Das T-Shirt Festival No.5

andrea · 09.05.2012 · Keine Kommentare
12. Mai 2012, 13:00 Uhr bis 13. Mai 2012, 20:00 Uhr
scheune

Auf dem Hechtfest, in der Blauen Fabrik und in der scheune – das T-Shirt Festival wächst seit zwei Jahren unermüdlich: am Wochenende wird im Gegensatz zum etwas vollgestopften Aufbau im Dezember auch noch der Saal als Ausstellungs- und Verkaufsfläche hinzugezogen, sogar ein Catwalk soll entstehen, der 20 Uhr beschritten wird. Samstagnacht wird durchgetanzt, Idealfun mit Credit00, Vogelmenach, Bronko T! DaWanda ohne Computer – kreativ und selbst gestaltet, Textilien und Schmuck – zwei Tage und eine Nacht zwischen Siebdruck, Kunst und Party. High five!

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Kia Ora! The Black Seeds kommen nach Dresden

andrea · 05.05.2012 · Keine Kommentare
8. Mai 2012
21:00 Uhr
scheune
VVK: 16€ zzgl. Gebühren, AK: 19€

Neuseeland.. hach, ein Traum! seufzen abertausende Deutsche im Kollektiv und sie haben Recht. 2001 und 2007 führten auch mich Reisen ans andere Ende der Welt, ich ließ mich beeindrucken von grandioser Kulisse und herzlichen Menschen. Bedingungslos empfehlen möchte ich das Land jedem, der Weite und Einsamkeit gut aushält und im Urlaub keine Party braucht. Die Clubszene in Aotearoa ist überschaubar. Reggae ist Pop. Katchafire, Salmonella Dub, Fat Freddys Drop, Fly My Pretties begleiteten damals meine Wege, natürlich auch in dieser illustren Runde vertreten: The Black Seeds. Höre ich Cool me down oder Love Is A Radiation funktioniert das mit den Beamen plötzlich doch. Mittlerweile genügt nur ein “The Black Seeds” und ich sehe mich durch Neuseeland cruisen.

Einen Kurzurlaub ohne Langstreckenflug kann man am Dienstag in der scheune erleben, wenn die Combo in voller Besetzung aus Gesang, Gitarre, Saxophon, Trompete, Bass, Schlagzeug, Bongos, Keyboard und und und aufspielt. Mit ihrem nigelnagelneuen Album “Dust and Dirt”, das sich aus Reggae Roots nährt, Soul und Funk aber mit ins Boot nimmt, setzen auch The Black Seeds ihre Offbeat-Reise fort, lassen sich dabei von Bläsern und Orgel begleiten, erzeugen entspannten Optimismus. Eine Wohltat für die Ohren zwischen all den glitzernden Synthieflächen der Neuzeit versus Momenten voller Gewimmer, die man oft genug solidarisch durchleidet, aber irgendwann ists auch mal gut. Ich habe mich wie Bolle gefreut, als ich vom Tourstopp in Dresden erfuhr. So spart man nicht nur anderthalb Tage Reisezeit, 3x Umsteigen, sondern auch ca. 800 Euro und hat dennoch 100% New Zealand.


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The Fuck Hornisschen Orchestra

andrea · 30.04.2012 · Keine Kommentare
6. Mai 2012
17:00 Uhr
scheune
VVK: 8€ // AK: 11€

The Fuck Hornisschen Orchestra sind Julius Fischer und Christian Meyer aus Leipzig. Als Konzertkabarettisten sind sie Stammgäste bei Nightwash, Quatsch Comedy Club und Prix Pantheon und auch in Dresden haben sie sich in den letzten Jahren einen Fankreis erspielt, wovon nicht nur die ausverkaufte Schauburg im Frühjahr 2011 zeugte. Thematisch dreht sich bei den zwei Jungs (Germanisten!) alles um Pferde und Zivilisationskritik, Naturlyrik und Eisenbahnromantik, Pathos, Pompösität und Peinlichkeiten, verarbeitet in Hits wie “Aileen”, “W-A-L-D”, “Bahndammbrandmann” oder “Costa Cospuda”. Fortschritt pfui, Natur hui!

