahrzehnt noch die ein oder andere Überraschung zwischen Bubenhaftigkeit und Hochkultur erwarten. Und alle drei fahren auch mit ihren Soloprojekten durch die hiesigen Lande: Jacques Palminger & the Kings of Dubrock gastieren am 21.02. in der Groovestation, King Rocko Schamoni stoppt mit Songs & Storys am 15.03. in der scheune und am 24.04. liest Heinz Strunk aus seinem neuesten literarischen Output „Junge rettet Freund aus Teich“ – ebenfalls in der scheune.

Das wirklich letzte Kapitel der Musikgeschichte ist also wohl doch nicht geschrieben.

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TV Noir Konzert mit Enno Bunger + Me And My Drummer in der scheune

andrea · 20.01.2013 · Keine Kommentare
5. Februar 2013
20:00 Uhr
scheune, Dresden
ausverkauft!

Über Me And My Drummer wurde bei Mittelstern schon hinreichend geschrieben. Die Band kommt Anfang Februar zum vierten Mal innerhalb eines Jahres nach Dresden, im Rahmen der TV Noir Konzerte besuchen sie diesmal die scheune. Da das Konzert aber schon ausverkauft ist, widme ich mich hiermit ausführlicher Enno Bunger, der als zweiter Künstler des Abends auf der Bühne stehen wird.

Im März 2012 veröffentlichte der Ostfriese Enno Bunger das Album „Wir sind vorbei“, auf dem er die Trennung nach langjähriger Beziehung verarbeitet. Nun kann man mit den Augen rollen, ob man Lieder über Schmerz von bärtigen Männern am Klavier noch hören mag. So wie die Gefühle nach einer Trennung mit einem Achterbahn fahren, die Angst vor der Abfahrt, das Schreien, das Kribbeln im Bauch, die (mögliche) Erleichterung am Ende, singt Enno Bunger nicht nur vom Fehlen des Anderen, von Trauerzeit und Hoffnung für die Zukunft, sondern auch über die Tentakel der Vergangenheit, die einen lange nicht loslassen wollen. Die musikalischen Referenzen reichen dabei von Coldplay (Euphorie) über Jochen Distelmeyers Blumfeld, der nicht nur stimmlich sondern auch inhaltlich tausend Tränen tief Pate steht. Astronaut schwebt angenehm schwerelos im Raum, Hoffnungsschimmer blubbern, Nerven pulsieren, die Rückkehr der Lebendigkeit lässt sich in Ich möchte noch bleiben erahnen

und das instrumentale Präludium als letzter Titel des Albums birgt tatsächlich ein Ende in Würde. Alles ist gesagt. In seinen Texten ist Enno Bunger ein genauer Beobachter und schafft Bilder, in denen sich wohl jeder wiederfinden kann, der das Nicht-mehr-in-die-Augen-gucken-können aus eigener Erfahrung kennt. Und manchmal ist die Lösung viel schlimmer als das Problem. Zwischen Traurigkeit und Resignation ist auf „Wir sind vorbei“ jedenfalls noch Platz für den Abwurf von Ballast, für Wut und Zuversicht. Denn irgendwann – und das ist ein Naturgesetz – gibt auch der dickste Küstennebel den Blick frei für das, was dahinter liegt.


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Sea & Air – Sonntagnachmittagskonzert in der scheune

andrea · 18.01.2013 · Keine Kommentare
20. Januar 2013
17:00 Uhr
scheune, Dresden
VVK: 8 € / AK: 12 €

SEΛ + ΛIR, also Daniel Benjamin (Gesang, Gitarre, Schlagzeug) und Eleni (Gesang, Cembalo, Bass, Schlagzeug), kommen auf My Heart’s Sick Chord Tour – spielen nun die Konzerte zu ihrem im Herbst 2012 erschienenen Debütalbum, das zwischen Weltmusik, Singer-/Songwriter und lupenreinem Pop lustwandelt.

Nach zehn Jahren Schreiben, Aufnehmen und über 1200 Konzerten weltweit mit verschiedenen Projekten hatte das Ehepaar im Sommer 2010 ein Schlüsselerlebnis: Im Vorprogramm von Whitney Houston bekamen sie volle Arenen nur mit ihren zwei Stimmen mucksmäuschenstill und merkten, dass sie plötzlich das Ziel erreicht hatten, ein Mainstream-Publikum zu überzeugen, ohne sich zu verstellen.

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Moneybrother – This Is Where Life Is

andrea · 07.12.2012 · Keine Kommentare
9. Dezember 2012
21:00 Uhr
scheune, Dresden

Anders Wendin ist mal wieder in der Stadt. Wer? Na Moneybrother. Dass der Schwede auch hier vorbeischaut, darf angesichts des Tournee-Namens „This Is Where Life Is“ durchaus beschmunzelt werden. Sein aktuelles Album nämlich entstand während einer Weltreise gemeinsam mit lokalen Gastmusikern in Studios so klanghafter Städtenamen wie Chicago, Los Angeles, Rio de Janeiro, Kingston, London, Kapstadt, Auckland. Begleitet wurde Moneybrother dabei vom Filmemacher Jim Dziura – herausgekommen ist eine Doku voller Energie und musikalischen Einflüssen rund um den Globus, die am Sonntag auf der scheune Bühne live zu erleben ist. Präsentiert von Aust-Konzerte.

