WochenendEinklang: Broke

kristin · 16.11.2012 · Keine Kommentare
26. November 2012
21:00 Uhr
Beatpol, Dresden
Verlosung

Simon Littauer und Mads Bergland stehen gerade als Livemusiker für Reptile Youth am Keyboard bzw. an der Gitarre und supporten ihre dänischen Landsmänner außerdem mit ihrem eigenen Projekt: Broke.

Mit Broke verleihen Simon (Electronics) und Mads (Gitarre) ihrer Ablehnung der dänischen Mainstream-Popkultur Ausdruck. Das Wort „Broke“ soll dabei nicht nur nur ihre eigene finanzielle Situation sondern auch den Status ihrer hoffnungslosen und abgerissenen Generation reflektieren. Und so liefert die Musik von Broke – düsterer Electronic Industrial/Post Punk – den perfekten Soundtrack zu einer futuristischen Endzeitstory, in der die trostlose Realität in psychedelisches Flackern aus schneidend-kalten Synthies, unermüdlichen Beats und wütenden Maschinenstimmen zerfällt.

»Broke folgen nicht den traditionellen Songstrukturen. Unsere Songs haben nur Verse. Sie enthalten Soundlandschaften und Bilder großer Maschinen, brennender Wälder und abstürzender Flugzeuge.«

Die erste Single, Restless Beach, »basiert auf einem Traum über apokalyptische Liebe. Es ist ein düsterer Disko-Track, der die kleinen Stunden eines exzessiven Samstagnacht-Exodus vertont.« meint die Band selbst in der Presseinfo. weiterlesen…

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Reptile Youth: I hit a really big wave

kristin · 15.11.2012 · Keine Kommentare
26. November 2012
21:00 Uhr
Beatpol, Dresden
VVK ab 16,30 €
Verlosung

Wenn Mads Daamsgard Kristiansen vor Publikum auf einer Bühne steht, wird er zu diesem wilden Tier, das man Rampensau nennt. Jedes Konzert von Reptile Youth ist eine körperliche Herausforderung, vor allem für Mads selbst. Er klettert und hangelt sich an allem entlang, was einigermaßen standhalten könnte, lässt sich wieder runterfallen oder springt gleich ins Publikum und präsentiert anschließend auf Facebook die davongetragenen Blessuren. Während sich Esben Valløe eher den Techniknerd des dänischen Duos gibt, lässt Mads auf der Bühne alles raus und betrachtet das als seine Form der Therapie, lebt diese verrückten Momente, um sich seine geistige Gesundheit zu erhalten.

Auf ihrer umfangreichen Europatour kommen Reptile Youth am 26.11. auch im Beatpol in Dresden vorbei. Wir verlosen 2×2 Tickets unter allen, die bis 22.11., 22:12 Uhr eine E-Mail an redaktion[@]mittelstern[.]de schicken und uns ihr verrücktestes/beeindruckenstes/merkwürdigstes Konzerterlebnis vor Reptile Youth in Dresden verraten. weiterlesen…

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Lydmor – Get out while you still can

kristin · 18.10.2012 · Keine Kommentare

LydmorAls Bottled In England vor knapp zwei Wochen durch Dresden donnerten, hatten sie nicht wie angekündigt die Sängerin Katrine Brocks dabei, sondern ein ganz neues Gesicht: Jenny Rossander. Den kurzen Augenblick der Enttäuschung hätte ich mir sparen können! Jenny ergänzte mit ihrer Stimme und ihrer Art der Performance die Show von Bottled In England um wieder eine neue, spannende Facette.

Aber wer ist eigentlich dieses Mädchen und wo kommt sie auf einmal her? Dazu hatte Jenny einiges zu erzählen. Unter dem Namen Lydmor macht sie großartige elektronische Pop-Musik und das, zumindest in Dänemark, ziemlich erfolgreich.

»Meine ersten beiden Singles, Electric Mistress und Young, liefen auf dem dänischen Radiosender P3 und die dritte, Lamppost Light, war im Frühjahr für einige Wochen einer der meistgespielten Songs auf dem alternativen Sender P6. Das war ziemlich cool.
2012 war bisher ein großartiges Jahr für mich. Ich habe mein Album über eine der größten dänischen Plattenfirmen veröffentlicht und war viel in Dänemark unterwegs. Ich habe ein paar tolle Konzerte gespielt – mit meinem ganz neuen Solo-Set, bei dem ich ganz alleine auf der Bühne stehe, mit meiner Band und mit einigen anderen Acts.«

Ihr Debütalbum A Pile Of Empty Tapes hat Lydmor im Mai dieses Jahres in Dänemark auf Copenhagen Records veröffenlicht. Jonas Tranberg, der u.a. auch einen großen Einfluss auf Asbjørns Debüt Sunken Ships hatte, hat auch das Album von Lydmor produziert.