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Man ist oft nah am Fremdschämen, wenn Rassel und Ausdruckstanz als Stilmittel betüchtigt werden, aber eigentlich sollte man dem Rumgehüpfe im Polyesterkostüm, den schaurigen Rap-Einlagen und dilettantisch bedienten, quietschbunten Plasteinstrumenten Respekt zollen, mit derartigen Quatsch und öffentlich zur Schau gestelltem Scheitern im ganzen deutschsprachigen Raum Erfolge einzufahren, macht ihnen so schnell und so professionell nämlich niemand nach. Das aktuelle Programm »nach glanz trachten« wird am Sonntagnachmittag (17:00 Uhr!) letztmalig aufgeführt, denn ab Herbst soll mit neuem Schabernack und Wortakrobatik getourt werden. Sicher, das ist alles sehr… nun, speziell, aber auch sehr lustig, wenn sich Meyer & Fischer selbst nicht mehr folgen können und dennoch immer irgendwie die Kurve kriegen. Wenn man nun noch weiß, dass Christian Meyer eben erst aus Japan zurückgekehrt ist, darf sich wohl nicht nur auf reflektierende Eindrücke, sondern sicher auch auf neue blinkende Gerätschaften gefreut werden. Viel Spaß!

»Großartig!« (taz)
»Müll!« (Karl Dall)
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5 Jahre Discorporate Records: Jubiläums-Festival der Rächer der Virtuosen

sebastian · 16.04.2012 · Keine Kommentare
27. Mai 2012, 18:00 Uhr bis 28. Mai 2012, 23:59 Uhr
scheune
Tickets im Vorverkauf

Mit dem Discorporate Festival feiert die charmante Dresdner Indiebastion “Discorporate Records” ihr fünfjähriges Jubiläum. Fünf Jahre, in denen viel und dickes Herzblut in die Produktion von manchmal kruden, manchmal noch kruderen Kleinoden zwischen Postpunk, Electronica und avantgardistischem Pop geflossen sind.

Rächer der Virtuosen: Hauptsache selten? Hauptsache selten gut!

Oder wie es im Selbstbild des Labels heißt: “Hauptsache, es verspricht wenig Erfolg.”

Damit können nicht nur wir Mittelsterne uns bestens identifizieren sondern auch alle lizenzierten Künstler. Ein Grund, warum Discorporate eher eine internationale Clique unangepasster musikalischer Hallodris ist als klassisches Indie-Business. Das wunderbare Motto „Rächer der Virtuosen“ ehrt jedes ausgewaschene Second Hand Shirt.

“5 years of Chaos” (27.05. – 28.05. in der scheune)

Am Start sind ein Dutzend außergewöhnliche und außergewöhnlich talentierte Acts. Außerdem gibt es “DJs, Konfusion, Sex, Enttäuschungen, Wurstwaren, Elvis.”

Appetithäppchen bekommt ihr auf dem Festival-Sampler zum Fraß vorgeworfen:

 

Die Acts im Schnelldurchlauf
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iconAclass + KRTS morgen in der scheune

andrea · 14.04.2012 · Keine Kommentare
15. April 2012
20:30 Uhr
scheune

Immer wenn ich einen Artikel über HipHop schreiben möchte, habe ich das dringende Bedürfnis vorab meine Ahnungslosigkeit zu erklären. Im heutigen Fall stolperte ich eher zufällig über Hörbeispiele des Supportacts KRTS, der morgen iconAclass (aka MC Dälek) und dessen in meinen Augen eher fordernden Rap in der scheune unterstützen wird. IconAclass macht einen auf dicke Beats, Kopfnicker, die Pose sitzt und das Video fetzt.

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Bei KRTS hingegen säuseln Samples, die Beats verzerrt, lazy tunes, Downtempo, noch immer mit Boom, aber subtiler und.. naja, weicher. Ich mag’s und besser als Polizeiruf ist das allemal.

Ein Schnäppchenangebot der scheune gibt’s bei Facebook, ansonsten heißts: Vorverkauf heute noch 7€, Abendkasse morgen regulär 10€.


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Mit Feindrehstar + Krause Duo durch die Nacht

andrea · 29.03.2012 · Keine Kommentare
30. März 2012
23:00 Uhr
scheune
VVK: 9 €
AK: 12 €

Das Alte Wettbüro haben sie mit ihrer jazzy dubby Energie beinahe gesprengt, konsequent suchten die Dudes aus der gemütlichsten Clubbar der Stadt eine größere Location und holen morgen Feindrehstar aus Jena erneut nach Dresden. Als die Meldung die Runde machte, bekundeten innerhalb kürzester Zeit zumindest auf Facebook eine dreistellige Anzahl Teilnahmewillen.

