Wieviel Trauer passt in einen Menschen?

kristin · 21.04.2011 · Keine Kommentare

Im ausverkauften Thalia stellte Dirk Bernemann am 10. März seinen neuen Roman Vogelstimmen vor. Verrückter Abend; Ich muss immer noch grinsen, wenn ich an die Reaktion des Autors auf einen kleinen Un/mfall zurückdenke. Und an den einen oder anderen Text, der Eindruck hinterlassen hat.

Aus Vogelstimmen wurde an diesem Abend gar nicht so viel gelesen, aber das macht nichts. Romane liest man eh am besten komplett und selbst.

Nach Satt. Sauber. Sicher. ist Vogelstimmen anders, als ich es erwartet habe. Nicht mehr so derb, stiller und ein bisschen reifer. Neben grober Metalmusik läuft in diesem Buch auch mal was von Ólafur Arnalds und zuckersüße Popmusik.
Mein Exemplar von Vogelstimmen musste eine Menge Eselsohren einstecken, denn auch hier stolpert man immer wieder über die geliebten bernemannschen Satz- und Wortkunstwerke, die im Kopf Bilder malen und im Herzen ein kleines bisschen zustechen. weiterlesen…

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Daniel Glattauer: Alle sieben Wellen

kristin · 19.04.2011 · Keine Kommentare

Alle sieben Wellen ist Daniel Glattauers Fortsetzung von Gut gegen Nordwind. Trotz aller Vorurteile, die sich beim Wort „Fortsetzung“ so auftun, kam ich an dem Buch nicht vorbei. Und habe mir damit bestätigt: Ich hätte auch diese Fortsetzung nicht gebraucht.

Im großartigen Vorgängerroman Gut gegen Nordwind (Leseprobe) begegnen sich Emmi und Leo ganz aus Versehen per fehlgesendeter E-Mail. Aus dieser Begegnung entwickelt sich zwischen den beiden eine Beziehung, die, wie auch der Roman, ausschließlich in E-Mail Dialogen stattfindet. Und wie das nun mal so ist mit Internet-Bekanntschaften – irgendwann stellen sich Emmi und Leo der Frage, ob sie sich nicht auch im wirklichen Leben einmal begegnen sollten…

Auf den Klappentext von Alle sieben Wellen verzichte ich hier, denn er nimmt das Ende des ersten Teils vorweg. weiterlesen…

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Diebstahl lohnt sich manchmal doch

andrea · 16.04.2011 · Keine Kommentare

Jede Woche ein Buch. Die Erfahrung lehrt: Eine Woche hat hier 14 Tage. (Und ich hänge mit der verbalen Rückschau ganz schön hinterher.) Rückblick #4

586 Seiten. Immer wieder bin ich um sie herumgeschlichen, immer wieder sah ich sie auf Bestsellerlisten und immer wieder schreckte mich der thematische Rahmen „Zweiter Weltkrieg, Judenverfolgung und die Geschichte eines neunjährigen Mädchens, das Bücher stiehlt“ ab. Weihnachten 2010 bekam ich „Die Bücherdiebin“ geschenkt und las es kurz darauf in zweieinhalb Tagen. Ich las vom Elendsalltag im Krieg und trotzigen Glücksmomenten, von einfachen Menschen mit sehr großem Herz.
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Einmaliges Lesevergnügen: Oliver Uschmann – Nicht weit vom Stamm

kristin · 06.04.2011 · Keine Kommentare

Buchmesse Leipzig - Oliver Uschmann

Uschmann zeigt, wie sein Protagonist sich kleidet

Auf der Leipziger Buchmesse las Oliver Uschmann aus seinen aktuellen Roman Nicht weit vom Stamm. Hätte dieses Buch nicht schon zu Hause auf mich gewartet, ich hätte es wohl nicht gelesen. Als Genre wird „young adult fiction“ angeführt, junge Leser zwischen 15 und 25 sollen angesprochen werden. Mag sein, dass die Handlung des Romans um den 19 jährigen Sven Lechner zielgruppengerecht ist – mich hat sie nicht sonderlich angesprochen:

