Klaviere erobern die Strassen dieser Welt. Eine Idee für Dresden?

sebastian · 10.10.2012 · 2 Kommentare

Gestern fragte ich eine Bekannte in Montreal, ob sie mir nicht ein paar lokale Musikblogs von dort empfehlen könne. Schließlich fällt mir kaum eine Stadt ein, die derzeit mehr geile Bands rausbringt als kanadische Kreativmetropole. Blogs kenne sie keine, aber neuerdings stünden dort plötzlich künstlerisch gestaltete Klaviere auf der Strasse. Den Zusammenhang verstand ich nicht, aber es hat mich trotzdem neugierig gemacht. Für ausgefallene Ideen zur Belebung von Städten bin ich ja immer zu haben.

Und siehe, da habe ich aber was verpasst. Die Aktion „Streetpianos“ ist weder neu noch aus Montreal, sondern ein weltweites Kunstprojekt, das der Brite Luke Jerram angestoßen hat, nachdem in Sheffield ein zwangsweise vor dem Haus geparktes Klavier für Leben auf der Strasse sorgte. Mittlerweile stehen solche Klaviere auf der ganzen Welt. In den meisten Städten werden die Projekte vom Rathaus betreut (Auftrag an Künstler, Standortorganisation etc.).

Eine Aktion, die auch gut zu Dresden passen würde. An Klavieren sollte es nicht mangeln. Dradio Wissen schätzt, dass ca. 3.500 Klaviere im Jahr auf deutschen Schrottplätzen landen. „Die Leute wollen alte Klaviere nicht einmal geschenkt. Sie fürchten die Kosten für die Reparatur, den Transport und den Klavierstimmer“, berichtet auch die FAZ.

Da stirb eine Boombranche. In der Blütezeit verkauften deutsche Klavierbauer 300.000 Klaviere im Jahr, heute sind es auf dem deutschen Markt noch 12.000 – vielleicht stehen ja bald ein paar bunte auf Dresdens Strasse und inspirieren jung und alt, Neugierige, Amateure und Profis? Ich gebe das mal dem lokalen Kreativverband als Anregung für die heutige „Ordentliche Mitgliederversammlung“ auf den Weg :-)


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Wettbüro Zeitgenossen – Photographien 2006-2010 by Ronny Waleska

andrea · 08.10.2012 · Keine Kommentare
15. Oktober 2012, 19:00 Uhr bis 18. Oktober 2012, 20:00 Uhr
Altes Wettbüro, Dresden

Im Mittelpunkt stehen Fotografien, die die Menschen zeigen, die das Wettbüro zum Leben erwecken. Die Macher, die Künstler, die Gäste, alle zusammen in einem Bilder-Mix aus fast 5 Jahren Leben im und mit dem Alten Wettbüro.

Vernissage am 15.10., 19:00 Uhr /// Finissage am 18.10., 20:00 Uhr

 

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Workshop Musikkritik

kristin · 21.06.2012 · 3 Kommentare

Wer soll sich das eigentlich alles anhören? Frage ich mich oft angesichts der Veröffentlichungs- und Konzertankündigungen, die jede Woche in unserem Redaktions-Mailfach eingehen. Und wer soll das alles lesen? Frage ich mich weiter, wenn ich einen Artikel vom Mittelstern in die Welt schicke.
Jeder kann heute alles veröffentlichen, was ihm in den Sinn kommt. Musik zum Beispiel. Oder Texte über Musik. Und abgesehen von der persönlichen Hemmschwelle und dem eigenen Anspruch gibt es hinsichtlich der Qualität des Outputs keinerlei Einschränkungen.

Mein eigener Anspruch brachte mich schließlich dazu, am Workshop Musikkritik der Scheune Akademie teilzunehmen. Ich erhoffte mir, mit etwas mehr Handwerkszeug sicherer bessere Texte über Musik verfassen zu können, als mit meinem bisherigen Ansatz „aus dem Bauch raus“ zu schreiben.

