Stuff White People Like – Christian Lander

andrea · 17.01.2012 · Keine Kommentare

Rückblick #19. Letzte Woche gab es diesen hier.

Kaffee, Yoga, Bücherläden, Fixies, Organic Food, New York, Brunch, IKEA, Sushi, ein Jahr Auszeit, begabte Kinder, kreativ sein und Bands von denen noch niemand gehört hat – eine Liste von 150 Faktoren präsentiert uns Christian Lander, Autor von Stuff White People Like, in kurzen Kapiteln und porträtiert damit ironisch ohne stigmatisierend zu sein den urbanen Großstädter der USA, dessen Abziehbild sich mehrheitlich auch in der europäischen Gegenwartskultur wiederfindet. Die einen schimpfen ihn Hipster, die anderen sind Hipster, wieder andere erkennen sich selbst in den spöttischen Beschreibungen ohne sich einer Szene zuzuordnen, schlußendlich geht es um die Einsicht, die sich im Untertitel des Buches wiederfindet: The Unique Taste Of Millions. Treffsicher komisch – Ein unglaublich lustiges Spiegelbild, wenn man über sich lachen kann. Beispiele:

41. Indie Music: “To a white person, being a fan of a band before it gets popular is one of the most important things they can do with their life. They can hold it over their friends forever!”

67. Standing Still at Concerts: „This is an important part of white concertgoing, as it enables you to focus on the music, and it will prevent drawing excess attention to yourself. … The result is Belle and Sebastian concerts, which essentially look more like a disorganized line of people than musical events.“

136. Singer-Songwriters: “Singer-songwriters generally fall into two categories: guy with acoustic guitar or girl on piano…White people enjoy hearing about others who have gone through problems similar to theirs and like to try to match them to their own lives.”

Christian Lander: Stuff White People Like from Politics and Prose on FORA.tv

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Voland & Quist Literatursalon: Harald Martenstein

konzertagenda · 11.01.2012 · Keine Kommentare
18. Januar 2012
20:30 Uhr
Thalia, Dresden
VVK: 10,- zzgl. Geb.
AK: 13,-

Wenn am Donnerstag die Zeit erscheint oder am Sonntag der Berliner Tagesspiegel, dann gibt es viele, die diese Blätter nur wegen eines einzigen Textes kaufen: der Kolumne von Harald Martenstein! Seine Texte zum deutschen Alltag sind witzig, nachdenklich, sarkastisch, skurril, manchmal auch wütend. Sie stellen die Regeln der politischen Korrektheit auf den Kopf, oft balancieren sie auf dem schmalen Grat zwischen Literatur und Nonsens. Martensteins Roman Heimweg wurde 2007 mit der Corine ausgezeichnet. Nach zwei Kolumnensammlungen und dem Roman Gefühlte Nähe liest er aus seinem im Oktober erscheinendem Glossenband Ansichten eines Hausschweins: Neue Geschichten über alte Probleme.

»Kolumnen, die zurecht noch einmal in Buchform erscheinen – pointiert, intelligent und witzig. Die Texte sind eine Klasse für sich.« dpa, Andreas Heimann

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Der 35. Mai – Erich Kästner

andrea · 04.01.2012 · Keine Kommentare

Nachdem ich vor vielen vielen Monden im Erich Kästner Museum fleißig in Schubladen äugte und Zitatenschätzen stöberte, nahm ich mir fest vor, meine zahlreich im heimischen Bücherregal vertretenen Werke des ollen Dresdners zu entstauben und zu Gemüte zu führen. Wurde natürlich so schnell dann doch nix, weil es ja noch so viel andere gute Literatur gibt. Am 35. Mai aber war es soweit. Das ist Rückblick #17:

