Unter dem Namen Heart Island spielt Christian Grochau (Polarkreis 18) ein elektronisch-grooviges Liveset. Trackweise unterstützt von der Sängerin Marie Kanske (Sea of Love) erzeugt er dabei visuell vielseitige Klangwelten. Nach dem Konzert Party mit DJ Cptn. Roller Coaster
Die Saloppe Soundlounge ist neue Konzertreihe, die ein- bis zweimal monatlich stattfindet. Dabei wird die grüne Partyoase zu einem Ort des gemütlichen Lauschens im intimen Rahmen. Vorrangig präsentiert werden Singer/Songwriter und Projekte aus den Bereichen Indiepop und Elektronika. Alle Konzerte sind überdacht und finden wetterunabhängig statt.
19. Mai 2012 22:00 Uhr Ostpol VVK: 6 €, AK: 8 €
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»The Great Bertholinis – eine ungarische Zirkusfamilie? Puszta-Kuchen! Natürlich ist der charmante Fake-Hintergrund um die acht fränkischen Musiker längst entlarvt. Sinn hatte und hat er jedoch, hilft er schließlich bis heute zuverlässig, die wahnwitzige Inkarnation einer Indie-Osteuropa-Folk-Brass-Band einzuordnen. Trotzdem bleibt es erstaunlich, was da alles herbeigeschleppt wurde, um die Band zu charakterisieren: Bayern und Balkan, Polka und Pop, die ganze Referenz-Bandbreite von Tom Waits und Beirut über Django Reinhardt und Kurt Weill bis hin zu den Beatles – und alle hatten sie irgendwie Recht. Beziehungsweise haben, denn erst mit “Gradual unfolding of a conscious mind – part 3″ füllt die Band das große Klangkostüm wirklich aus, das ihr von Presse und Fans geschneidert wurde.« (Dennis Drögemüller, plattentests.de)
Ein Journalist schrieb einmal: »The Great Bertholinis wollen nicht besonders sein, sie sind es einfach.« Und so spielen sie mit Pauken und Trompeten, mit Banjo und Balalaika Kadenzen des Ostens, hinein gesponnen in polyphones Singspiel, ungefähr so unbritisch britisch, als wäre Manchester eine ungarische Provinz – als Opener der Salzburger Festspiele, im Punk-Schuppen nebenan oder eben im Ostpol Dresden.
Über die Niederländer Moss haben wir erstmals im Rahmen des letztjährigen Sound of Bronkow berichtet, überprüften im Januar noch einmal die Eingängigkeit des Amsterdamer Quartetts in einem Soundcheck und können nun verkünden, dass die Jungs ihren dynamischen Indie-Pop aus mittlerweile drei Alben am Samstag im Beatpol vorstellen werden.
Die fast schon verblüffende Leichtigkeit ihrer abwechslungsreichen Songs erinnert an Acts wie Phoenix, die Happy Mondays oder den legendären Teenage Fanclub, ihre Experimentierfreudigkeit wiederum an Kashmir oder auch die Flaming Lips.
Zappelfüße willkommen! Wir verlosen 2×2 Tickets unter allen Einsendungen, die uns bis 11.05., 11:05 Uhr via redaktion[at]mittelstern[.]de erreichen und in denen sachdienliche Hinweise enthalten sind, welche niederländischen Bands Euch noch so einfallen. Bei mir gibt’s da nur jede Menge Fragezeichen.
Ach so: Sound of Bronkow 2012 findet übrigens vom 31.08.-02.09.2012 statt.

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Man muss ja auch mal anderer Meinung sein oder
Warum ich bloggen muss und nicht für die SPEX schreibe.
