SPOT Festival 2013

kristin · 25.04.2013 · Keine Kommentare
3. Mai 2013 bis 4. Mai 2013
Location siehe Text, auswärts
Aarhus (DK)

Das SPOT Festival im dänischen Städtchen Aarhus ist mir als eines der schönsten und – speziell für mich – wichtigsten Festivals des letzten Jahres in Erinnerung geblieben. »Große Chancen lauern überall«, schrieb ich kurz vor dem allerersten Festival, das ich als akkreditierter Medienvertreter besuchen durfte. Und manchmal werden aus kleinen Ideen und Hoffnungen große und wichtige Entscheidungen. Ich habe mich auf dem SPOT Festival 2012 nicht nur in Bottled In England, Asbjørn und einmal mehr in Nils Frahm verliebt, sondern ich habe auch neue Freunde und Kollegen kennengelernt – und einen neuen Job gefunden. Ein reichliches halbes Jahr darauf habe ich mich von Dresden verabschiedet, um in die schönste Stadt Deutschlands zu ziehen. Für eine Arbeit, die jeden Tag mit Musik zu tun hat und hin und wieder auch mit Bottled In England.

SPOT Festival 2012 - Foto: Thorsten IversenNächste Woche ist es endlich wieder soweit: Das SPOT Festival lädt nach Aarhus. Die Akkreditierung ist ausgedruckt, der Platz im Bus reserviert, Bottled In England spielen einen geheimen Gig und neben den bereits gefundenen musikalischen Leckerbissen gilt es wieder jede Menge Newcomer zu probieren. Auf meiner Must-See Liste in diesem Jahr:

Artificial Brothers – Seit einem Jahr habe ich die bis jetzt noch immer und überall verpasst.

Ásgeir Trausti – Hat die Aufgabe, gute Erinnerungen ans Iceland Airwaves 2012 aufzufrischen. Wie der isländische Superstar wohl in Dänemark ankommt?

Bloodgroup – Das neue Album Tracing Echos ist so überraschend anders (gut!) geworden, als ich es nach den letzten beiden erwartet hätte. weiterlesen…

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Buke and Gase diese Woche in Hamburg und Dresden

konzertagenda · 22.04.2013 · Keine Kommentare
23. April 2013
20:00 Uhr
Hafenklang, Hamburg
VVK: 11,70 €, AK: 14 €
24. April 2013
21:00 Uhr
Beatpol, Dresden
Special Show, AK: 5 €

Buke and Gase sind Arone Dyer an der Buke (eine umgebaute ehemalige Bariton-Ukulele, Eigenbau aus Autoteilen) und Aron Sanchez an der Gase (ein selbst gebauter Gitarre/Bass-Hybrid), gegründet 2008 in New York City. Beide spielen mit allen Extremitäten ihre Instrumente auf der Bühne, die Füße bedienen dabei Perkussionsinstrumente. Doch zwischen Instrument und verstärktem Klang steht eine Armada an Effektenpedalen und Erfindungen aus ihrem Bastelkeller. So entsteht ihr typischer Sound, den nachzumachen nahezu unmöglich ist. Ihre Liveshows sind daher stets eine visuelle und klangliche Offenbarung, über die sich Dyer’s supermelodische Gesangslinien schlängeln.

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Mit ihrer jüngsten EP Function Falls im Rücken, einer ausgedehnten UK- & US-Tour mit Deerhoof, weiteren Showcases mit Flying Lotus und Death Grips und gleich zwei Einladungen zum legendären ATP-Festival (von Shellac und ihren guten Freunden The National), kommen Buke and Gase mit General Dome zurück. Ihre erste Single-Auskopplung Hiccup wurde bereits ausgiebig bei Noisey gefeiert und steht dort zum kostenlosen Download bereit.
General Dome erscheint im Februar 2013 bei den Dresdner Labels Discorporate Records und Altin Village – und wird von einer Headliner-Tour in Nordamerika, Australien und Europa begleitet.

Hamburg: (Infos)
Fang Island, Buke and Gase, No Spill Blood

Dresden:
Special Show! Tickets gibts nur an der Abendkasse zum Preis von 5 Euro.
Support: Tarantatec

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Holt die Segel ein: Honningbarna kommen über Dresden

sebastian · 13.04.2013 · Keine Kommentare
25. Mai 2013
21:00 Uhr
Beatpol, Dresden

Dieser Moment, wenn Musik Dir den totalen Kick gibt. Wenn Du das Fenster Deiner Karre aufreissen willst und Deine Begeisterung in die Welt schleudern wie in den letzten Minuten einmaliger Champions League Spiele (oder nach Treffern von Marcus Marin). Wenn Du wieder nackt mit den Kumpels in den Kanal springen willst, in beiden Händen eine Karlsquell-Dose. Luftgitarren. BMX-Räder. Dead Kennedys. Yuppicide. Rock.

