12. Mai 2012, 13:00 Uhr bis 13. Mai 2012, 20:00 Uhr scheune
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Auf dem Hechtfest, in der Blauen Fabrik und in der scheune – das T-Shirt Festival wächst seit zwei Jahren unermüdlich: am Wochenende wird im Gegensatz zum etwas vollgestopften Aufbau im Dezember auch noch der Saal als Ausstellungs- und Verkaufsfläche hinzugezogen, sogar ein Catwalk soll entstehen, der 20 Uhr beschritten wird. Samstagnacht wird durchgetanzt, Idealfun mit Credit00, Vogelmenach, Bronko T! DaWanda ohne Computer – kreativ und selbst gestaltet, Textilien und Schmuck – zwei Tage und eine Nacht zwischen Siebdruck, Kunst und Party. High five!

“djummi-records möchte im großen allgemeinen Soundgrau bemerkenswerte Musik entdecken, sie präsentieren und bekannter machen. In unserer Stadt und in der ganzen Welt. Dabei soll sich das Engagement nicht nach kommerziellen Gesichtspunkten richten, sondern nach kreativen, geschmacklichen, künstlerischen usw. (…) djummi-records veröffentlicht genreübergreifend. Es zählen allein Originalität, Qualität, Leidenschaft und Sympathie. (..) djummi-records hat dabei einen gewissen Fokus auf die Dresdner Musiklandschaft und ist offen für Musik aus dem Rest der Welt.”
Wer meine Meinung zu Marke, notwendiger Nischenorientierung und klarer Zielgruppe kennt, der ahnt bereits jetzt, dass ich dem Konzept des neuen Dresdner Netlabels djummi eher skeptisch gegenüber stehe. “Bemerkenswerte Musik” ist keine Szene, in der man sich etablieren kann und “sympathische” Acts gibt es im Schlager genauso wie im Crustcore. Sprich: Es wird schwer, die selbe Sprache der Acts und vor allem des Publikums zu sprechen! Das erhöht die Befürchtung, dass sich bewahrheitet, was in der Pressemitteilung eröffnend (hoffentlich) als Scherz gemeint ist:
“Mein Kollege Steffen und ich haben etwas recht langweiliges gemacht: Nämlich ein x-tes Netlabel oder so etwas ähnliches eröffnet.”
Nichtsdestotrotz ist das Engagement von Steffen Koritsch und Marco Sebastian Christ absolut zu begrüßen! Jeder einzelne, der sich sich mit dem notwendigen Vertragsrecht, der (digitalen) Distributionspolitik und den Marketinggesetzen im Musikbusiness beschäftigt, wird auch dann der Szene helfen, wenn die ersten Schritte vielleicht etwas unscharf und schwammig bleiben. Aus lokalen Projekten wie diesen sind gewaltige Festivals und internationale Labels hervorgegangen. Learning by doing heißt die Devise! Darum wünsche ich Steffen und Marco von Herzen viel Erfolg und viele positive Erfahrungen bei ihrer Arbeit.
Sie sollten sich – genau wie alle Musiker, Manager, Labels und Booker – den 05.05.2012 im Kalender notieren, denn da gibt es ein kleines Get-Together der Dresdner Indieszene im Hof der Groovestation. Dazu in Kürze mehr!
Nachdem die Kollegen beim Flurfunk neulich einen Blick auf Deutschlands Youtube-Szene geworfen haben, werfen wir mal ein eiliges Auge auf die Youtube-Aktivitäten in unserem lokalen Umfeld.
Auf Spracheffekte als Witzelement setzt zum Beispiel das Espitas. Billig, aber irgendwie: leider geil!

Das neue scheune TV weist ein sehr, sehr geiles Artwork auf, schießt aber völlig am Ziel vorbei, den Leuten Lust auf die einzelnen Shows zu machen! Es fehlt jeglicher musikalischer Bezug und jede persönliche Note. Bitte mit O-Tönen und musikalischen Referenzen optimieren oder auf 30 Sekunden kürzen.

