Wie oft hatten wir hier die Frage schon, wieso von dieser kleinen Insel im Norden so viel großartige Musik möglich ist? Diese Doku (53:28) auf arte sucht Antworten:
Polarkreis Rock – Eine Musikdoku über Island
Snorri Helgason – you’ve got to live before you die
Ein Isländer namens Snorri Helgason zupft die Gitarre, produziert mit Mastermind Sindri Már Sigfússon (Sin Fang, Seabear), singt mit kratziger Stimme Lieder zwischen Folk, Americana und Pop zum Mitsummen und Fingerschnippen und wieder einmal fragt man sich, wie es dieses Land mit 320.000 Einwohnern – weit weniger als Dresden zu verzeichnen hat! – schafft, so unfassbar viel mitreißende, professionell aufbereitete, unbeschwert-unverkrampfte Musik zu schaffen, die neben der unglaublichen Natur zum überzeugenden Botschafter der Insel wird. Nachwuchssorgen müssen sich die Nordlichter angesichts junger Künstler wie Tilbury, Of Monsters and Men, Sóley, FM Belfast etc. ja offensichtlich auch nicht machen. Herrliche Welt!
99 songs up in my head, gotta get ‘em out before I’m dead
Appettithäppchen: Tilbury – Tenderloin
Hier ein ziemlich großartiger Song von Tilbury aus Island – das habe ich noch allein herausgefunden. Beim Rest “half” Google-Translator:
Tilbury Band wurde gemeinsam von dem Schlagzeuger Þormóður Datum Sohn (Skakkamanage, Jeff Who?, Wayne Hudson) im Jahr 2010 gelegt. Ursprünglich war die Aufgabe, die Solo-Präsident Dagsbrún eingefordert, aber bald danach begann die Aufnahme der ersten Breitband-Suche im Zifferblatt Tilbury erschien. Die Band spielt so etwas wie dramatische Folk-Pop, die von Synthesizern Christian Sohn von Evert (Valdimar) und Sixt elektrischen Sound Arnar Eldjarn (Brother Grass) dominiert wird. Bassist Gudmundur Vorschau (Hjaltalín) Schöne Stimme mit einem Französisch-ættuðum Basslinien und Trym Auto Trygvason Magnus Eliasson (Sin Fang, Amiina, Moses Hightower) werden all diese Vorteile zusammen mit Trommeln dínamískum das geht in alle Richtungen. Das erste Album heißt exorzieren Tilbury und kommen mit unserem Album im Mai dieses Jahres.

WochenendEinklang: Kiasmos
Side-Projekt von Ólafur Arnalds und Janus Rassmussen (Bloodgroup). Das Debütalbum ist für dieses Jahr angekündigt.
Kiasmos – Thrown by erasedtapes
Links:
Facebook
Erased Tapes Records
Video: Of Monsters and Men – Little Talks
Hey! Na endlich kann man das Video für “Little Talks” der hier schon erwähnten und geherzten Isländer Of Monsters and Men auch in Deutschland anschauen. Eine fantastische Reise ist es geworden, mit einer Björk-Leia in der Hauptrolle und Jules Verne als Regisseur. Im April kommt das Album. Yeah!
Please don’t be upset cuz you got to move your hips again
| 11. Februar 2012 22:00 Uhr scheune VVK ab 10 € Verlosung |
Catchy. Electronic. Dance. Pop. Aus Island. Das geläufige Konzept aus sexy Frau-/Mann-Stimmkombi, knackigen Beats, atmosphärischen bis aufgeregten Synthies und eingängigen Melodien geht, umgesetzt mit einer Prise Wahnsinn und diesem unwiderstehlichen Quentchen isländischer Kühle Coolness, bei Bloodgroup dermaßen gut auf, dass man auf der Stelle Fan wird. Die Songs des Quartetts hört man ein Mal, dann hat man sie drauf. Vielleicht bringt man sie auch mal durcheinander, vielleicht gehen sie nicht besonders tief, aber wahnsinnig gut rein und da bleiben sie auch hängen.
Die beiden Brüder Hallur und Raggi, Sängerin Sunna und Janus, der von den Färöer-Inseln stammt, zelebrieren ihren stylischen Dance-Pop laut eigenen Angaben mit besonderer Vorliebe auf deutschen Bühnen und inzwischen kann man hier auch die beiden Alben Sticky Situation (2007, Slid) und Dry Land (2009, Record Records), die zunächst nur in Island erhältlich waren, über AdP records ordern.