Die letzte Band, der das gelungen ist, sind Honningbarna. Astreine Jungs aus der tiefsten norwegischen Provinz. Kristiansand. Weiß der Geier, wo das ist. Wen interessiert´s? Es wird nicht anders sein als in Löbau oder Rodenkirchen (Wesermarsch). Mit treibenden Stakkato-Gitarrenriffs á la Hives, dem originellen Einsatz von Cello-Attacken und den leidenschaftlichen Singalongs in ihrer seltsamen mystischen Heimatsprache legt sich die Band um Frontmann Edvard Valberg mit Politik, Establishment und Langeweile an. Immer wieder überraschen sie mit ganz besonderen Momenten und heben sich damit vom Punkrockallerei mächtig ab. Dafür sorgt auch Produzent Pelle Gunnerfeldt (The Hives, Refused), der da sagt ‘Honningbarna is a great – maybe the only – rock n’ roll band in a dying genre. The blazing guitars, furious boy choir, it truly is bliss to take in. Loud.’ Full Ack, Pelle!

Honningbarna  haben Norwegen im Sturm erobert und werden auch Deutschland überfahren. Am 25.05. ist Dresden fällig. Der Beatpol wird beben.

Im Gepäck haben sie dann ihr neues Album “Verden er Enkel”, welches in Deutschland vom umtriebig leidenschaftlichen Label Sound of Subterrania veröffentlicht wird. Hier eine Kostprobe daraus, die wir ja bereits gebührend gefeiert haben:

Aber auch schon vor der Zusammenarbeit mit Pelle Gunnerfeldt hat das schon ordentlich geknallt, wie dieses Fanvideo eines älteren Titels zeigt:

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Anna von Hausswolff morgen in der scheune

andrea · 11.04.2013 · Keine Kommentare
12. April 2013
21:00 Uhr
scheune, Dresden
AK: 12 €

Ja, es ist ein wunderbares Lied: Mountains Crave von Anna von Hausswolff. Orgel und Stimme schieben sich widerstandslos ins Ohr, alles, wirklich alles passt.
Die Tochter eines Komponisten, die mit vollständigem Namen auch noch Anna Michaela Ebba Electra von Hausswolff heißt, ist Mitte 20 und mit ihrem zweiten Album Ceremony erst kürzlich bei City Slang untergekommen. Die Schwedin macht entgegen der Mehrheit ihrer Landsleute keinen düdelnden (Electro-)Pop, sondern wuchtige, sakrale, düstere Musik zwischen Klassik und Post Rock, auf die man sich einlassen muss – nicht unbedingt alltagstauglich, aber live sicherlich ein Erlebnis. Morgen in der scheune.

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Roskilde Road Trip – Orange Feeling in Hamburg

kristin · 31.03.2013 · Keine Kommentare
15. April 2013 bis 20. April 2013
MS DOCKVILLE Kunstcamp, Hamburg
Eintritt frei
Infos: @Facebook

Roskilde Road Trip Hamburg 2013Das dänische Roskilde Festival (29.6. – 7.7.2013) wird gern als die Mutter aller Festivals bezeichnet und ist mit etwa 115.000 Besuchern eines der größten in Europa. Ich war noch nie dort, darf mich aber seit kurzem zu den bis zu 25.000 unbezahlten Freiwilligen zählen, die jedes Jahr mithelfen, das Festival auf die Beine zu stellen und durchzuführen.

Roskilde Road Trip - Foto: PressefotoDamit Leute wie ich die alljährlichen begeisterten Schilderungen treuer Roskilde-Anhänger vom sagenhaften »Orange Feeling« vorab schon einmal persönlich erahnen können, schickt das Roskilde Festival seinen kleinen Bruder, den Roskilde Road Trip vom 15. bis 20. April in fünf nordeuropäische Städte, zu denen in diesem Jahr auch meine neue Heimatstadt Hamburg gehört. Dazu kooperiert das Roskilde Festival mit dem hier ansässigen MS Dockville Kunstcamp, das im Vorfeld zum MS Dockville Festival (16. – 18.8.) für mehrere Wochen ein kreatives Umfeld für künstlerische Arbeiten und Projekte schafft, die in die Gestaltung des MS Dockville Festivals einfließen. Dass die Beteiligten in diesem kreativen Umfeld bzw. einem alten Laborgebäude nicht nur gemeinsam arbeiten, sondern auch leben, schlafen und essen, klingt ganz schön hippie, ist Kreativität und Gemeinschaftsgefühl aber bestimmt zuträglich.