Unter der Anleitung von Andreas Körner (DNN, Sächsische Zeitung, Körners Corner) verfasste jeder der vier Teilnehmer während des Workshops mindestens vier Texte, an denen zwischen den gemeinsamen Treffen in individueller Abstimmung mit Andreas weitergearbeitet wurde. Meine erste Verunsicherung durch das ungewohnte Feedback zu den eigenen Texten wich bald einer kaum gekannten Produktivität durch den auf einmal vorhandenen Termindruck. Es stellte sich allerdings heraus, dass die Vermittlung von Handwerkszeug Andreas nur ein sekundäres Anliegen war. Ihm ging es vielmehr darum, dass jeder Teilnehmer zu seinem persönlichen Stil findet und sich darüber klar wird, wo er mit seiner Schreiberei hinwill. Oder eben nicht. Und so fiel auch das Fazit des Workshops für jeden von uns anders aus. weiterlesen…

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Stimmen zur 1. Impulskonferenz zur Kultur- und Kreativwirtschaft in Sachsen

sebastian · 10.06.2012 · 2 Kommentare

Am vergangenen Donnerstag fand die 1. Impulskonferenz zur Kultur- und Kreativwirtschaft in Sachsen statt. Da wir nicht teilnehmen konnten, hier ein paar Stimmen.

Frank Trepte, Kreatives Leipzig

Größte Erwartung war vorab sicher, mit der Impulskonferenz Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltungen zu erreichen, die bislang wenig Berührungspunkte mit der Kreativwirtschaft finden konnten oder wollten. Das ist sicher gelungen.

Wichtigste Erkenntnis war, dass die Stellen beim Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes bis zum Jahr 2014 gesichert werden konnten. Wie bedeutend die Arbeit von Katja Großer ist, wurde nicht umsonst mehrfach betont. Wir freuen uns darüber sehr. An die Adresse des Freistaats und der Kommunen gerichtet sei aber gesagt, dass sich diese nicht weiter dahinter verstecken sondern mit dem Träger der Bundesinitiative gemeinsam nach Wegen suchen sollten, dieses Engagement langfristig zu sichern bzw zu ergänzen.

Super geklappt hat der Kreativparcours zur Einstimmung auf die Konferenz, den viele der Gäste mit großem Interesse absolviert hatten und sich so mit Kreativschaffenden aus Dresden und Leipzig über ihre Arbeitswelt austauschen konnten. Wir Leipziger sind sehr glücklich über die Entstehung von Wir Gestalten Dresden eV, um auch in Zukunft bei solchen Veranstaltungen gemeinsam auftreten zu können. Auch in der Landespolitik wird der Druck spürbar zunehmen, wenn die Branchenverbände beider Großstädte hier gebündelt auftreten. Und erste Pläne sind mit Blick auf die Landtagswahl 2013 bereits am Entstehen..

Anika Jankowski, Scheune Akademie Dresden

Erhofft habe ich mir eine Vernetzung der Akteure der KKW. Das ist auch im Kleinen geschehen, dafür waren die Stände am Anfang sehr sinnvoll. Besonders positiv fande ich die Präsenz von realtiv vielen politischen Akteuren. Deshalb erhoffe ich mir eine mutige und vor allem zeitnahe politische Resonanz auf das Event – finanzielle Unterstützung, Verbesserung der Arbeitsbedingungen von außen… Großartig waren die Key Notes von Sebastian Dresel – Beauftrager für KKW in Mannheim – der die Veranstaltung sehr inspirierend zusammengefasst hat.

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PS 5 sticht: Donnerknispel und die Königin

sebastian · 26.03.2012 · Keine Kommentare

Die e-Mail Adresse, mit der ich meinen ersten Deal mit Andre – seine Zeichens Herausgeber der legendären Kerresinhio Quartette – geschlossen habe, die existiert nur noch auf dem, ääääh Papier(?)! Ich bin damals entweder in der 11 Freunde oder im 11 Freunde Forum auf das erste Quartett seiner Produktion („Torhüter“) gestossen und habe nicht nur sofort zugeschlagen sondern seinen wahrscheinlich ersten Großhandels-Deal (5 Stück an den Capito-Spieleladen) eingefädelt :-)

Zum ersten Mal begegnet wären wir uns fast genau sechs Jahre später beim Summer Pop Shopping in Berlin, aber irgendwie war sein Stand immer nicht besetzt, wenn ich vorbeischlurfte. Was soll´s: Coolness 500 sticht!

