Bevor Lydmor wieder als Gastsängerin von Bottled In England unterwegs ist, legt sie am kommenden Montag einen kurzen Zwischenstopp in Hamburg ein und wird im Aalhaus eine Solo-Show spielen. Für vorweihnachtliche Gemütlichkeit sorgt das Aalhaus mit Glühwein und Waffeln.
Mit ihrem Debütalbum A Pile Of Empty Tapes (spotify) hat mich Lydmor im Oktober voll erwischt. Seitdem begleiten mich ihre Songs fast überall hin.
In den vergangenen Monaten war Lydmor mit ihrem Soloset in Dänemark für mehrere Termine, unter anderem auch als Support von WhoMadeWho, zu erleben. Von ihrem Auftritt auf dem Bands of Tomorrow Festival schwärmt Marie Raasthoej Hansen [auf Dänisch; darum googletranslatet]:
»There is not much else to say other than that this is insanely good! She talks between numbers with a slightly nervous and theatrical appearance, and she seems sweet and dangerous at the same time. [...] There is skill and intensity behind the music. The text is well-written, which one particular note in the quiet, newly written number on red wine, cigarettes and deprivation, who settled in the heart and the brain and has been there ever since. Her voice is beautiful, heartfelt and playful. The soundstage pick you up and take you to whatever you want to or not.«
Bottled In England haben heute den ersten Song von ihrer neuen Architect EP veröffentlicht. Für Gesang und Text holte sich das Duo dieses Mal Troels Abrahamsen, den Sänger der dänischen Electro-Rocker Veto, ans Mikro bzw. an den Notizblock.
Neben Troels Abrahamsen erklingen auf der Architect EP auch die Stimmen von Lydmor, Michael Manky und Maria Mortensen (Scarlet Chives). Jeder der vier ausdrucksstarken Vokalisten interpretiert den typischen Bottled In England-Sound auf seine jeweils individuelle Art. Mit diesem Konzept zeigen Bottled In England (wie auch schon beim Free Download Package BIE presents) erneut die enorme Bandbreite und Vielfältigkeit ihrer Songs. Die Grundstimmung bleibt düster und treibend, findet aber auch auf der Architect EP wieder einen spannenden Kompromiss zwischen den wilden Live-Shows und Wohnzimmer- bzw. Alltagstauglichkeit.
Bevor die Architect EP hierzulande am 15.2. erscheint, kommen Bottled In England mit Lydmor und Michael Manky nächste Woche für einige wenige Termine zurück nach Deutschland:
18.12. Passau, Camera Club
19.12. München, Backstage
22.12. Chemnitz, Weltecho
Wir sehen uns in Chemnitz!
Ravens & Chimes waren im März schon mal in Dresden, damals in der scheune, bei einem schlecht besuchten Konzert, welches die Anwesenden aber durchgängig begeisterte. So jedenfalls die einhellige Antwort auf meine stichprobenartige Publikumsbefragung. Eine neue Chance gibt es am Freitag im Ost-Pol.
Ravens & Chimes schreiben Songs für lange Nächte und frühe Morgenstunden, hin und hergerissen zwischen lauten Gefühlen und leisen Zuneigungen.
Jazz, Funk, Dub, Soul, HipHop, Dancehall, Turntablism – Chinese Man könnten heute in der scheune die Massen gut ins Schwitzen bringen. Hitzewellen kurz vor Weihnachten.

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»Es gibt ja heutzutage eine ganze Armee von bärtigen Troubadouren auf Dauerreise, die mit der Gitarre bewaffnet ihre Lieder durch die Welt tragen. Ehrlich gesagt, es gibt uns gerade ein paar zu viele davon. Aber glücklicherweise gibt es auch noch so Typen wie Dan Mangan, der nur so aussieht, aber erfreulicherweise aus gänzlich anderem Holz geschnitzt ist. Er verhält sich zu der ganzen durchschnittlichen Singer/Songwriter-Lagerfeuer-Streitmacht, die über unsere Bühnen marodiert, wie der Zahnarzt zur Putzfrau (oder hat schon mal jemand von einer Wurzelkanalbehandlung mit der Klobürste gehört?). Dan Mangan also. Golden Boy in Kanada (wen rief der Premierminister an, als Musik für den Besuch von Kate und William gebraucht wurde? richtig!). Spielt in Vancouver vor mittlerweile zweieinhalbtausend Menschen. Hat uns beim Haldern Festival eine Sternstunde der Rockmusik (laut) beschert. Ist eine unglaubliche Type und überzeugt nicht nur mit seiner außergewöhnlichen, raumgreifenden Stimme, sondern auch mit seinem ganz speziellen Humor.«
CITY SLANG
Support: Jason Collett
Mumford & Sons spielen mittlerweile in der atmosphärischen Mitsubishi Electric Halle in Düsseldorf, im Berliner Velodrom oder der sagenumwobenen Sporthalle Hamburg. Selbstredend sind alle Konzerte der Tour im Frühjahr 2013 ausverkauft. Ursprüngliche Kartenpreise von 36 Euro schießen auf dem Schwarzmarkt längst über die 100er Marke. Schade drum. Weit davon entfernt in Sachen Status sind Torpus & The Art Directors aus Niebüll – flaches Land, Deiche, umliegende Ortschaften enden bevorzugt auf -büll, -rup, -by, in Sichtweite zu Sylt. Musikalisch wiederum siedeln die Nordfriesen durchaus in der Nähe der oben genannten britischen Folk-Truppe. Und auch die Fleet Foxes schimmern beim Hören des im Oktober dieses Jahres auf Grand Hotel van Cleef veröffentlichten Torpus-Albums „From Lost Home To Hope“ durch. Mehrstimmigen Chorgesang, Banjo sowie alle anderen erforderlichen Zutaten für wohlige Mitschunkelmelodien bringen die Küstenbewohner am Dienstag ins Societaetstheater. Nur die Sache mit den Art Directors, die müssen sie nochmal erklären. Die ziemlich einfallslosen Videos nämlich dienten mir nur als Musikstream.