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Sei die, die du bist

kristin · 25.03.2011 · 1 Kommentar

„Ich bin in dieses Buch verliebt“ eröffnete Übersetzerin Ebba D. Drolshagen die Vorstellung von Gunnhild Øyehaugs Roman Ich wär gern wie ich bin auf der Leipziger Buchmesse. Die Lesung und das Gespräch mit Gunnhild Øyehaug erfrischte durch einem Sprachmix aus Neu-Norwegisch (nynorsk -die kleinere der beiden Standardvariationen der norwegischen Sprache), Englisch und Deutsch und brachte mich dazu, dieses Buch endlich zu kaufen. weiterlesen…

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Wo ist denn nun eigentlich dieses Ende der Welt?

andrea · 23.03.2011 · Keine Kommentare

Jede Woche ein Buch. Die Erfahrung lehrt: Eine Woche hat hier 14 Tage. Rückblick #3

Die Enden der Welt als Mysterium, die Enden der Welt als Lebenstraum. Roger Willemsen, vom Feuilleton gefeiert, von mir für oft zur Schau getragene Eloquenz bewundert, hat in den letzten drei Jahrzehnten fast alle Kontinente bereist und berichtet davon in 22 Episoden.

Mit den Erfahrungen eigener Weltreisen, oben angesprochener Erwartungshaltung an den Autor und einem doch recht überzeugenden Trailer, war das Lesen des Buches nur eine Frage der Zeit.

Und? Strandlektüre oder doch eher Reise ins Innere?
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Heinzer in der Groove!

andrea · 19.03.2011 · Keine Kommentare
25. März 2011
20:00 Uhr bis 23:00 Uhr
Groovestation, Dresden

Heinz Heinzer Strunk, gewitzter Autor und Politiker aus Hamburg, macht Fleisch zum Gemüse und reist, um endlich einmal Nichts zu erleben, nach Afrika. Am Freitag, den 25.3.2011, 20:00 Uhr liest Heinzer aus seinem neuesten Werk in der Groovestation und wir gehen hin, denn auch Erwachsene lassen sich gern etwas Vorlesen, vor allem dann, wenn der Heinzer haspelt und lacht:

«Spaß und Depression derart authentisch und gekonnt miteinander zu verbinden, ist eine große Kunst. Strunk beherrscht sie meisterhaft.» («Die Welt») weiterlesen…

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Humor ist, wenn man trotzdem lacht

andrea · 19.03.2011 · 2 Kommentare

Jede Woche ein Buch. Die Erfahrung lehrt: Eine Woche hat hier 14 Tage. Rückblick #2:

Satt. Sauber. Sicher. Was klingt wie ein Ratgeber für Hundewelpen, schmückt sich auch noch mit einem entsprechenden Buchdeckel. Im Laden wäre ich daran vorbeigelaufen, ohne zu ahnen, dass es sich hierbei nicht um eine weitere Tommy Jaudsche Gagresterampe oder David Safiers Karmasammlung handelt, sondern um bissig und treffend beschriebene Wahrheiten des mir bis dato Unbekannten Dirk Bernemann. Danke für den Tipp, K.! weiterlesen…

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Was mich fertigmacht, ist nicht das Leben, sondern die Tage dazwischen

andrea · 16.03.2011 · Keine Kommentare

„Jede Woche ein Buch“, auch so können vollmundige Neujahrsvorsätze aussehen. Vorprogrammiertes Scheitern wird schulterzuckend ignoriert und die Frequenz klammheimlich abgeändert. Um dennoch Druck aufzubauen, versuche ich es 2011 nun doch lieber mit „1  Buch in 2 Wochen“ – damit liege ich nämlich noch absolut im Soll, sogar mit kleinem Vorsprung. Damit das eigene Kurzzeitgedächtnis den Überblick behält, wird ab sofort an dieser Stelle das Lesefutter (nicht chronologisch) nochmals durchgekaut – wurden die Bücher verschlungen, gar davon gezehrt? Lest selbst Rückblick #1:

Michel Birbaek – Was mich fertigmacht, ist nicht das Leben, sondern die Tage dazwischen.

Klappentext:
„Ein schneller, böser, witziger Roman über das hektische Leben eines Musikers, der notgedrungen beschließt, das Gaspedal durchzutreten.“

Und wie war’s nun? weiterlesen…

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