Stabil Elite aus Düsseldorf werden für ihr Album Douze Pouze flächendeckend gefeiert: Platte des Monats im Musikexpress, porträtiert in der DE:BUG, für gut befunden in taz und FAZ, Intro und Groove, auf arte und zdf.kultur gefeatured und die Spex ist sogar mächtig verliebt – muss sie wahrscheinlich auch sein angesichts dadaistisch verkopfter Texte (mir zu gekünstelt) und avantgardistischer Krautrock-Referenzen (mir zu gekünstelt). Ein bisschen Disco und Funk hier, ein paar Synthieflächen da, sollen offenbar für Unbeschwertheit sorgen, der Sprechgesang wird durch die eher verschwommene Stimme leider auch nicht besser, strauchelt und strudelt vielmehr Richtung Neue Deutsche Welle, zu der ich sowieso bis heute keinen Zugang gefunden habe. Okay, kann gut sein, dass die kühle, stilbewusste Klangfarbe der drei Jungs bei anderen voll einschlägt, bei Kunststudenten vielleicht, die das alles verstehen und deuten können oder spaßig finden. Klischeebehaftet, ich weiß. In meinen Ohren klingt es zu wenig “neu”, um sich von ehrfürchtigen Soundzitaten zu lösen und zu wenig eingängig, um mich wieder in 80er Klamotten zu werfen, die Haare zu toupieren oder in Dandy-Klamotten Coolness zu mimen. Nichtsdestotrotz soll diese begeistert gefeierte Band hier erwähnt werden, denn am Mittwoch ist sie im Alten Wettbüro zu Gast und wer weiß, vielleicht ist das ja alles nur eine fatale Fehleinschätzung meinerseits und das wird der nächste große deutsche Musik-Export. Dann kommen die nie wieder in unsere schnöde Stadt, in der es auch noch Blogger gibt, die ihre Musik nicht begreifen.

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Neuseeland.. hach, ein Traum! seufzen abertausende Deutsche im Kollektiv und sie haben Recht. 2001 und 2007 führten auch mich Reisen ans andere Ende der Welt, ich ließ mich beeindrucken von grandioser Kulisse und herzlichen Menschen. Bedingungslos empfehlen möchte ich das Land jedem, der Weite und Einsamkeit gut aushält und im Urlaub keine Party braucht. Die Clubszene in Aotearoa ist überschaubar. Reggae ist Pop. Katchafire, Salmonella Dub, Fat Freddys Drop, Fly My Pretties begleiteten damals meine Wege, natürlich auch in dieser illustren Runde vertreten: The Black Seeds. Höre ich Cool me down oder Love Is A Radiation funktioniert das mit den Beamen plötzlich doch. Mittlerweile genügt nur ein “The Black Seeds” und ich sehe mich durch Neuseeland cruisen.
Einen Kurzurlaub ohne Langstreckenflug kann man am Dienstag in der scheune erleben, wenn die Combo in voller Besetzung aus Gesang, Gitarre, Saxophon, Trompete, Bass, Schlagzeug, Bongos, Keyboard und und und aufspielt. Mit ihrem nigelnagelneuen Album “Dust and Dirt”, das sich aus Reggae Roots nährt, Soul und Funk aber mit ins Boot nimmt, setzen auch The Black Seeds ihre Offbeat-Reise fort, lassen sich dabei von Bläsern und Orgel begleiten, erzeugen entspannten Optimismus. Eine Wohltat für die Ohren zwischen all den glitzernden Synthieflächen der Neuzeit versus Momenten voller Gewimmer, die man oft genug solidarisch durchleidet, aber irgendwann ists auch mal gut. Ich habe mich wie Bolle gefreut, als ich vom Tourstopp in Dresden erfuhr. So spart man nicht nur anderthalb Tage Reisezeit, 3x Umsteigen, sondern auch ca. 800 Euro und hat dennoch
100% New Zealand.
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O Emperor spielen kein hippen Hurra-Folk mit eindimensionalen Wurzeln, verweisen stattdessen geschickt auf 70ies Soft-Rock, Pink Floyds Syd Barrett-Ära, West Coast-Psychedelica oder fast schon klassischen Britpop. Songwriter wie Neil Young und James Taylor spielten als Einfluss dabei eine ebenso große Rolle wie Midlake, Grizzly Bear, die Beach Boys oder Radiohead.
