Die gestalten Dresden: Kreativwirtschaftsverband gegründet

sebastian · 01.03.2012 · 2 Kommentare

Gestern hat sich in der Groovestation – wie angekündigt – unter dem Deckmantel des ehemaligen Agenturnetzwerks „Wir gestalten Dresden“ ein Branchenverband für Kreative und Kulturwirtschaft in Dresden gegründet. Die federführenden Mit-Initiatoren Claudia Muntschick und Maik Roßmann wurden zum Vorstand gewählt, ein Aufsichtsrat vertritt die 12 Teilbranchen. Die Sparte Musik repräsentiert der Nils vom Musikzentrum Volume11. Eine gute Wahl, finde ich! Über 35 Mitglieder und 6 Fördermitglieder sind von Anfang an dabei. Jetzt müssen konkrete Ziele geplant werden. Einer der nächsten Schritte werden ein Kommunikationskonzept für die interne und externe Kommunikation sein. Da aber bereits mehrere Agenturen ihre Unterstützung signalisiert haben und zu den Mitgliedern und Förderern gewiefte Netzwerker wie Andreas Schanzenbach und Peter Stawowy gehören, dürfte es auch da schnell voran gehen.

Ich wünsche viel Erfolg und hoffe, dass in Dresden durch den Branchenverband mehr Leute für die Bedeutung der Kreativwirtschaft sensibilisiert werden. Dresden ist mehr als barock!

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Bewegung in der lokalen Kreativwirtschaft: Flying Music Circus und Wir Gestalten Dresden

sebastian · 22.02.2012 · Keine Kommentare

Eigentlich war die Gründung eines Branchenverbandes für Kreative und Kulturwirtschaft in Dresden ja bereits im Dezember geplant. Nachdem man sich damals aber noch beschnuppern und branchentypisch lange diskutieren musste, ist es am  29. Februar tatsächlich soweit.
Bereits heute online gegangen ist die Website vom Projekt „Flying Music Circus“, bei dem Akteure aus Leipzig, Chemnitz und Dresden versuchen wollen, unter Schirmherrschaft von Sebastian Krumbiegel die Vernetzung der Sächsischen Subkultur voranzubringen.

Wir gestalten Dresden – Aus Agenturbündnis wird Kreativwirtschaftsverband

Wir gestalten Dresden war bisher als Name des Dresdner Agenturbündnisses von über 70 Kreativagenturen bekannt. Dieses Bündnis stellt seine Arbeit ein und übergibt den Namen an einen gänzlich neuen, davon unabhängigen Branchenverband der Dresdner Kultur- und Kreativwirtschaft.

Der Branchenverband will vorhandene Strukturen der Branche sicht­bar machen und ein öffentliches Verständnis festigen, Leistungen der Akteure kommunizieren und seinen Mitgliedern direkte Un­terstützung bieten.

Er soll die interdisziplinäre Vernetzung stärken, den Trans­fer von kreativem Know-how zu Unternehmen und öffentlichen Institutionen konkret fördern und die Ei­gen­in­teressen seiner Mitglieder gegenüber Politik und Verwaltung wirksam vertreten. Die Mitglieder des Verbandes wollen aktiv Rahmenbedingungen mitgestalten und auf lokaler Ebene nachweisen, dass einfließende Wünsche und Anforderungen von Mittelständlern zum Großteil deckungsgleich mit jenen der wirtschaftlichen Kleinunternehmer ausfallen. Auf die in Dresden aktuell anstehende Gestaltung kommunalpolitischer Regulierungsmittel möchte der Verband konkret einwirken.

Die Gründungsversammlung: 29. Februar, 19 Uhr, GrooveStation/Lofthouse, Katharinenstraße 13

Flying Music Circus – Spitzenförderung für die Subkultur

Das Projekt Flying Music Circus ist Ergebnis einer Netzwerkarbeit zwischen Musikinitiativen in Leipzig, Chemnitz und Dresden und unterstützt sächsische Künstler in den drei wichtigsten Bereichen: öffentliche Wahrnehmung, Gigs in anderen Städten sowie Grundwissen zur Musikwirtschaft. 
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Der Endtagger: Ausgewählter Contentklau der 3. KW 2012

sebastian · 23.01.2012 · Keine Kommentare

They are back! At the drive in, Refused… Scream: Die DC-Core Legenden sind seit 2000 auf „Reunion-Tour“ und kommen endlich (?) nach Europa. Natürlich ohne den „echten“ Osten, wo man die Band wahrscheinlich außerhalb von Spremberg und Chemnitz sowieso nie kannte. Was solls. Revivals stinkt eh!

Bei Red Bull (sorry, ehrlich geht vor) auf der Fanseite habe ich dieses kurze Meisterwerk entdeckt, bei dem ich an Nordenhamer Geschichten denken musste, die ich jetzt nicht weiter ausführe. Ei Ei Ei…

Wieso ich hier an meine Cousinen denken musste? Ooooooch, einfach weil!


