D!E Gäng – Müde

sebastian · 20.03.2017 · Keine Kommentare

Kinderlieder goes Pop: Der Trend ist nicht ganz neu und ein Segen für alle Eltern, die bei Kinderlieder-Karneval-Compilations ungefähr so reagieren wie die eigenen Kinder auf die Tagesschau oder Spinat.

„Voll aufgedreht“ von Radau erschien bereits 2010 und ist nach wie vor eins meiner Lieblingsalben der Gattung. Nachahmer folgten: „Randale“, „Deine Freunde“ oder die Reihe „unter meinem Bett“ mit Gisberts großartigem „Immer muss ich alles sollen.“

Nun also das angeblich „erste Reggae-Album für Kinder“. (Anmerkung: Da lügt Amazon. Oder die Ohrbooten-Promo-Abteilung. Der Reggaehase Booo war eindeutig vorher da). D!E Gäng, das ist jedenfalls Ohrbooten-Sänger Ben Pavlidis in Zusammenarbeit mit den restlichen Ohrbooten, einer wilden Kinderhorde und den Gästen Johnny Strange (Culcha Candela), Robert Gwisdek (aka Käptn Peng), Sissi Perlinger und Bummelkasten (Rolltreppenmax).

Felix gefällt das!

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Die Negation – Scheusal von Oldenburg

sebastian · 17.03.2017 · Keine Kommentare

Alan Kassab, Christian Bass, Marcel Sasse und  Michael Laur de Manos treiben sich lange schon durch die deutsche und internationale Musiklandschaft, zeigen aber nach eigener Auskunft „keine Spur von Stillstand, Abnutzung oder Routine.“ „Wir waren der Meinung, dass es in Deutschland wenige wirklich räudige Punk-Bands gibt, die noch dazu in deutscher Sprache singen und Zähne zeigen,“ erklärt Die Negation bei Vice ihr Gründungsmotiv und haut mit „Scheusal von Oldenburg“ direkt mal einen erstklassigen Post-Hardcore-Smasher mit klarer Attitüde raus.

Blaues Blut, brauner Geist.

Instinkt ersetzt die Menschlichkeit.
Deine Furcht, erbärmlich. Dein Hass, jämmerlich.
Der schlechte Atem deines Vaters, weiter nichts.
Hast du dich je gefragt, wer du wirklich bist?
Blaues Blut, brauner Geist.
Instinkt ersetzt die Menschlichkeit.
Alles ist wichtiger als Deutschland.
Und ja, alles ist wichtiger als du!
Mit allem was ich habe, bin ich gegen dich.
Freundlich grüßt Die Negation.
Wie kannst du nur hassen, dass Menschen sich lieben.
Menschen sich helfen, sich ein Zuhause geben?

 

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Duke Garwood – Coldblooded

sebastian · 15.03.2017 · Keine Kommentare

Irgendsoein Klugscheißer hat mir mal nachts um 4 im Bluenote an der Theke ein Gespräch an die müden Ohren gebügelt. Seine Theorie war: Ein Mann muss, wenn er jeden Abend eine Frau abschleppen möchte, nichts weiter können als einen Anzug tragen, lässige Moves auf der Tanzfläche beherrschen und… Kung Fu (ehrlich jetzt). Dass der Kerl selber dabei ein kariertes Hemd trug und rein körperlich eher für Präzisionssportarten wie Kegeln und Dart prädestiniert war, muss ich nicht erwähnen (sonst wäre er ja nicht mehr neben mir gesessen). Fakt ist, wenn die hochalkoholisierte Fleischbirne damals recht hatte, dann hat Duke Garwood jede Nacht eine Braut im Schlafwagen vom Bluestrain, wenn er sich da im Video selbst porträtiert (wer seine Live-Videos schaut, findet da ja eher den karohemdtragenden Präzisionssportler).

 

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Malky – mit neuem Album „Where is Piemont“ auf Tour

andrea · 28.01.2017 · Keine Kommentare
1. Februar 2017
20:00 Uhr
scheune, Dresden
VVK: 17 Euro zzgl. Gebühren, AK: 21 Euro

Malkys neues Album »Where is Piemont« erschien im Oktober 2016 und erweitert das Sound-Spektrum des Singer-Songwriter-Duos um europäische Folklore, Orchestermusik und Las-Vegas-Coolness. Was auf dem Debüt „Soon“ bereits angedeutet wurde, findet nun mit berauschender Opulenz und kompositorischer Raffinesse zur Vollendung. Ein auf derart souveräne Weise klassisches Songwriter-Album wird man lange suchen müssen – nicht nur in Deutschland. So heißt es im Pressetext und es stimmt. Die Schublade, in die man das Album stecken möchte, ist geräumig. Wem hängen noch „History of Broken Hearts„, „Soon“ und „Diamonds“ im Gehörgang fest? Mit „Lampedusa“ und „Theodore“ (u.a.) haben Malky neue Lieder geschaffen, die sich nahtlos zu den Hits des Debütalbums hinzugesellen und dort bleiben wollen. 13 Songs enthält „Where is Piemont“, live vorgestellt am Mittwoch, den 1.2. auf der scheune-Bühne.