So die Verlautbarung auf der Beatpol-Seite. Und es stimmt. Bei all den Referenzen musste das Album dennoch drei vier fünf Mal durchlaufen, bis ich es gut fand, mich an die Stimme gewöhnt hatte und das teilweise nervige Flirren, psychedelische Toben ausblenden konnte. “Balladesk verschrammelt” würde ich den Sound der Iren beschreiben, Muse und The Flaming Lips noch unterrühren. Hither (and) thither = To here and to there = wirkt trotz zahlreicher Anspielungen nicht unentschlossen, sogar eigenständig. “Sedalia” beschwört John Lennon, “Po” – für mich der eingängigste Song auf dem Album, das bei kfrecords aus Dresden erschien – wird fabelhaft illustriert (siehe unten), “Heisenberg” und “Don’t Mind Me” sind eindringlich dramatisch in ganz unspektakulärer Weise und so wirkt “Hither Thither” auf mich wie ein alter Bekannter, der zwischen den immergleichen Geschichten ganz verblüffende Ansichten offenbart. In sich stimmig und im übertragenen Sinne dennoch mehrstimmig. Ein Album, das wächst. (Diesen Satz wollte ich schon immer mal schreiben)

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8. Mai 2012 20:30 Uhr Thalia VVK: 10,- zzgl. Geb.
AK: 12,-
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Mit 18 hatte Damien DeRose aka Peasant keine bessere Idee, als die Schule zu schmeißen und sich mit einem Freund, die Gitarre im Gepäck, ein Segelboot zuzulegen. Die beiden wollten die kalifornische Küste entlang segeln und unbekümmert leben. Doch, wie das Leben so spielt, kam es zum unverhofften Spurwechseln und DeRoses Reise endete auf Musiker-Tour durch die USA und Europa. Vielleicht verließ das Boot aber auch nie den Hafen.
Leichtfüßig, doch nie belanglos, verbindet Peasant in seinen Songs folkigen DIY-Pop, provokante Texte und eine Engelsstimme zu einem farben- und melodieverliebten »On the road«-Mixtape aus 60ies-Gitarren, überlagernden Harmonien und elektronischen Loopsounds. Und an der schönsten Stelle wünscht man sich, das Tape hätte einen Hänger, und man würde immer nur diesen einen Moment hören!
Eins ist sicher: Die Irin Lisa Hannigan wird Dresden verzaubern. Sie hat die Stimme dazu, sie hat die Lieder dazu und vor allem: Sie hat die Lust dazu. Wie selten sind Künstler wie sie, die ein so unglaublich großes Talent haben und doch so schelmisch und verträumt lächelnd durchs Leben streifen wie das Mädchen auf der Schaukel im Nachbarsgarten.
Sie ist die Art Mädchen, in die sich die Jungs in guten Jugendromanen verlieben. In ihren Songs spielen Hanni und Nanni mit Alice im Wunderland. Zumindest fühlt es sich so an und es passt gut zu dem, was sie selbst sagt:
“Ich kann mich nicht an einen einzigen Augenblick erinnern, in dem ich keine Sängerin sein wollte. Schon als Kind habe ich immer Songs über das Haus erfunden, in dem ich lebte. Und auch heute noch sind eigentlich alle meine Songs autobiografisch. Manche sind allerdings mehr von meiner Fantasie und Fiktion durchzogen als andere.”
Ein Glück ist sie nicht mehr nur “die Mädchenstimme von Damien Rice” sondern eine der umwerfendsten Persönchen (das soll ein Kompliment sein) im Musikzirkus. Ein Zirkus voller Attraktionen, seltenen Tieren, traurigen Clowns, alten Drehorgelmännern und atemberaubend schönen Artistinnen.

“Ach,” sagt sie “ich hätte so gerne in der Ära von The Band, Janis Joplin und Patti Smith gelebt, das wäre unglaublich gewesen. Oh, wir hätten zusammen Fernseher aus Fenstern geschmissen!”
Das glaub ich Dir nicht, Lisa. Janis und Patti hätten geworfen und Du hättest in der Zwischenzeit dem Concierge ein Märchen erzählt, um dann trotzdem hinterher mit den beiden barfuss auf der Strasse zu tanzen.