»Wir haben ungefähr ein halbes Jahr im Studio daran gearbeitet und Jonas hat mir sehr geholfen, meinen Sound zu entwickeln. Er hat sich hauptsächlich um das nerdige Zeug gekümmert, wie das Mixing – was ich ungefähr so spannend finde, wie nach einer Party abzuwaschen – und alles was Spaß macht, hat er mir überlassen.« weiterlesen…

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Asbjørn – Keep on dancing by the river

kristin · 16.10.2012 · 1 Kommentar
30. Oktober 2012
22:00 Uhr
L'Hibou, Dresden
VVK ab 8 € // AK 10 €
Verlosung

Fünf Monate sind vergangen, seitdem ich Asbjørn und seiner Musik zum ersten Mal begegnet bin. In der Zwischenzeit hat der Däne den Teenagerstatus knapp hinter sich gelassen und sein Debüt Sunken Ships gehört in meiner Playlist zu den Alben mit den meisten Wiedergaben. Das liegt vor allem daran, dass Sunken Ships so viel kann: Die Songs sind so tief, dass ich immer wieder darin versinke; Gleichzeitig besitzen sie eine so unbeschwerte Leichtigkeit, dass sie sich auch nebenbei weghören.

Aber was nützt schon all die Schwärmerei?! Damit ihr mir glaubt, dürfen wir Sunken Ships bis 2.11. in voller Länge streamen. Hört genau hin, ich frage euch gleich ab!

Im Gegensatz zu der selbstverständlichen Natürlichkeit, mit der Asbjørn auf Sunken Ships über seine hin- und hergerissenen Gedanken hinwegfliegt und -tänzelt, setzt Asbjørn seine Songs live vor allem mit kantigen, mechanisch wirkenden Bewegungen in Szene. Kann sein, dass diese Art von Show eher etwas für die große Bühne ist. Aber auch auf der wird Asbjørn irgendwann stehen, davon bin ich überzeugt.
Ab Ende des Monats kommt Asbjørn auf eine erste kleine Tour nach Deutschland, um auch eure Herzen zu erobern und zum Tanzen zu bringen. Das erste Konzert wird er in Dresden im L’Hibou spielen, zwischen weißen Hasen und vermutlich jeder Menge Glitter und Konfetti.

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Sabotage Act Indee: Artificial Brothers und Choirs

konzertagenda · 09.10.2012 · Keine Kommentare
13. Oktober 2012
21:00 Uhr
Sabotage, Dresden
VVK 6 €
AK 8 €

Lang, sehr lang schlossen sich die Artificial Brothers, fünf charmante Herren aus dem kleinen Örtchen Thisted in Dänemark, im Studio ein, um an ihrem ersten großen Langspieler zu feilen. Das Album ist nun endlich fertig und es ist an der Zeit, Euch die erste Single zu präsentieren.
Mit dem Titel Make Our Hearts Sway steht das Album der Artificial Brothers seit September in den Läden. Die erste Auskopplung Oh My God schaffte es schon in die Playlists einiger Indie-DJs. Die Artificial Brothers agieren in sphärischen Bereichen des Indie-Rock. Sie haben ein Händchen für Melancholie und eingängige Hooklines. Dabei überspannen sie den Bogen jedoch an keinem Punkt und hinterlassen ein wohliges Gefühl, was nicht zuletzt am warmen Sound des Albums liegt.

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Findet Bottled In England in Dresden und gewinnt Tickets

kristin · 11.09.2012 · 2 Kommentare
6. Oktober 2012
22:00 Uhr
Chemiefabrik, Dresden
AK 10 €
Verlosung

Drum’n’Bass? Mag ich nicht, dachte ich, aber live geht das schon mal ok.
Dann kamen Bottled In England, teilten mit rotzigen Charme Drums und Bässe aus, legten Streicher, Rap und Gesang nach, und ich musste einsehen: Bass macht glücklich.

Was jeder Einzelne aus dem Kollektiv um August (Drums) und Daniel (Bass, Vocals & Entertainment) von der Bühne ins Publikum strahlt, ist so simpel wie wirkungsvoll: Spaß. Weil man das hören, sehen und spüren kann, geht es auch immer wieder auf. Das weiß ich genau, denn ich habe zwei von bisher erst drei gespielten Deutschland-Gigs von Bottled In England gesehen und würde jederzeit wieder Kilometergeld gegen Bassglück tauschen.
Das ist aber erst mal gar nicht nötig, denn Bottled in England spielen am 6. Oktober in der Chemiefabrik in Dresden (Timetable)! Mit dabei: die wundervolle Sängerin Katrine Brocks, E-Fiedler TK und Mr. MC Manky für die dänischen Textparts in Reimform.