Bis heute ist es Philosophie von Kerresinhio-Quartetts, dass jedes Spiel limitiert ist und ein Teil des Erlöses für einen guten Zweck gespendet wird. Die Einzigartigkeit ist gewährleistet, da jedes Quartett persönlich handnummeriert wird, bevor es verschickt oder in die Shops geliefert wird. Mittlerweile geht es nicht mehr nur um Fußball sondern auch um andere essentiell wichtige Existenzgrundlagen jedes stylebewussten Popkulturisten. Passend und pünktlich zum Frühlingsanfang erscheint in diesen Tagen “Die legendären Wespen stechen wieder” – Das Blechroller Quartett II // Edition: Schaltroller von 1946 – 2012.

Wie beim ersten Blechroller Quartett ist die Verpackung mit einer edlen Lackfarbe im Metallic-Sonderfarbton gestaltet.

Dieses Spiel ist für alle Rollerliebhaber, für Quartett Junkies, Designliebhaber und Detailverliebte. Zu bewundern sind die Topstars: Vespa 150 Sprint Verloce aka JulieV2.0, Vespa 98 aka V98, Vespa 150 GS/3 Gespann aka Rakete, Vespa SS 90 Super, Sprint aka Goldie, Vespa 150 GL aka Grand Luxe, Vespa PK 50 XL aka PK Rawstyler Racer, Hoffmann HC 1954 aka Königin und viele andere (Apemania, Dr. Cox, „Karre“, Donnerknispel….)

Der richtige Moment, um mal folgende Musikfilmchen zu listen:


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Does Internet kill the Musik-Mittelschicht?

sebastian · 26.03.2012 · 4 Kommentare

Nachdem ich mich ja bereits zur aktuellen Diskussion um die Verdienstmöglichkeiten von Musikern im Netz geäußert hatte, wollte ich eigentlich auch noch einen Beitrag schreiben zum Thema „Das Ende der kreativen Mittelschicht“. Denn genau das ist derzeit größte Problem Phänomen. Es gibt nicht weniger Bands oder Musiker (eher mehr) und die großen Acts tragen sich in der Regel alleine durch Ansprüche aus Urheber- und Leistungsschutz gegenüber der GEMA und der GvL. Dafür sorgt alleine das Radio.

Was aber derzeit völlig den Bach runter geht ist die kreative Mittelschicht. Bands, die früher mal 10.000 bis 20.000 LPs oder CDs verkauften, krebsen heute bei Verkäufen um die 1.000 bis 2.000 und bekommen trotzdem nicht annähernd so viel mehr Live-Gage, um dieses fehlende Geld zu kompensieren. Und es kann nicht verleugnet werden, dass das Internet dem klassischen Geschäftsmodell der Indie-Labels den Garaus macht(e). Denn im Gegensatz zu Major-Labels arbeiteten Indies in 99% der Fälle ohne Künstlerexklusivverträge oder angeschlossene Verlage und verdienen somit ausschließlich am Verkauf von Tonträgern. Aus diesen Erlösen konnten sie immer wieder auch vielen Newcomer-Acts ordentliche Produktionen bezahlen (oder vorschiessen). Und diese Erlöse fehlen heute.

Ich will nicht darüber urteilen, ob das gut ist oder schlecht (oder egal)! Ich stelle zunächst mal fest, dass es so ist. Darüber sind sich ja auch eigentlich alle einig! Die Schlussfolgerungen sind aber eben ganz andere (siehe Regener versus Effenberger). Deswegen interessiert mich vor allem Eure Indiemeinung. Ihr seid sie Musiker, Labels und Fans, um die es geht!