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Gestern hat sich in der Groovestation – wie angekündigt – unter dem Deckmantel des ehemaligen Agenturnetzwerks “Wir gestalten Dresden” ein Branchenverband für Kreative und Kulturwirtschaft in Dresden gegründet. Die federführenden Mit-Initiatoren Claudia Muntschick und Maik Roßmann wurden zum Vorstand gewählt, ein Aufsichtsrat vertritt die 12 Teilbranchen. Die Sparte Musik repräsentiert der Nils vom Musikzentrum Volume11. Eine gute Wahl, finde ich! Über 35 Mitglieder und 6 Fördermitglieder sind von Anfang an dabei. Jetzt müssen konkrete Ziele geplant werden. Einer der nächsten Schritte werden ein Kommunikationskonzept für die interne und externe Kommunikation sein. Da aber bereits mehrere Agenturen ihre Unterstützung signalisiert haben und zu den Mitgliedern und Förderern gewiefte Netzwerker wie Andreas Schanzenbach und Peter Stawowy gehören, dürfte es auch da schnell voran gehen.
Ich wünsche viel Erfolg und hoffe, dass in Dresden durch den Branchenverband mehr Leute für die Bedeutung der Kreativwirtschaft sensibilisiert werden. Dresden ist mehr als barock!
Eigentlich war die Gründung eines Branchenverbandes für Kreative und Kulturwirtschaft in Dresden ja bereits im Dezember geplant. Nachdem man sich damals aber noch beschnuppern und branchentypisch lange diskutieren musste, ist es am 29. Februar tatsächlich soweit.
Bereits heute online gegangen ist die Website vom Projekt “Flying Music Circus”, bei dem Akteure aus Leipzig, Chemnitz und Dresden versuchen wollen, unter Schirmherrschaft von Sebastian Krumbiegel die Vernetzung der Sächsischen Subkultur voranzubringen.
Wir gestalten Dresden – Aus Agenturbündnis wird Kreativwirtschaftsverband
Wir gestalten Dresden war bisher als Name des Dresdner Agenturbündnisses von über 70 Kreativagenturen bekannt. Dieses Bündnis stellt seine Arbeit ein und übergibt den Namen an einen gänzlich neuen, davon unabhängigen Branchenverband der Dresdner Kultur- und Kreativwirtschaft.
Der Branchenverband will vorhandene Strukturen der Branche sichtbar machen und ein öffentliches Verständnis festigen, Leistungen der Akteure kommunizieren und seinen Mitgliedern direkte Unterstützung bieten.
Er soll die interdisziplinäre Vernetzung stärken, den Transfer von kreativem Know-how zu Unternehmen und öffentlichen Institutionen konkret fördern und die Eigeninteressen seiner Mitglieder gegenüber Politik und Verwaltung wirksam vertreten. Die Mitglieder des Verbandes wollen aktiv Rahmenbedingungen mitgestalten und auf lokaler Ebene nachweisen, dass einfließende Wünsche und Anforderungen von Mittelständlern zum Großteil deckungsgleich mit jenen der wirtschaftlichen Kleinunternehmer ausfallen. Auf die in Dresden aktuell anstehende Gestaltung kommunalpolitischer Regulierungsmittel möchte der Verband konkret einwirken.
Die Gründungsversammlung: 29. Februar, 19 Uhr, GrooveStation/Lofthouse, Katharinenstraße 13
Flying Music Circus - Spitzenförderung für die Subkultur
Das Projekt Flying Music Circus ist Ergebnis einer Netzwerkarbeit zwischen Musikinitiativen in Leipzig, Chemnitz und Dresden und unterstützt sächsische Künstler in den drei wichtigsten Bereichen: öffentliche Wahrnehmung, Gigs in anderen Städten sowie Grundwissen zur Musikwirtschaft.