Believe the Hype und gewinnt Tickets

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WochenendEinklang: F.U.K.T

kristin · 31.08.2012 · Keine Kommentare

Das Drum’n’Bass-Getön des Kopenhagener Quartetts F.U.K.T kriecht mit akustischem Schlagzeug und fetten Bässen direkt in den Magen. Melodie und Abwechslung verpassen F.U.K.T dem bissigen Drive ihrer Grooves durch (Vocal-)Samples und Rap. Angenehm düster, tief und ziemlich cool drücken die Stücke der aktuellen Veröffentlichung Falling (2011, Tabu Records) wieder Energie in sommerträge Akkus; Hallo? Kapuze auf und weiter! Funktioniert im Auto, im Kopfhörer und ganz bestimmt auch live.

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WochenAusklang: Efterklang

andrea · 26.08.2012 · Keine Kommentare

Neues von Efterklang: ein Album im September, die Tourstopps in Deutschland im Dezember. Und hier ein Vorgeschmack:

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Soundcheck: Boho Dancer

kristin · 30.07.2012 · Keine Kommentare

Boho Dancer kommen so unschuldig und brav daher, dass es nicht leicht fällt, sie nicht zu mögen. Und das Etikett „Freak Folk“, das ihnen in der Presseinfo aufgedrückt wird, kann eigentlich auch nur ein Scherz sein:

»2011 überraschten Boho Dancer wirklich jede und jeden in der dänischen Musikszene. Bevor es überhaupt nur einen einzigen Song veröffentlichte, spielte das junge Freak Folk-Trio schon auf den großen dänischen Festivals […]
Die EP Furry Skin wurde im Februar 2012 in Dänemark veröffentlicht und bekam herausragende Kritiken. Nach dem diesjährigen Besuch auf dem Branchenfestival SPOT in Aarhus, bekam die Band um Ida Wenøe auch von der deutschen Presse hoffnungsfrohe Worte mit auf dem Weg.«

Am 10. August wird die EP Furry Skin nun auch in Deutschland veröffentlicht. Da ich den Auftritt von Ida Wenøe (Gesang, Gitarre), Símun Mohr (Gitarre, Bass) und Asker Bjørk (Schlagzeug, Gitarre) auf dem SPOT Festival im Mai verpasst habe, kann ich nicht einschätzen, ob Boho Dancer auf der Bühne aufwiegen können, was mich an ihren Songs stört. Diese hatten zwischen SPOT-Vorbereitung und Veröffentlichungsinfo einige Monate Zeit, sich zu entwickeln. Das hat ihnen aber nichts genützt, denn sie haben sich sofort aus Sinn und Playlist verflüchtigt.

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Soundcheck: Moth

kristin · 26.07.2012 · Keine Kommentare

Schwer und dunkel schieben sich die Töne aus den Lautsprechern, entschleunigen und tropfen langsam zu Boden. Meine Droge für diesen Sommer: Trippy, heavy Musik aus Dänemark.

»it’s important to slow down when the world stops«

 
Nachdem ich vor einiger Zeit Intelligent Pushing einigermaßen blind und anhaltend hoffnungslos verfallen bin, musste ich nach frischem Stoff nicht weit suchen: Andreas Bjerring, der als Dynamic H bei Intelligent Pushing Synthies, Effektgeräte und Keys bedient, ist seit 2010 eine Hälfte des Trip-Hop/Alternative/Industrial-Projekts Moth. Komplettiert wird das Duo durch die Sängerin Unnur Cara, die ursprünglich aus Island stammt. Dort sang sie Musicals und Opern, bevor sie sich den Genres Jazz und Blues zuwendete.

Mit ihrer kraftvollen Stimme kämpft sich Unnur in der Schattenwelt von Moth durch naheliegend düstere Zustände und Gefühle – Depression, Hilflosigkeit, Selbstzweifel – sie lässt nicht locker und wiederholt mit Nachdruck und fast schon dämonischer Wirkung jene Zeilen, die besonders schmerzen.

»something dies when you come inside / killing the self-blamed shame in me«

Die schwere, düstere Atmosphäre von Moth ist in einer markanten musikalischen Handschrift verfasst, die vor allem mit der sirenenhaften Endzeitstimmung von Sickamore Mire und durch die Klavierpassagen in ‚Round Midnight deutlich auf den Sound von Intelligent Pushing verweist und damit wohl eindeutig Andreas zugeordnet werden darf.

Im März dieses Jahres haben Moth auf Bandcamp ihre Debüt-EP (zum kostenlosen Download!) veröffentlicht. Neben den fünf eigenen Stücken haben sie sich für ‚Round Midnight vom gleichnamigen Song des amerikanischen Jazzpianisten und -komponisten Thelonious Monk „heavily“ inspirieren lassen. Außerdem haben sich Moth mit Bob Dylans Forgetful Heart einen Coversong ausgesucht, dem das Nacht(falter)gewand ausgezeichnet steht.

 
»why can’t we love like we did before?«

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