Von Jena kenne ich tatsächlich nur den Blick auf die Stadt von der A4 – meistens war dort Stau. Sollte ich irgendwann mal die Ausfahrt zur Stadt nehmen, muss ich wohl auch ins Kassablanca – Brutstätte und Netzwerktempel elektronischer Musik.

Feindrehstar, siebenköpfiges Ensemble, haben ein schwarz-weiß Pressefoto. Seltsam. Klingt ihre Musik doch viel zu bunt und lebendig für diese beiden Farben, die eigentlich keine sind. Irgendwo zwischen Funk, Film, Jazz, House und Afro wird zum Tanz aufgefordert.

Dabei operieren sie in Präsenz & Instrumentenfertigkeit mit handgemachtem Live-Entertainment wie echte Rampensäue. Mit einer Instrumentierung von Schlagzeug, Perkussion, Bass, Rhodes, zweiköpfigen Bläsersatz, Sampler samt Kaos-Pad und Vinyl-DJ-Scratch-Handwerk, agieren Feindrehstar wie hypnotisiert in der eigenen Klangwelt, direkt im Drehkreuz zwischen Bühnendasein und Clubmusik.

Drumherum wird das Krause Duo DJ Team für entsprechende Vibes sorgen. Die haben bisher noch jeden zum Arschwackeln gebracht.

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Cäthe + Super700

konzertagenda · 26.03.2012 · Keine Kommentare
29. März 2012
21:00 Uhr
scheune
VVK: 16,- zzgl. Geb.
Verlosung

Ihre Musik kann als laut oder verspielt empfunden werden, stimmgewaltig ist sie allemal und außergewöhnlich. Die von Cäthe selbst geschriebenen und vertonten Texte, feinsinnig und deutschsprachig, haben nicht nur eine große Bandbreite, sondern auch notwendigen Tiefgang. Cäthes Musik ist ein Suchen und Finden. Sie erzählt auf poetische Weise von Begebenheiten, die einem im Alltag bzw. im täglichen Leben so passieren können. Für manche führt sie dazu, sich selber besser erkennen zu können.

Support: Super700
Genug Geheimtipp! weiterlesen…

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Konzertrückblick: Nias in der Dresdner scheune

stargast · 24.03.2012 · Keine Kommentare

Nias kommen auf die Bühne mit Lampen im Mund, die aussehen, wie Leuchtkapseln aus dem Angelbedarf. Das ist ihre einzige Auftrittsbeleuchtung und ich denke sofort, die Band hat Humor. Ein Witz, ein Spaß. Nicht neu, aber dennoch mal was anderes. (Ich denke an die Leningradcowboys, die mit weißen Elementen im Schwarzlicht auf die Bühne gekommen sind.) Es sieht gut aus und gibt mir einen Eindruck der Bühnenqualitäten der Band. Ihre Ansage ist unvermutet etwas schnodderig und schnell, endet mit “Viel Spaß” und selbst erklärend fügt der Sänger zwischendrin hinzu; Berlin eben.

Die stoische Kraft einer Maschine

Daß sich eine Band nach dieser Ansage dennoch so sehr ins Zeug legt, hätte ich fast nicht vermutet. Der Saal der Scheune füllte sich nur spärlich. Und dennoch legten sie los. Mit was für einem Verve!!! Und was für einer Kraft. Auch wenn der Schlagzeuger einen Beat spielt, den er stoisch wie ein Maschine durchzieht. Der Sänger tanzt fast, vom Licht unterstützt, was mich immer aufmerken läßt. Wird das Licht einer Show, wenn es eine ist, doch oft unterschätzt und das erzählt mir auch Tille, der Sänger von Nias nach dem Konzert.

Dass er diese übliche Beleuchtung brechen will. “Den Spot?” Frage ich nach und er nickt.

Und obwohl Nias mit einer Geschwindigkeit – die allein man der Band vorwerfen will (nicht den Sound, der ist laut und geht durch alles) – ihr Programm durchzieht, als hätte sie es eilig, ist da eine erstaunliche Intensität. Erstaunlich, denn es handelt sich um Pop! Das betitelt Tille später Gespräch selbst. Trotzdem brennt er auf der Bühne, was fast schon paradox ist. Wo wird im Pop gebrannt??