Wir verlosen 2×2 Tickets für das Konzert! Schickt uns bis zum 03.05., 12 Uhr eine E-Mail mit dem Betreff Lisa Hannigan an redaktion[at]mittelstern[.]de und teilt uns mit, in welchem Lieblingskinderbuch Ihr Euch so richtig verlieren konntet.
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“Traumhafte traurige Songs für die Mühseligen und Beladenen da draußen.”, so schwärmt die aktuelle INTRO über “To Forget”, dem brandneuen Album von A Whisper In The Noise.
Nach dem überaus erfolgreichen Album “Dry Land” (2007), unter anderem “Platte des Monats” in der VISIONS und produziert von Steve Albini, war es eine ganze Weile ruhig um die Band aus dem kalten Minneapolis. Viele Zeichen deuteten auf Bandauflösung – befürchtet wurde die finale Abkehr vom Zirkus dieser wahnwitzigen Zeit. Die vier Jahre Stille nutzte Bandleader West Thordson in der Tat, um einige Dämonen auszutreiben, bevor er ganz im Stillen mit den Arbeiten an einem neuen Album begann. Er bezog ein altes Bauernhaus, das er aufwendig restaurierte und worin er ein Studio einbaute.
Nun sind sie wieder da: In neuer, alter Besetzung. A Whisper In The Noise 2012 bestehen nunmehr aus den beiden Gründungsmitgliedern West Thordson (Gesang, Gitarre, Keyboads, Drums, Programming) und Sonja Larson (Violine, Gesang). “To forget” verbreitet eine ganz neue Ruhe und Ausgeglichenheit – zurück ließ man die unterdrückte Wut des Vorgängers und die kontrastreichen instrumentalen Ausbrüche. Es blieb die wohlklingende Melancholie und eine ganze Wagenladung an wahrhaft schönen Melodien. Die düstere Welt von West Thordson scheint aufgeklart und befreit, fast schwebend und erhaben schichtet er die Sounds und Sphären. Mal erinnert die Dramaturgie der Songs an Bands wie The Album Leaf oder Gregor Samsa, auf der lyrisch-konzeptionellen Seite eher wie späte Talk Talk oder Nick Drake und in den monumentalen Momenten an Bands wie Mono oder Mogwai. Keine schlechten Referenzen für eine Band, die es auch live versteht, den Spagat zwischen leidender Seelenschau und introvertiertem Kopfkino zu vollführen. Willkommen im melancholischen Wunderland von A Whisper In The Noise.
Support kommt von Yesterday Shop – bei Soundcloud reinhören: hier
Ach und pssst… Auch wenn es etwas kurzfristig ist, verlosen wir 2×2 Tickets für das Konzert am Donnerstag. Schickt einfach eine Mail mit dem Betreff A Whisper In The Noise bis Mittwoch, 25.04., 12:00 Uhr an redaktion[at]mittelstern[.]de.
Partypeople, Indiekids, der folgende Veranstaltungshinweis ist für Euch:
Fast schon unverschämt gut gelaunt, mitreißend tanzbar, unbekümmert mehrstimmig und wie geschaffen für die Tanzflächen – The Kabeedies aus Großbritannien. Der Pressemitteilung ist zu entnehmen:
Ineinander gepoltert sind die drei Jungs und das Mädchen im Jahr 2007, irgendwo zwischen Schule, College, MySpace und dem existenziellen Bock, Musik zu machen, zu der man aber sowas von tanzen kann. … An dieser Band und ihrer skrupellosen, entfesselten Mischung aus P!O!P!, Afrobeat, Post-Punk, Rockabilly-Moves und breitem Grinsen führt kein Weg vorbei. Außer vielleicht man will einfach keine gute Zeit haben…
Wer sich durch die folgenden Videos geklickt hat, kann wahrscheinlich gar nicht anders, als am Dienstag eine kleine Fitnesseinheit in der Location mit dem passenden Namen einzulegen. Ab in die GrooveStation!

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