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Der Dresdner Thomas Böcker gilt als Pionier der “Videospielmusik” in Europa. Als ich vor ziemlich genau zehn Jahren zum ersten Mal von seiner Leidenschaft für dieses Genre hörte, schlug ich als Vertreter der damals noch prosperierenden Indiepop-Branche ehrlich gesagt die Hände über den Kopf zusammen. Abgesehen davon, dass sich bis dato meine Vorstellung von Games-Musik auf polyphone Loops beschränkte, war es seinerzeit auch tatsächlich noch lange nicht so, dass Musik für Games in der Branche als kommerzielle Chance gesehen wurde. In Japan war das damals schon anders und hierzulande ist es das bekanntlich mittlerweile auch!
Mittlerweile blickt Thomas – wie hier schon erwähnt – auf einige sehr spannende Projekte zurück. Erstes Highlight dürfte das Symphonische Spielemusikkonzert während der Games Convention 2003 gewesen sein. Ein wirklich umwerfender, mitreißender Konzert-Abend mit legendären Spiele-Symphonien, fantastischen Musikern (Das Tschechische National Symphony Orchester) und 2.000 jungen, enthusiastischen Zuschauern. Das Feedback sprach für sich und sorgte dafür, dass in den Folgejahren fünf jeweils individuell zusammengestellte Konzerte als Eröffnungszeremonie der Convention durchgeführt wurden, bis sie 2008 durch eine Video Games Live-Show in der Arena Leipzig ersetzt wurden.
CD “Symphonic Odysseys: Tribute to Nobuo Uematsu” jetzt draußen

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In einer spontanen Aufbruchs-Stimmung wurde bei einem von den Sächsischen Grünen veranstalteten Netzwerktreffen der Dresdner Kreativwirtschaft am 29.10. der Plan geboren, einen Lobby-Verband zu gründen. Da ein Verein die realistischste und logischste Rechtsform für ein solches Vorhaben ist, war davon die Rede, bereits am Nikolaustag einen Verein zu gründen, in dem Vertreter bestehender Strukturen und EinzelkämpferInnen sich zusammenschließen. Die Vereinsgründung wird zwar am 06.12. nicht erfolgen, aber zu den Punkten gehören, die im Friedrichstadt Zentral diskutiert werden. Ein Verein sei zum derzeitigen Zeitpunkt zu verbindlich und auch wenn der Aufwand für die Gründung sehr gering sei, so mache doch die kontinuierliche Betreuung sehr viel (ehrenamtliche) Arbeit, daher wolle man erst einmal mit potentiellen Mitstreitern in die konkrete Diskussion eingehen und Versuch machen, als eine Art Überbau ohne eigene Rechtsform zu agieren.
Einladen tun unter anderem Liane Hoder (Projektschmiede), Kristine Schmidt-Köpf (Künstlerbund Dresden), Jana Betscher (Kulturmagazin Dresdner), Claudia Muntschick (Selbstständige Stadtentwicklerin und Architektin), Magnus Hecht (scheune), Maik Roßmann (weissgrau), Martin Fiedler (neonworx), Andreas Schanzenbach (Cromatics) und Felix Liebig (Metropole Pieschen). Sie definieren die Ziele für den Abend wie folgt:
Eine Stimme bilden: Kreative Potenziale sichtbar machen, Bedürfnisse und Interessen aufnehmen, kommunizieren, gegenüber Politik vertreten, Strukturen bedarfsgerecht praktisch mitgestalten, Agenda medial beeinflussen.
Medial gibt es immerhin einen ersten Anfang.
Das Programm:
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Kurz vorm Ende des 15. Cynetart Festivals kommen wir hiermit zu einem weiteren Veranstaltungshinweis. Nachdem Katja Kullmann gelesen hat (ich war nicht da und hatte trotzdem eine Meinung :)), getanzt und installiert wurde, der Körper als Medium erfahren, das Digitale dem Analogen den Ausgang gezeigt hat, die lokale BILD Berichterstattung immerhin einen ausgestellten Vibrator erwähnenswert fand, computergestützte Kunst wahrnehmbar gemacht wurde, gibt es am 25. und 26.11. mit CineChamber auf 6 x 12 Meter Fläche die totale audiovisuelle Erlebniswelt. Scenic Route Tapete statt Raufaser. Wer, Wann, in welchem Modul aktiv ist, erfährt man auf den Seiten des Festivals. Am Samstag gibt es im Anschluss mit Automatique Clubbing noch ein furioses Finale. Mein technisches Verständnis ist ja ehrlich gesagt recht limitiert, also versuche ich mich auch gar nicht erst in Erklärungen. Das können die Veranstalter ohnehin besser, also arbeitet Euch durch die verlinkten Informationen oder noch besser: Fahrt nach Hellerau!