Immer donnerstags passt Onkel Ringelhuth auf seinen Neffen Konrad auf. Als sie so auf der Glacisstraße (übrigens bei mir um die Ecke) rumspazieren, treffen sie auf das Pferd Negro Kaballo, das sich vortrefflich auszudrücken vermag und nicht nur Zirkus- sondern auch Zugpferd auf der nun folgenden Reise in die Südsee ist. Da jauchzt auch der Erwachsene vor Vergnügen, denn Kinderbuch hin oder her – das sind durch und durch ulkige Erlebnisse, die am Ende in dem Aufsatz über die Südsee landen, denn so lautet Konrads Hausaufgabe: „Alle, die gut rechnen können, haben die Südsee auf. Weil wir keine Phantasie hätten!“ Mit Onkel Ringelhuth kann man so was machen, denn dessen Phantasie zeigt sich schon in seinen kulinarischen Vorlieben: gekochter Schinken mit Schlagsahne, Fleischsalat mit Himbeersaft, Salzbrezeln mit Preiselbeeren,.. dass der Magen Hornhaut kriegt. Und wenn dem Onkel und dem Neffen davon nicht schlecht geworden ist, wird eben noch ein bisschen auf dem Bücherschrank geturnt. Aber Achtung! Man muss nicht immer klettern wollen, bloß weil man’s kann.
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Werbepause – Augusten Burroughs

andrea · 02.01.2012 · Keine Kommentare

Rückblick #16 und die Bekanntgabe einer neuen Taktik: Ich lese kein neues Buch, bis ich nicht alle im Jahr 2011 gelesenen Werke hier besprochen habe. Vorabbemerkung: Tue ich ja doch. Vielleicht sollte ich mir dafür Gegen die Welt von Jan Brandt (927 Seiten) vornehmen oder Unendlicher Spaß von David Foster Wallace (1552 Seiten). Wenn’s mal wieder länger dauert…

Gar nicht lang dauerte der Lesespaß mit Augusten Burroughs, was sich vor allem durch die kurzen Kapitel in Werbepause. Wahre Geschichten begründet. Kaum anhaltend ist leider auch der Nachklang der Lektüre.. ich habe fast alles wieder vergessen. Nachdem mich Trocken vor einigen Jahren wirklich amüsiert und begeistert hat, wirkt Werbepause ein bisschen wie (aus Gründen entfernte) deleted scenes oder aufgewärmter Spinat. Verbitterter Narzissmus zwischen Aggression und Depression trifft auf das Getue eines großen, neurotischen Jungen, der fabelhaft, kreativ und sexy bleiben will – und alles in einer Person. Ich stell mir den ein oder anderen egomanen Drogentrip so vor. Und irgendwann begannen die Geschichten, einfach nur noch zu nerven.

Ein Kind wird Limonadenwerbestar, eine Ratte im Badezimmer versetzt einen erwachsenen Mann in Blutrausch, es gibt detailverliebten Sex mit einem Priester, Sex mit einem Leichenbestatter und zwischendurch und auch schlußendlich die wahre Liebe. Gähn.

Naja, Werbepausen sind ja auch nur Unterbrechungen, schnell konsumiert, hier mal kurz gelacht, da mal vor Peinlichkeit die Hände vors Gesicht geschlagen – aber nach ein paar Tagen kann man sich an keine einzige Szene mehr wirklich erinnern. Zum Glück ein preisreduziertes Mängelexemplar – das passt.

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Freiheit – Jonathan Franzen

andrea · 11.12.2011 · 1 Kommentar

Getrost als gescheitert betrachten, kann man wohl meinen Versuch, jedem Buch, das ich in diesem Jahr gelesen habe, einige Worte Beachtung zu schenken. Bis #14 bin ich immerhin fortgeschritten, mindestens 13 ausgelesene Bücher liegen vor mir auf einem großen Stapel. Ich versuche mich weiterhin in einer Aufarbeitung, werde mich dabei aber deutlich kürzer fassen. Hier ist #15:

Jonathan Franzen, Anfang 50, Autor von Die Korrekturen (ein Buch, das ich vor ein paar Jahren quasi in einem Happen verschlungen habe), brachte im Herbst 2010 einen weiteren >700 Seiten Roman heraus: Freiheit. Wie auch schon im Vorgängerwerk widmet sich Franzen dabei thematisch familiären Verflechtungen und amerikanischen Gesellschaftsverhältnissen, spickt Handlungsstränge mit Mittelschichtspersonal und beinahe allen Themen der aktuellen Nachrichtenagenda (Umwelt, Terror, Finanzwirtschaft). Wie auch in Die Korrekturen gelingt es Jonathan Franzen in Freiheit, seine Figuren so zu zeichnen, dass man sowohl die jeweiligen Gefühlslagen, als auch Beweggründe aller Beteiligten nachvollziehen kann.