Für den Roskilde Road Trip jedenfalls ist eine ganze Woche lang ein vollgepacktes Programm aus Workshops, Kunst, Performances und Konzerten geplant. weiterlesen…

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Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi – Expedition ins O

kristin · 31.03.2013 · Keine Kommentare
13. April 2013
20:00 Uhr
Uebel & Gefährlich, Hamburg
VVK ab 15 €
20. April 2013
21:00 Uhr
Beatpol, Dresden
- ausverkauft -

Wenn dein Herz plötzlich einen Beat schlägt, vor deinem Fenster Socken vorbeifliegen und du nur noch in Reimen träumst, dann ist – Peng! – der Käptn wieder am Start.
Dieses Mal hat er außer seinem Bruder, dem Beatmaster Shaban, seine überaus geschätzte Live-Band, die Tentakel von Delphi, dabei. Diese wiederum bespielt all die liebenswerten Instrumente, den Besen, die Töpfe und die Tonnen, die Gitarre und den Kontrabass, zu denen wir in den vergangenen zwei Jahren schon einige Male ausgelassen getanzt haben, und gestaunt: Damit kann man Hip-Hop machen? Ey yo!

Käptn Peng und die Tentakel von Delphi - Expedition ins ONach Die Zähmung der Hydra ist die Expedition ins O das zweite Album der Gebrüder Gwisdek, aber das erste, das mit kompletter Bandbesetzung eingespielt wurde. Eigentlich war die Veröffentlichung der Expedition schon für das zweite Halbjahr 2012 angekündigt, aber die längere Erholungsphase nach dem erschöpfenden Kampf mit der Hydra war auszuhalten und hat der Expedition ins O mit Sicherheit nicht schlecht getan. Dass der Tentakelsound mit echten Instrumenten und Klanggerätespielereien tausendfach wärmer und organischer klingt, als die synthetische Soundausstattung, mit der Käptn Peng und Shaban auf ihrem Debüt allein gegen die Hydra antraten, versteht sich von selbst.

Die Expedition startet am 12.4. und es gibt ein Wiederhören mit einigen liebgewonnenen Stücken, die Käptn Peng und Co. in launigen YouTube-Clips zusammengetragen haben (1234pengpengpeng, Die Tentakel von Delphi). Neben einigen ganz neuen Songs erklingt mit Oha einer, der nach der YouTube-Version (2009) und der auf der Hydra (2012) nun in einer dritten Fassung daherkommt. Trotz oder gerade wegen der perfektionierten Produktion(en) – an den etwas rumpeligen Charme des ersten Wurfs reicht keiner der nachfolgenden heran. Früher war eben doch immer alles besser.

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Half Moon Run – Weltruhm: Check!

kristin · 30.03.2013 · Keine Kommentare
5. April 2013
20:00 Uhr
Kulturhaus III & 70, Hamburg
Verlosung

Sie so (2015): “Ich hab die ja damals noch vor 70 Leute gesehen”
Er so: “Ich will ein Kind von Dir!”

(FB-Post, 21.05.2012)

Über Half Moon Run ist auf dem Mittelstern eigentlich alles gesagt worden: In Sebastians Liebeserklärung an den Song Full Circle vor einem Jahr, kurz darauf in seiner Ankündigung des Konzerts im Thalia als “letzten Halt vor Weltruhm” und in der Zusammenfassung des “musikalischen Volltreffers” von Gastschreiberin Jule.

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Auf dem Iceland Airwaves gab es ein spektakuläres Wiedersehen mit Half Moon Run, die – inzwischen zu viert – in verschiedenen, proppevoll gefüllten, Spielstätten für ausnahmslos begeisterte Blicke und Gespräche sorgten. Nachdem sie anschließend in den USA, Australien und in ihrer Heimat Kanada unterwegs waren, sind sie nun zurück in Europa. Als Special Guests supporten sie die ausverkaufte Tour von Mumford & Sons! weiterlesen…

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Retro Stefson – Let it all glow

kristin · 27.03.2013 · Keine Kommentare
16. April 2013
20:00 Uhr
Kulturhaus III & 70, Hamburg
Verlosung
20. April 2013
22:00 Uhr
Postkantine, Dresden
Verlosung
23. Mai 2013
20:00 Uhr
Neues Schauspiel, Leipzig
FB-Event

Es brauchte einige Überredungsversuche, bis ich Retro Stefson endlich eine Chance gab, sich mit einer ihrer mitreißenden, schweißtreibenden Live-Shows in meine Aufmerksamkeit zu spielen. Aber dann: Bäm!
Die Musik der Isländer hat es trotzdem nie bis zu mir nach Hause geschafft.