Als Support spielt die Dresdner Band Hellkamp.
Vor etwa anderthalb Jahren stellte ich Snorri Helgason ausführlich mit Videos und Streams verlinkt in einem Beitrag vor. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen, außer, dass Snorri samt All-Star-Band (mit Musikern von Múm, Sin Fang, Hjaltalin) nun auch in Dresden vorbeischaut, passenderweise mit seinem Album “Winter Sun” am Nikolaustag. Ein Glühwein vorher und vielleicht ja auch erste Stapfen im Schnee.. dann rein in plüschige Kinosessel und zur Ruhe kommen.
Scott Matthew, Barde mit Bart, mutig zerbrechlich, singt als Rausschmeißer bei seinen Konzerten mit Vorliebe Coversongs.
Im Mai 2012 präsentierte Scott Matthew erstmalig beim Orange Blossom Festival seine persönliche „Hitliste“, bei der er auf seine eigene, ganz besondere Art und Weise seine Lieblingssongs von anderen Musikern interpretierte. Mit diesem Programm ist er jetzt im Societaetstheater zu Gast.
Eigentlich eine sehr interessante Frage, welche Musik Musiker privat am liebsten auflegen, zum Joggen mitnehmen oder bei Autofahrten genießen. Von Reptile Youth wissen wir ja, dass sie nicht mal ihr eigenes Album hören.
Scott Matthew’s personal hit parade – mit Interpretationen von Morrissey, Neil Young, Withney Houston, Rihanna und sicher auch einigen anderen Überraschungen.
“Conceptual Vandalism” Contemporary Art on Trains. Urban Script Continues 2012
Mitte der 1980er schwappte das US-amerikanische Phänomen U-Bahn Wagen zu besprühen nach Europa über. Da es in wenigen Städten großflächige Metrosystem gab, konzentrierte man sich auf andere Nahverkehrsmittel . S-Bahnen und Regionalzüge schienen das perfekte Pendant zu sein, um die amerikanischen Vorbilder zu imitieren. Die Writing Ideologie “Schreibe deinen Namen so oft wie nur möglich auf Zügen” wurde dabei übernommen.
Seit 2000 sind neue Tendenzen zu entdecken. Das simple Namedropping wurde einer Gruppe Sprüher zu langweilig. Sie entwickelten neue Strategien auf Zügen zu malen. Bis 2009 war es eine kleine Gruppe an Zugkünstlern, die sich vom klassischen Writing auf Zügen getrennt haben. Seitdem scheinen, durch den Einfluss des Internets, immer mehr Writer das “Züge Verkunsten” als ernsthafte Strategie zu begreifen.Conceptual Vandalism fasst eine Gruppe Zugmaler zusammen, die bereits vor 2009 im non-writing Kontext konzeptuell auf Zügen arbeiteten.
Die Originalkunstwerke werden in Deutschland immer binnen kürzester Zeit zerstört. Die Fotografie ist das am weitesten verbreitete Medium zur Dokumentation der Werke. Deshalb zeigt die Ausstellung vor allem dokumentarische Fotografie. Ergänzt wird der Inhalt durch Skizzen, Objekte, Videos und Internetinhalte.
An der Ausstellung beteiligen sich Künstler, die nicht öffentlich in Erscheinung treten. Die Künstler agieren ausschließlich im Untergrund. Zugmalerei ist bis heute illegal und wird strafrechtlich verfolgt.
Seit 2010 sammelt der Kurator Jens Besser auf dem Trainworks-Blog non-writing Zugmalereien im Netz. Nun werden erstmals unveröffentliche Bilder seiner umfangreichen Recherchen gezeigt.

Vernissage Fr 30.11.2012, 20 Uhr
30.11.2012 – 12.1.2013
Öffnungszeiten Di-Fr 16-20 Uhr, Sa 14-18 Uhr
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