Da ist zum einen Patty, auch „die Autobiographin“ genannt: Sie war wie eine Frau, die sich über ihren ganz wunderbaren Dreckskerl von Freund beklagt. Mutter zweier Kinder, neurotisch auf Sohn Joey fixiert, schön und sportlich, aber mit Alkoholproblem, gelangweilt dominant, wütend auf die Umstände, andere, sich. Braucht Jahrzehnte und einige Zeit der Trennung um zu erkennen, dass ihr Mann Walter gar nicht so schlecht ist, wie sie ihn immer macht. Die perfekte Besetzung für eine weitere Staffel Desperate Housewives.
Walter Berglund, der Ehemann: unterlegen, pflichtbewusst, grüner als Greenpeace, harmlos, passiv, aber mit der Gabe jeden Ort, an dem er sich aufhielt, so erscheinen zu lassen, als könnte man dort zu Hause sein. Er wird im Laufe der Geschichte zwar in zwielichtige Geschäfte verwickelt, dafür aber auch bestraft und ist am Ende wieder moralische Instanz.
Richard Katz, Walters bester, langjähriger Freund, Womanizer, bald Liebhaber von Patty. Ein Rockstar, der Dachterrassen ausbaut und um die grundlegende Beschissenheit der Welt weiß. Zwischen Rausch und Ramsch sucht er nach einem Weg durch sein Leben. Obwohl ohne Ziel kommt er dennoch an.
Die Ironie der Geschichte: Walter will Vögel retten, engagiert sich dafür bis an die Schmerzgrenzen. Sein Freund Katz schnappt sich zwischenzeitlich die Frau.
Nur scheinbar blass und bedeutungslos: Nachbarstochter Connie. Sie war eine ernste und schweigsame kleine Person, die einen irritierend ungerührt ansehen konnte, so als hätte man nichts mit ihr gemeinsam. .. Connie wusste nichts von Ganzheit – hatte nur Tiefe, keine Breite. Lange Zeit be- und ausgenutzt von Joey, dem Sohn von Walter & Patty. Joey will zu den Oberen gehören, Status, Geld und Macht. Erst spät gesteht er sich und anderen die Liebe zu Connie – der ehrlichen, treuen Seele mit depressiven Phasen.

Jonathan Franzen gelingt es abermals, die Verwobenheit der Charaktere auch zwischen den Zeilen in Bewegung zu halten. Sämtliche Konstellationen scheinen immer kurz vor der Kollision, dabei haben sie mehr gemein als ihnen vielleicht lieb ist: das kleine und große Scheitern & der Zwang, äußerlich die Fassung zu bewahren. Unangestrengt souverän, nach hinten raus vielleicht ein wenig langatmig, insgesamt aber absolut empfehlenswert, erzählt Freiheit vom ganz normalen Wahnsinn einer (amerikanischen) Familie. Ich glaube, sie haben bis heute nicht begriffen, wie man lebt.