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Videovorschau für Live-Konzert von Chinese Man (heute!)

andrea · 07.12.2012 · Keine Kommentare
7. Dezember 2012
22:00 Uhr
scheune, Dresden

Jazz, Funk, Dub, Soul, HipHop, Dancehall, Turntablism – Chinese Man könnten heute in der scheune die Massen gut ins Schwitzen bringen. Hitzewellen kurz vor Weihnachten.


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„I feel like hell but I look okay” – Troy Von Balthazar in der scheune

andrea · 21.11.2012 · Keine Kommentare
22. November 2012
21:00 Uhr
scheune, Dresden
VVK: 12 € / AK: 15 €

Im Frühjahr 2011 besuchte Sebastian ein umjubeltes Troy Von Balthazar Konzert und schrieb anschließend so bildhaft darüber, dass ich durchaus bereute, bei dieser seltsam anmutenden Vorstellung nicht dabei gewesen zu sein. Eine neue Chance auf die zur Schau gestellte Verletzlichkeit bei gleichzeitigem Aufbäumen gegen nicht abzuschüttelnde Dämonen des Troy von Balthazar gibt es morgen in der scheune, wo er mit seinem neuen Album „…is with the demon“ erneut den November vertont, im Juli will so was doch niemand hören. Wolkenwirbel, Nieselregen, Nebelfelder sind offenbar die meteorologischen Wohlfühlparameter seiner Musik.

Unterstützung kommt an diesem Abend von Carlos Cipa, den ich bei Mittelstern schon länger in der To-do-Soundcheck-Liste eingelagert habe, denn für Freunde von Nils Frahm, Max Richter oder Dustin O`Halloran rückt hier ein junger Mann den Klavierhocker zurecht, der mich mit seiner Musik vom ersten Ton an im Nacken gepackt hat wie eine Katzenmama und schlicht wunderbare Filmmusik fürs Kopfkino schafft. „The Monarch and the Viceroy“ eignet sich als Soundtrack für Märchenszenen in prunkvollen Schlössern ebenso wie für nächtliche Autofahrten durch Ödnis, selbst hektisches Großstadtleben lässt sich so beobachten und viel besser ertragen.


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Watch out, die (Moop) Mama ist im Haus

special guest · 18.10.2012 · Keine Kommentare
19. Oktober 2012
22:00 Uhr
scheune, Dresden
VVK: 12 € // AK: 15 €

Dass Mehmet Scholl Fußball liebt, muss man wohl den wenigsten erklären. Dass er aber ein genauso begeisterter Musikfan ist und 2011 das Label Millaphon ins Leben rief, ist wahrscheinlich weniger bekannt. Anstoß für die Gründung gab eine einzelne Band, die er gemeinsam mit seine beiden Kollegen unbedingt unterstützen wollte: Moop Mama.

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Colored Gigs Vol. IV – The Poster Kids are back in Town

sebastian · 23.09.2012 · Keine Kommentare
27. September 2012, 18:00 Uhr bis 29. September 2012, 19:00 Uhr
scheune, Dresden

The Poster Children waren eine saugute Indie Rock Band aus Illinois, die zwischen 1987 und 2002 7 Platten in strengster DIY-Attitüde veröffentlich haben und die für originelles Design ihrer Cover, Shirts und Poster standen.

Poster Kids sind Freaks, die auf der ganzen Welt nach limitieren Bandpostern fahnden und mehr über Grafiker wissen als über Gitarristen. Sie sind Kunstsammler und ihre Kunst ist gleichsam analog wie crossmedial, denn Musik und Design bedingen sich hier unverzichtbar. Zeitgenössische Kunst, die in den Augen der Internetkids dennoch so anachronistisch anmuten mag wie Kassettendecks.

Die siebgedruckte Seele der Musik im scheune-Saal!

So wenig Sinn die Trennung von U(nterhaltungs)- und E(rnster) Musik bei der GEMA macht, so deutlich wird das Vorhandensein der beiden Sparten im Posterdesign. Lauf die Strasse lang und zeige mir ein Volksmusik-, Schlager- oder Radiorock-Plakat, an dem ein Künstler länger als 20 Minuten saß. Eben. Und solche Acts findest Du bei der Ausstellung Colored Gigs nicht! Stattdessen Indie, Folk, Gothic, Punkrock, Soul, Postrock… Musik mit Seele. Musik mit Siebdruck.

Die erfolgreiche Siebdruck-Gigposter-Show findet kommende Woche erneut direkt nach der renommierten Postershow „Flatstock“ in Hamburg an drei Tagen in der Dresdner Scheune statt. Die streng limitierten, oft sehr aufwendig von Hand gesiebdruckten Poster sind ernstzunehmender (wenn auch nicht immer ernster) gestalterischer Ausdruck musikgewordener Lebensgefühle.
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