Support kommt von Ätna, einem Duo aus Dresden, bestehend aus Inéz und Demian Kappenstein, das schräge, schwer fassbare Sounds dem Publikum vor die Füße wirft und es damit beeindruckt zurücklässt.

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Tomas Tulpe – Warum ist der Schnee weiß?

sebastian · 25.01.2017 · Keine Kommentare

Ein musikalisches Meisterwerk ist das ja nicht, was Tomas da ausgepackt hat. Der Text ist auch eher rinnsalig. Aber das Video ist wirklich zum Bepissen (scnr).

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The Molochs – Charlie´s Lips

sebastian · 24.01.2017 · Keine Kommentare

An 60er Pop- und Garagerock-Bands habe ich mich Ende der 90er dermaßen überhört, dass mir der Anblick einer gepflegten Pilzfrisur auf Rollkragenpulli lange Zeit maximal ein müdes Lächeln entlockte. Wie auch immer ich da ausgerechnet auf das Ding hier gestoßen bin, weiß auch nur der Geist von Davy Jones (der von den Monkees, nicht der aus Pirates of the Caribbean)… Wie auch immer: Die neue LP der Molochs bietet ein paar wunderbar eingängige Popsongs, die Fans von Lou Reed und Adam Green gleichermaßen begeistern dürften.

*Was macht eigentlich Woody?

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The Away Days – “Places to Go“ 

sebastian · 24.01.2017 · Keine Kommentare
The Away Days haben vor zwei Jahren medial einige Aufmerksamkeit erregt, was vor allem an der exotischen Herkunft Istanbul liegt. Nicht eben die Shoegaze-Hochburg schlechthin. Mit “Places to Go“ haben sie im Dezember eine sehr eingängige neue Dreampop-Single rausgeworfen, die sich hinter den Songs von Genregrößen wir Beach House nicht verstecken muss. Dieser Song schreit nach einem Einsatz in der Werbung.
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Susso – Ansumana

sebastian · 23.01.2017 · Keine Kommentare

Susso, das ist der Bassist und Produzent Huw Bennett. Auf dem Album „Keira“ (Link zu Spotify) verarbeitet er Eindrücke, Samples und eigene Aufnahmen, die er von einer Gambia-Reise und den dort lebenden Mandinka mitgebracht hat. Das hat verdammt viel Kraft, Groove und Seele! Auf Tonträger, aber wie man hier sieht auch live:

*Für Fetzmann!

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Die Fernwehflüsterin: Dom La Nena – Scenic World

sebastian · 10.01.2017 · Keine Kommentare

Dominique Pinto aka Dom La Nena (“Dom, das kleine Mädchen“) ist vor allem für die ganze sanften und leisen Töne bekannt. Oft nur begleitet von Klavier, Cello oder Gitarre, singt sie in Spanisch oder Portugiesisch intime Balladen im Stile einer Jane Birkin oder Astrud Gilberto.

In „Scenic World“ verführt sie, die in Argentinien und Frankreich aufwuchs, mit ihrer Flüsterstimme und unaufdringlichen Rhythmen ihrer brasilianischen Heimat gleichsam zum Träumen wie zum Tanzen. Schon den nächsten Urlaub gebucht?

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Throwback Thursday: Was macht eigentlich Craig Wedren (Shudder To Think)

sebastian · 05.01.2017 · Keine Kommentare

Shudder To Think waren wohl einer der außergewöhnlichsten Bands zu meiner hardcore Hardcore-Zeit (also ca. 89 bis 95). Mit seiner gleichsam eindringlichen wie soften Stimmlage, die nicht selten mit Freddy Mercury verglichen wurde, hob Sänger und Songwriter Craig Wedren die Band selbst aus dem Pool der damals erstarkenden Emo-Szene heraus. Folgerichtig landete die 86 gegründete Band recht früh beim legendären Dischord-Label und veröffentlichte dort ihr 2. Album „Ten Spot“, das mich damals ziemlich beeindruckt hat.

Mitte der 90er veröffentlichte Shudder To Think bei Epic das Album „Pony Express Record“ und ist damit eine von gerade mal zwei Dischord-Bands, die später auf einem Major veröffentlichten. Zu der Zeit tourte Shudder To Think mit Größen wie den Smashing Pumpkings oder Pearl Jam. Ein bösartiger Tumor des Lymphsystems zwang Wedren und die Band dann dazu, kürzer zu treten und führte zum neuen Ziel, Filmmusik zu schreiben und produzieren. Trotz erster Erfolge dabei, löste sich die Band auf und Wedren arbeitete von nun an solo, arbeitete für Filme und andere Künstler und konnte nach jahrelangen Behandlungen seine schwere Krankheit überwinden.

Laut Twitter arbeitet er gerade an einem neuen Album, von dem man einige Arbeitsproben bei Soundcloud hören kann. Auch darauf sein wird offenbar eine Art Remix des Songs „I Am The Wolf, You´re The Moon“, welchen er neben anderen für den Film „Wet Hot American Summer“ beigesteuert hat. Ein sehr gereifter, hymnischer Folkpop-Song, den ich mit 17 wahrscheinlich schrecklich gefunden hätte. Heute find ich das richtig gut ;-)

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