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Lights, Camera, Action und der Stern auf der Motorhaube: 5 Deluxe Stern-Videos

sebastian · 12.03.2012 · Keine Kommentare

Brandneu in den Indiecharts und für immer in meinem Herzen! „Mein Mercedes macht mich objektophil, denn ich hab ihn so endlos lieb

(My Mercedes) is my best friend:
http://vimeo.com/35290021

5 Sterne fahr´n Stern. Im Font ne schmucke Deern.. la la la la

„If you wanna be a man with a masterplan, yo you betta get a 190 sport sedan. (i am)

Der Moment, an dem du erkennst, dass Gitarre und Strich 8, Dich noch nicht zum Rockstar macht

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Spotify, Gema, Youtube, Embedding-Gebühren für Blogger: Neues aus dem Rechte-Dschungel

sebastian · 12.03.2012 · Keine Kommentare

Streaming ist Streaming ist… Naja, eben nicht immer gleich Streaming!

Nahezu jeder Musiker, den ich kenne, fordert derzeit eine Beilegung des Streits zwischen GEMA und Youtube und ist dabei offenbar bereit, auf eventuelle Lizenzeinnahmen zu verzichten, hauptsache die Videos werden gezeigt. Deichkind findet klare Worte:

Ob Plattenfirma, Youtube oder GEMA, egal wer dafür verantwortlich ist. Wir wollen, dass unsere Videos zu sehen sind. Regelt euren Scheiß jetzt endlich mal und macht eure Hausaufgaben.Ihr seid Evolutionsbremsen und nervt uns alle gewaltig..

Anders sieht die Sache dagegen aus, wenn es um den Dienst Spotify geht. Morgen startet auch hier der weltbekannte  Streaming-Dienst und halb Musikerschland hasst den Dienst schon jetzt. „Ausbeuter, Abzocker, Verbrecher“ sind noch die nettesten Komplimente. Die Payouts je Stream sind halt wirklich nicht gerade üppig. Aber: Es gibt eben welche! Bodi Bill haben mal vorgerechnet, dass sie von jedem iTunes Download 0,19 Euro erhalten, während sie für jeden Stream bei Spotify 0,0013 Euro erhalten. Das heißt, user müssen einen Song bei Spotify über 100 Mal hören, bis das selbe Ergebnis rauskommt. Oder aber: 10 User hören je 15 Mal einen Song..

Diskussion 1: Was ist einfacher: 15 Leute zum Streamen zu bewegen oder einen zum Kauf einer MP3? Und ist Youtube wirklich keine Konkurrenz zur MP3-Sammlung, aber Spotify schon? Kann man sich streiten, tut man auch!

Gema-Gebühren für Youtube-Videos in Blogs? 
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Videotrailer und Videocasts aus Dresden und Drumherum

sebastian · 11.03.2012 · Keine Kommentare

Nachdem die Kollegen beim Flurfunk neulich einen Blick auf Deutschlands Youtube-Szene geworfen haben, werfen wir mal ein eiliges Auge auf die Youtube-Aktivitäten in unserem lokalen Umfeld.

Auf Spracheffekte als Witzelement setzt zum Beispiel das Espitas. Billig, aber irgendwie: leider geil!

Das neue scheune TV weist ein sehr, sehr geiles Artwork auf, schießt aber völlig am Ziel vorbei, den Leuten Lust auf die einzelnen Shows zu machen! Es fehlt jeglicher musikalischer Bezug und jede persönliche Note. Bitte mit O-Tönen und musikalischen Referenzen optimieren oder auf 30 Sekunden kürzen.

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Lights, Camera, Action and… Freeriders: Neues aus der Videokiste

sebastian · 03.03.2012 · Keine Kommentare

Bist Du ein Freerider? Die hier ja! In jedem Gelände:

Asphalt:
http://vimeo.com/37162393

Tiefschnee

Luft
http://vimeo.com/35981251

Und hier noch ein paar passende neue Beats

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