Warhol, Hendrix, John Lurie

Pop brennt nicht. Pop unterhält. (fragt Warhol, den großen Löscher der sechziger Jahre! Er hat den Pop mitbegründet in einer Zeit, wo wahrscheinlich zu viel ver- und gebrannt wurde!) Pop ist die Methode eine melodische Ruhe einkehren zu lassen. Aber so ruhig ist Nias nicht. Melodisch durchaus, wenn einem das Tempo und die Stetigkeit gefällt. Ich denke an Balladen und Hardrock. Seltsam, denn das paßt erst einmal in keiner Weise zu dieser Band. Das bedeutet, sie können auch anders.

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Heyday of Hip Hop

andrea · 23.03.2012 · Keine Kommentare
24. März 2012
22:00 Uhr
scheune

Ich erwähnte bereits anderweitig, dass ich keine Ahnung von Hip Hop habe, aber Hoodies und Sneaker sind mein Alltagsoutfit. Lange Zeit verfolgte ich mit großer Zuneigung DJ Shadow, DJ Krush, Vadim und Co., hab auf deren Konzerten lächelnd mit dem Kopf gewackelt und dennoch keine Ahnung von Referenzen, West Coast und East Coast und dem ganzen Gedöns. Funky Turntablism ist meine Baustelle, dann freu ich mich, schneller Sprechgesang macht mich eher nervös. Am Samstag kommen nun Reks, Soulkast und DBefekt in die scheune und die audiovisuellen Beiträge des Letztgenannten könnten mich durchaus motivieren, dem Heyday of Hip Hop einen Besuch abzustatten.

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Mount Washington im Gespräch mit unserer neuen Autorin John Klein

stargast · 20.03.2012 · Keine Kommentare

Es gibt eine Menge Berge, die diesen Namen tragen, aber auch eine Band, ehemals nur Washington, jetzt Mount Washington, aus Norwegen. Es klingt nach dem Spielen mit Klischees.
Ich kam fast zu spät, um einen komplexen Eindruck von der Band zu bekommen, aber vielleicht auch nicht, denn die sechs Lieder, die ich hörte , umfaßten schier das ganze Spektrum von Pop zu Folk zu Space .

Als ich nach dem Konzert am Tresen, wo die Cds und T-Shirts ausliegen, ankündige, daß ich ein paar Fragen zur Band stellen will, wird der Sänger geholt (nach dem scherzhaften Hinweis, ich könnte so tun, als hätte ich das ganze Konzert gehört, er hätte die Tracklist noch da.), mit den Worten, „than you should talk to our singer“, obwohl ich durchaus mit allen sprechen wollte. Aber so spreche ich mit Rune Simonsen.

Ich kündigte mich höflich an, denn diese Band lädt tatsächlich ein – zu Höflichkeit. Niemand flippte hier aus, niemand schrie herum, das Publikum wiegte sich, oder wurde gewiegt, es ist ein stiller, wenn auch tragender Pop.

Zwei von der Band (Norweger) kennen sich schon seit Ewigkeiten, wie das in richtigen Bands wohl immer so ist. (Richtige Bands im Sinne davon, daß es kein kurzweilig geplantes Konzept ist, sondern mit Spaß beginnt. Arbeit und Spaß im besten Sinn, der dann hörbar wird.) Die anderen beiden sind Dänen, der vierte im Bunde ist noch nicht lange dabei. „Aber es kommt mir schon länger vor.“ sagt Rune und schlägt dem Betreffenden freundschaftlich auf die Schulter… Da ist er wieder; der Spaß.

Ich habe Rune gefragt, bei welcher Band er sich freut, wenn sie mit ihr verglichen werden. Das kann er nicht beantworten. „Thats a difficult question.“, sagt er. Eher provokativ. Welche Band will schon verglichen werden, obwohl es ständig getan wird, aber er antwortet; „Ich kann nur sagen, was wir gerne hören, was wir mögen“, und er antwortet: Broken Social Scene. Die in mir stets die Assoziation einer großen befreundeten Musiker-Gruppe auslösen, was sie ja auch sind und in der Tat ist Mount Washington nicht weit davon entfernt. Auch dieses Herumprobieren oder eher Stromern im musikalischen Metier. Mount Washington ist im Pop nicht eindeutig festzulegen, dennoch ist für mich erstaunlich, daß Rune als erstes von elektronischer Musik spricht, als er sich irgendwo musikalisch verankern will. Auch wenn sie Postrock selbst sehr mögen und hören. weiterlesen…

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