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Hippies immer diese Hippies

sebastian · 18.01.2012 · Keine Kommentare

Ist ja so. Drehst Dich einmal um Dein Mettwurstbrötchen und bumm: Neue Mode, neue Musik und neue Regeln im Strassenkampf.
Früher (TM) waren die Sprayer mal die Männer unter den Mods und die Streetartisten nichts als in Tee aufgeweichte Haschkeks-Hippies. Und jetzt? Drehn die das einfach um in 01097! Oder ist das eher ein selbstreferentieller Ironieschub der Schablonenmaler. Ich werd´s nicht beantworten, Ich hatte in Kunst und Werken immer eine vier.

Nimm das Hippie:

Das Foto ist von Jörg.

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Der Endtagger: Die Bookmarks der 2. KW 2012

sebastian · 16.01.2012 · 1 Kommentar

Sweet Release by WUGAZI
Hallo ihr kleinen Rocker, wie lässt sich das Jahr des Drachen so an? Ich schrieb ja bereits, dass ich dieses Jahr endlich mal wieder so richtig, richtig Sommerurlaub machen will und trage zur Zeit alle Punkte zusammen, die erfüllt sein müssen. Viele fußballbegeisterte Kids und ein Spielfeld mit Toren (umso mehr
Zeit habe ich zum Lesen) müssen da sein, Tischtennisplatten (damit ich was habe, wo ich gewinne), Sonnengarantie, Anreise per Zug oder Flieger, tolle Natur in der Umgebung und natürlich ein großer Pool, um solche lustigen Choreografien einzustudieren (gefunden bei Malle auf soup.io):

Von piccsy, meiner neuen Lieblingsseite zum Kuratieren von Bildern, stammen diese tollen Motive:

(Diese Bilder erscheinen in Kürze wieder)

Musikalisch war ich ziemlich poppig unterwegs diese Woche. Hängen geblieben sind z.B. dieser Song der irischen Solarbären , der ein wenig an eine moderne Version von Soundtracks aus schnulzigen TV-Serien der 80er erinnert. Heimliche Schwäche und so:
Alpha People by Solar Bears

Außerdem lief „Slow Knots“ von Brasstronaut recht häufig in meinem Player. Hab ich leider damals verpasst, als in Dresden waren. Ärgerlich, ärgerlich!

Bei den Blogbuzztern aus Hamburg bin ich auf diese geile Nummer gestossen. Sitar fetzt!
http://www.youtube.com/watch?v=PkOZxHsgsv4&feature=player_embedded
Wer auf animierte Gifs steht, dem wird diese smarte Sammlung von Kubrick-Szenen gefallen, aus der auch das hier „herausscheint“:

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Dialog oder Propaganda? Wenn Antifaschismus nicht die richtige Antwort ist, was ist dann die Frage?

sebastian · 12.01.2012 · Keine Kommentare

Kaum ist die Dialog-Plattform des Freistaats Sachsen online, da gibt es auch schon den ersten Ärger. Aber es sind nicht technische Schwierigkeiten, die für Unmut sorgen, sondern inhaltliche Holpersteine.

Die Idee hinter der Plattform ist folgende: Der Freistaat veröffentlicht zu einem Thema eine Videobotschaft und die Bürger können mittels Kommentaren oder eigener Videobotschaften ihre Meinung kundtun. Das haben die Bürger zwar auch bisher schon getan (in Netzwerken, Kneipen oder am Handy). Neu ist, dass der Freistaat dieses Mal offiziell mitliest zuhört den Dialog sucht. Oder was man halt so unter Dialog versteht.

Dialog oder Propaganda – „Antifaschismus ist nicht die richtige Antwort“

Im ersten Video spricht Innenminister Ulbig über den Umgang mit Rechtsradikalismus in Sachsen und fordert die Bürgerinnen und Bürger auf, sich mit Ideen einzubringen. Und untersagt es Ihnen im Grunde im selbem Atemzug. Denn ist nicht jede Idee, die dazu beiträgt, dass faschistisches Gedankengut sich nicht verbreitet, per se antifaschistisch? Ulbig aber sagt: „Antifaschismus ist nicht die richtige Antwort, sondern Demokratie.“
http://www.youtube.com/watch?v=AXij74X0dA8
Da es objektiv betrachtet absolut keine Notwendigkeit für diese Aussage gibt, darf man davon ausgehen, dass er diesen Satz sehr bewusst sagt. Ist das noch eine Aufforderung zum Dialog? Oder pure Propaganda mit der unterschwelligen Aussage: „Wer sich Antifaschist nennt, ist ein Linksextremist“?
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Der Endtagger: Die Bookmarks der 1. KW 2012