«Freiheit ist auch ein großes Trost- und Hoffnungsbuch des zerzausten, erschöpften, an sich selbst irre gewordenen amerikanischen Liberalismus» (Süddeutsche Zeitung).

http://www.youtube.com/watch?v=K-9ltqGa4lw
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Bücherzeit

kristin · 07.12.2011 · Keine Kommentare
14. Dezember 2011
19:30 Uhr
Altes Wettbüro, Dresden
Eintritt frei

Am Mittwoch, den 14.12. sind alle Lesebegeisterten ins Wettbüro zur evoluzzer-Bücherzeit eingeladen, um in gemütlicher Runde ein oder zwei Schätze aus dem eigenen Bücherregal in jeweils kurzen und knappen fünf Minuten vorzustellen, neue Lieblingslektüre ausfindig zu machen, Geschenkideen einzuheimsen oder sich gleich frischen Lesestoff für eventuelle Leerzeiten zum Jahresende zu ertauschen:

Carl Spitzweg - http://www.evoluzzer.info»Jeder ist herzlich eingeladen, ein oder zwei Bücher vorstellen. Das Lieblingsbuch oder das neue Buch des Lieblingsautors, Bücher die bewegt, verzaubert, ergriffen oder verstört haben. Die Reihenfolge der Büchervorstellung wird zu Beginn des Abends ausgelost. Wie das Buch vorgestellt wird, ist freigestellt – ob mit einem kurzen Auszug, als Zusammenfassung oder schwärmende Rede – es sollte nur nicht länger als 5 Minuten dauern.

Für Präsentationen bitten wir darum, die Datei spätestens einen Tag vorher zuzusenden an andreas.poldrack {ät} evoluzzer.info. Für die Tauschbörse können die Bücher mitgebracht werden, die man aus der eigenen Obhut entlassen möchte.

Für das leibliche Wohl wird gesorgt sein. Getränke und eine Kleinigkeit zum Essen können im Alten Wettbüro erworben werden.«
evoluzzer.info.

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Lost and Sound

kristin · 05.11.2011 · Keine Kommentare

Berlin, Techno und der Easyjetset
»Techno? Wirklich? Das gibt es noch?«


Ricardo Villalobos – Dexter

Die Woche beginnt an einem Mittwoch im Watergate. Von da aus unternimmt Tobias Rapp (Jg. 1971, taz, Spex, Spiegel) mit dem Leser einen Streifzug durch das Berliner Nachtleben. Immer entlang des ganz speziellen Sounds Berlins geht es von den Clubs der Stadt, die längst Geschichte sind (Tresor, E-Werk, Ostgut) über die aktuelle Clubmeile (Weekend, Golden Gate, Watergate,…) bis zum Mittelpunkt der Welt: dem Berghain. Immer dabei, das Feier-Publikum – dieses fragile soziale Gefüge aus Ausgeh-Touristen aus aller Welt und ein paar echten Berlinern, aus DJs und anderen (Lebens-) Künstlern, die im Kontext der Clubkultur nicht nur konsumieren sondern partizipieren und agieren, denn »Wer nur zum Zugucken ausgeht, dem entgeht ein fundamentaler Teil«. weiterlesen…

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Kirsten Fuchs: Eine Frau spürt sowas nicht – fällt aus!

konzertagenda · 03.11.2011 · Keine Kommentare
8. November 2011
20:30 Uhr
Thalia, Dresden
VVK: 6,- zzgl. Geb.
AK: 9,-

Update, 7.11.
Kirsten Fuchs ist krank geworden, deswegen fällt der Voland & Quist Literatursalon am 8.11. leider aus. Die Lesung wird im neuen Jahr nachgeholt. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit oder können auf Wunsch an den Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden.
Gute Besserung, Kirsten!

Voland & Quist und Sunset Mission präsentieren den Voland & Quist Literatursalon.

Eine Frau spürt so was nicht sind Geschichten wie ein Großstadtleben: Da ist das Mädchen, das sich über die Welt wundert, denn ihre Eltern behaupten zwar, sie lieben sie, schicken sie aber dennoch in die Schule. Da ist die Frau, die auf eindrückliche Weise lernt, warum es Beziehung heißt und nicht »Beliebung« oder die, die sich wünscht, der Ex solle sich fortpflanzen – ganz weit fort. Und dann die »Pärchenpest« mit ihrem Liebesgesäusel, das sogar Spinnen dazu bringen kann, sich im eigenen Netz zu erhängen. Schließlich die Mutter, die Zwillinge bekommt, die zu echten »Flegelfällen« werden – Kirsten Fuchs’ Alter Ego bleibt nichts erspart.