Island 63° 66° N
| 22. Januar 2012 17:00 Uhr Schauburg VVK 15 € |
Gegen akute Fälle von Islandweh hilft es, sich fast täglich über die liebevollen Statusmeldungen auf der Iceland Facebook-Page zu freuen, sich durch mittelstern oder die eigene Musiksammlung zu stöbern, ein Flugticket zu buchen oder vielleicht am 22.01. in die Schauburg zu gehen. Dort »entführt der Filmemacher Stefan Erdmann die Zuschauer in die einzigartigen Naturlandschaften der größten Vulkaninsel der Erde, emotional unterstützt durch den Livegesang der Sängerin Isgaard« (Infos und Tickets)
Ich kann mir den Termin leider nicht einrichten, fiel mir schlagartig ein und auf, als ich hörte, wie Island für Stefan Erdmann klingt. Da gibt es nun so unzählig viele, so unglaublich großartige isländische Künstler und dann sowas… Schade, aber Island klingt für mich nun mal so gar nicht nach dem kitschigen Fantasy-/Ethnopop der Sängerin Isgaard, da helfen auch die tollen Bilder nichts.
WochenendEinklang: Gus Gus
In einer gemütlichen Bar mit Blick über die verregnete Bucht und inmitten einer dichtgedrängten, tanzenden Menschenmasse ein großartiges Wochende einklingen lassen…
So geschehen an einem Mittwoch um 13 Uhr in Reykjavík, als Gus Gus in der Bar des KEX Hostels das Iceland Airwaves 2011 eröffnet haben.
Nordlichter XII – Tage des nordeuropäischen Films
| 9. Dezember 2011 20:15 Uhr Kino im Dach |
| 10. Dezember 2011 19:00 Uhr Kino im Dach |
| 20:15 Uhr Kino im Dach |
| 11. Dezember 2011 16:30 Uhr Kino im Dach |
| 18:30 Uhr Kino im Dach |
| 20:15 Uhr Kino im Dach |
| 12. Dezember 2011 20:15 Uhr Kino im Dach |
| 13. Dezember 2011 20:15 Uhr Kino im Dach |
| 14. Dezember 2011 20:15 Uhr Kino im Dach |
Vom 8. – 14.12. findet im Kino im Dach die 12. Ausgabe der Tage des nordeuropäischen Films, Nordlichter XII, statt.
Auch in diesem Jahr beinahe wieder völlig an mir vorbeigegangen und irgendwie habe ich das Gefühl, das geht/ging nicht nur mir so. Oder lest ihr alle DNN?
Wie auch immer, einen Tag zu spät – Eröffnung und Empfang verpasst, ebenso King’s Road mit Daniel Brühl und u.a. Musik von den Sugarcubes. Hier in aller Kürze das Programm für die nächsten Tage:
Freitag, 9.12 | 20.15 Uhr
Experiment (Eksperimentet)
Dänemark 2010, O. m. deutsch. U.
Sa 10.12. | 19 Uhr
SPECIAL: Kurzfilme von den Färöer Inseln, O. m. U.
- The Passenger, 2009
- Cigarette, 2010
- Silent Light
Sa 10.12. | 20.15 Uhr
Ich reise allein (I travel alone)
Norwegen, 2010, O. m. deutsch. U.
So 11.12. | 16.30 Uhr
Segen der Erde (Markens Gørde), Stummfilm/ Musik
Norwegen 1921, O. m. deutsch. U./ Zwischentiteln
So 11.12. | 18.30 Uhr
When a man comes home (En mad kommer home)
Dänemark/ Schweden, 2007, O. m. deutsch. U.
So 11.12. | 20.15 Uhr
White a night wedding (Brù∂guminn)
Island, 2008, O. m. deutsch. U.
Mo 12.12. | 20.15 Uhr
Either Way (A annan weg)
Island 2011, O. m. engl. U.
Di 13.12. | 20.15 Uhr
Shamless (Maskeblomstfamilien)
Norwegen 2010, O. m. deutsch. U.
Mi 14.12. | 20.15 Uhr
Preisträger Nordische Filmtage 2011
King of Devil’s Island (Kongen av Bastøy)
Norwegen 2010, Musik: u.a. Sigur Rós, O. m. deutsch. U.
Sóley: We sink
| 8. Dezember 2011 20:30 Uhr Thalia VVK: 9,- zzgl. Geb. AK: 11,- |
Sóley war erst im September als Support von Sin Fang in der Stadt, versprach etwas, und hielt es: Eine wundersame Überraschung, die so gut gefiel, dass die Isländerin noch einmal wiederkommen muss, um mit ihren charmanten Songs ein Lächeln in graue Dezembergesichter zu zaubern.
Freihändig angedachte Beats galoppieren zaghaft, sepiafarbene Klavierwolken ziehen auf und schließlich erhebt die Sóley Stefánsdóttir ihre Stimme. Ihre Songs leuchten wie eine Laterna Magica auf, verschwimmen und flammen wieder auf. Das Resultat ist mal catchy, gelegentlich wunderbar verschroben, schön Lee vor Luv. Ohne Attitüden und einfach frei heraus, mit Vocals und Loops, die wie Holzspielzeugzüge durch die Landschaft gleiten.