Unter dem etwas sperrigen Titel »Generation 00 – Kreative im Zeitalter der Communities & Profite« liest am Donnerstag, den 17.11. Katja Kullmann im Rahmen der CYNETART aus ihrem Buch »Echtleben – Warum es heute so kompliziert ist, eine Haltung zu haben«. Die Veranstaltung nähert sich mittels Lesung und Gespräch der Frage:
Unter dem Druck der Verschuldung von Staat und Kommunen sowie dem anhaltenden Desaster der ‘Finanzwirtschaft’ wächst auch der Druck auf Kreative und Kulturbudgets. Wie schaffen kreative Akteure mit künstlerischem bzw. human-kulturellem Anspruch den Spagat zwischen zunehmend digitalisierter bzw. vernetzter Lohnarbeit und kreativer Selbstverwirklichung?
Kein unspannendes Thema und ein vieldiskutiertes noch dazu landet hier also auf der Agenda. Sofort müssten Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung und Kulturamt Betriebsausflüge planen, wird doch Kreativwirtschaft in dieser unserer Stadt aktuell von allen Seiten beleuchtet, auseinandergenommen, neu zusammengesetzt und genetzwerkt, was das Zeug hält.
Wahrscheinlich rede ich mich mit den folgenden Zeilen um Kopf und Kragen, vielleicht aber sind sie auch nur Anstoß und/oder Inhalt zukünftiger Diskussionen.
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Am vergangenen Samstag (05.11.2011) fand in Leipzig die Auftaktberatung zum NonProfit-Musikprojekt FLYING CIRCUS statt. Das Projekt wird vom Kreatives Leipzig eV gemeinsam mit Popoolär! Die Leipziger Musikinitiative, der Scheune-Akademie Dresden und dem Bandbüro Chemnitz durchführt und wird – so bescheuert das klingt – eine Art “Spitzenförderung der Subkultur”. Das Projekt will sich nicht vorrangig um Nachwuchskünstler kümmern sondern da ansetzen, wo der klassische Bandwettbewerb aufhört.
Im Mittelpunkt des Projekts steht eine Website, die Musiker aller Genres mit anderen Musikern, Kreativen, Unternehmen, Förderern und Publikum zusammen bringen soll. Um nicht den nächsten Band-Datenbank-Friedhof aufzubauen, sollen bestehende Profile (Facebook, Soundcloud, Bandcamp etc.) integriert werden. Außerdem wird es einen neuen Ansatz der Selbstkatalogisierung geben. Neben klassischen Genres stehen Parameter im Mittelpunkt, die das Lebensgefühl einer Band vermitteln (Sommer, Winter, Fußball, Cabrio, Bier, Wein, Champagner, Technik, Natur, Politik, Professionalität, Kunst etc) und nach denen potentielle Partner (aber auch das Publikum) suchen können. Veranstalter, die eine Band für ein Extremsport-Event suchen, sollen dort genauso die optimale Band finden, wie Filmer, die eine Doku über Eisbären drehen. Aber auch beim Matching der Bands untereinander oder mit Produzenten gilt doch, dass zwei Bands aus dem Genre “Punk” sich viel mehr unterscheiden können (A: Politik, B Party) als eine Punkrockband und eine HipHop-Crew (Beide politisch oder beide Party). Und auch als reiner Konsument: Wer sucht schon gerne nach Genres, wenn er neue Musik entdecken will?
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