Kirsten Fuchs wurde in Karl-Marx-Stadt geboren und ist in Berlin aufgewachsen. 2003 gewann sie den renommierten Literaturwettbewerb »Open Mike«. Kirsten Fuchs war Mitglied verschiedener Berliner Lesebühnen, seit 2008 liest sie bei der Chaussee der Enthusiasten. Von 2003 bis 2005 war sie Kolumnistin für die taz. Seit 2007 schreibt sie für Das Magazin. Zuletzt erschienen: Die Titanic und Herr Berg, Zieh dir das mal an!, Heile, heile und Nicht der Süden (zusammen mit Volker Strübing).

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Bernemann liest

kristin · 23.10.2011 · Keine Kommentare
25. Oktober 2011
22:00 Uhr
Chemiefabrik, Dresden
Eintritt frei (Spende)
Einlass ab 20 Uhr

Dirk Bernemann hat ein neues Buch geschrieben. Trisomie so ich dir erschien am 7.10. im neuen Unsichtbar Verlag und bevor es meinen Stapel mit den „bald lesen“-Büchern um knappe zwei Zentimeter erhöht, lasse ich mich am Dienstag von Herrn Bernemann persönlich zum Kauf anstiften. Oder eben nicht.
 

»Roy hat ein Herz aus Pudding, Solveig züchtet Illusionen und Ingeborg muss am Ende ihres Lebens ihre Liebe halbieren. Die Leben dreier Menschen kollidieren, antriebsgestört, gefühlsüberfüllt und impulsbescheuert. Dabei passieren unnacherzählbare Dinge, bei denen nicht nur Gott lieber wegschaut.

Dirk Bernemann erzählt die verstörenden Biographien von drei Zufallsexistenzen, deren Lebenswege wie Regentropfen an der Fensterscheibe zusammenlaufen. Dazu benutzt er eine Sprache, die gleichzeitig dokumentiert und herzergreifend berührt.

„Die alte Frau denkt sich, wie sie Roy so ansieht und ihn mit ihren Geschichten ohrfeigt, was er denn schon von der Welt weiß und traut ihm lediglich Kindergefühle wie Geburtstagschönfinden oder Eisdielenwarteschlangengefühle zu. Ja, denkt sich Roy, was weiß denn er schon von der Liebe, außer das sie das Großartigste, Erstrebens- und Erlebenswerteste ist, was er sich in seinem Kopf zurechtphantasieren kann.“«

Bernemann @mittelstern*: Satt. Sauber. Sicher. | Vogelstimmen

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Gefangene der Möglichkeiten

kristin · 26.08.2011 · Keine Kommentare

Zwischen Berlinhamburgmünchen, Facebook, Projektmeetings und irgendwas mit Medien stehen uns unzählige Wege offen, uns selbst zu verwirklichen. Trotzdem sind wir nur allzu oft unzufrieden oder gar unglücklich. Wir ahnen es doch schon eine Weile, oder? Hinter jedem selbstdefinierten Projekt Leben lauern hundert Alternativen. Und woher sollen wir denn bitteschön wissen, ob die, an der wir uns da gerade versuchen, die richtige ist?

Wie gelähmt starren wir auf all die Möglichkeiten und machen uns unglücklich, weil wir uns nicht für eine von ihnen entscheiden können, nicht entscheiden wollen. Denn dann würden wir uns ja unseres Freiheitsgefühls berauben. Hauptsache, wir könnten, wenn wir wollten. Wollen wir aber nicht. Wir wollen alles und dabei nichts verpassen. Und man kann ja auch nie wissen, ob nicht noch was besseres kommt.

Über diese (und ein paar andere) Gedanken seiner, unserer, Generation, die er »Irgendwas-mit-Medien« nennt, hat Florian Schroeder ein Buch geschrieben. Obwohl ein Buch ja gar nicht mehr zeitgemäß ist. »Wir twittern und posten lieber« – das ist nicht so endgültig. weiterlesen…

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