sebastian · 08.01.2012 · Keine Kommentare

Na Ihr, wie seid ihr ins neue Jahr gekommen? Und wie viele Rumpfbeugen („Sit-ups“) habt ihr schon gemacht, um den Weihnachtsspeck los zu werden? Ich hätte da einen wunderbaren Titel für Euer Sportprogramm („Work-out“). Pickwick heißt nicht nur (seit über 30 Jahren!) mein Lieblingsteebeutelproduzent sondern auch die Band mit dem Songfund der Woche.
http://www.youtube.com/watch?v=VE0ThTQ5Wlk&feature=related
Mein Lieblings-Tumblr der Woche nennt sich Good Old Valves und lässt das Herz jedes Youngtimer-Fans höher schlagen.

Sehr gelacht habe ich über dieses Fundstück von Andre aus der Facebook-Gruppe „Da kotzt das Texterherz“. Provokation oder Megafail? Entscheidet selbst:
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Sound of Dresden? Sound of Pain!

sebastian · 04.01.2012 · 33 Kommentare

Der jährlich stattfindende Song-Wettbewerb „Sound of Dresden“ ist offenbar endgültig am Tiefpunkt angekommen. Die 50 Mark Website, auf der das Voting stattfindet, mag vielleicht noch als ironischer Retro-Spaß durchgehen, aber in Verbindung mit dem Niveau der meisten teilnehmenden Songs, ist das kulturell so wertvoll wie das Buchregal im 1 Euro Shop. „Ich habe Esel getroffen, die interessanter furzen können“, würde mein Onkel E. aus B. wohl anmerken.

Sound of Dresden – Qual der Ahnungslosen? Nein, einfach ein Songwettbewerb, an dem sich fast kein einziger ernst zu nehmender Act mehr beteiligt. Harry Bushh? Pretty Mery K? Garda? Der Anker? Mikrokosmos23? Gentle Lurch? Muzzy Mystery? Irgendetwas Elektronisches aus der Uncanny-Ecke? Nicht mal ein Spaßtrack (Porn & Cunthead zum Beispiel) findet sich. Halt! Einer doch. Die Tulpen! Aber sind Jungsenioren wie Preibisch und DNMK wirklich die Hoffnungen des Dresdner Nachwuchses?

Das ist jedenfalls nicht der „Sound of Dresden“, sondern zum größten Teil der Sound of German Proberaum. Das ist kein Vorwurf an die Bands: Am Anfang klingt man einfach so. Aber das kann nicht der Anspruch der etabliertesten Dresdner Bandparade sein! Sorry, aber entweder dem Dresdner (immerhin Stammspieler im zentralen Mittelfeld der Dresdner Kreativwirtschaft) fällt was ein, um das ganze auf ein neues Level zu hieven oder man sollte es ganz sein lassen.

Aber wie dem auch sei: Auch an die Künstler drei kleine Tipps:
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Dresdner Eislöwen machen Ballett

sebastian · 04.01.2012 · 1 Kommentar

Die Dresdner Eislöwen machen in Sachen Marketing in letzter Zeit ganz nette Sachen. Neulich lobte ich ja schon, dass sie Fahrzeugwerbung nicht bloß für stumpfe Imagezwecke nutzen, sondern die Heckscheiben von Mitarbeitern (und/oder Fans?) als fahrendes Plakat für die nächsten Heimspiele nutzen.

Heute machte mich dann jemand auf dieses kleine Virale aufmerksam. Der Clip erinnert zwar sofort an eine ältere, dreckigere und überraschendere Variante des 1. FC Köln (siehe unten), ist aber trotzdem ziemlich witzig :D


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Beaches in Winter – Die Bilderwelten des jungen Irwin Barbe

sebastian · 03.01.2012 · Keine Kommentare

Irwin Barbe is gerade mal 18 Jahre alt und macht Fotos und Videos von Kids and Teens, als wäre er ein sehnsüchtig in die Vergangenheit blickender Enddreißiger, der sich an seine erste Liebe oder sein erstes Fußballspiel erinnert. Wer aus den 80ern stammt und beim Video zu „Shyness“ keine Gänsepickel bekommt, muss eine traurige Jugend ohne erste Liebe gehabt haben oder außerhalb von Mitteleuropa zu Hause sein.

I like beaches in winter, indie pop from the nineties, ginger kids, rooftops, and plastic bags„, beschreibt er sich und seine Arbeit und: Das sieht man! Irwin kann die Zeit stehen lassen, ohne dass einem langweilig wird. Kennt ihr das, dass ihr ein Buch lest und vor Euren Augen die Geschichte wie ein Film abläuft? Seine Aufnahmen sind das Negativ dazu. Hier schreibt man das Buch zu seinen Bildern und gibt den Figuren Namen und Geschichten.
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