Spätestens mit ihrem neuesten Album, das am 29.3. über das neue brudereigene Label Les Frères Stefson erscheint, wird nun alles anders. Das inzwischen dritte Werk heißt wie die Band selbst und setzt damit ein schönes Zeichen: Retro Stefson haben sich musikalisch endlich gefunden. Unterstützt wurden sie dabei von ihrem Landsmann Hermigervill, der das Album produziert und Retro Stefson behutsam zu einem modernen, coolen Sound verholfen hat.

Trotz aller bunter Genremixerei, auf die Retro Stefson natürlich nicht verzichten, klingt Retro Stefson homogen, ausgeglichen und um einiges elektronischer als die Vorgänger. Da mindestens die Hälfte der Songs in den vergangenen Jahren bereits live für gut befunden werden duften, sind sie vor allem auch eins: Tanzbar. Retro Stefson leuchtet nach Disco, ohne auf die aktuelle Electro-Pop- bzw. 80er Retrowelle aufzuspringen. Und ich persönlich habe eine riesen Freude an den Momenten, in denen die außerirdischen Sounds des rotbärtigen Hermigervill durch die Songs zwinkern. weiterlesen…

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Claim – Record Release Konzert in der Groovestation

kristin · 17.03.2013 · 1 Kommentar
19. März 2013
21:00 Uhr
Groovestation, Dresden
VVK: 5 Euro, tanteleuk.

Nach vierzehn Jahren Bandbestehen und ihrer ersten EP, die 2003 erschien, bringen Claim aus Dresden/Oederan kommenden Dienstag ihre zweite EP Constant raus und laden am selben Abend zur Releaseshow in die Groovestation. »Aber Vorsicht, die EP bläst dich um«, werde ich gerade noch vorgewarnt, da fliegen mir schon, wie im professionellen Pressetext angekündigt, vier »schmissig, noisige Popcorehymnen« um die Ohren, »die durchaus das Zeug haben, attraktiven jungen Mädchen ein Quiecken [sic!] abzuringen«. Jawoll. Jung und attraktiv, da möchte ich keinesfalls widersprechen.

Claim - »Das haben wir mit Selbstauslöser gemacht! Weil wir eine arme Band sind!«

 

Vier Songs (x, xx, xxy und xxyy) – vier Jungs, von denen drei außerdem bei Dresdens Emofolkexport Garda musizieren; Claim sind eine Band ohne Konzept, die nichts anderes wollen, als zusammen Musik zu machen. Deswegen kümmern sie sich nur um sich selbst und ihre Songs. Das kann schon mal dauern. Ansonsten sind Claim schlecht aufgestellt – die letzte Neuigkeit auf ihrer Website ist von 2007, für Marketing interessiert sich, man ahnt es, keiner.

Die wichtigsten beiden Informationen über Claim erfahre ich dennoch, sogar aus erster Hand: »uns gibt’s schon seit 1999 und wir sind cool!«

Dem habe ich nichts hinzuzufügen.

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Ausgehtipps für Humoristen und Melancholiker

andrea · 14.03.2013 · Keine Kommentare
15. März 2013
21:00 Uhr
Beatpol, Dresden

Am morgigen Freitag gibt es Ausgeh-Empfehlungen für die Spinner, Humoristen und Biertrinker, aber auch für die Melancholiker, Weinschwenker und schräg-geneigten-Köpfe:
Erstere feiern mit Rocko Schamoni in der scheune dessen Krönung zum King und neue Songs & Stories (alte aber auch!) mit wirklich irren Versprechungen:

Verschiedene moderne Showtechniken werden bei diesem Programm der Superlative zum Einsatz kommen (Licht, Sound, Bestuhlung, etc.). Sie dürfen gespannt sein!

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Letztgenannte fahren in den Beatpol, um I Am Kloot zu lauschen, deren aktuelles Album beim Rolling Stone noch im Stream hörbar ist und sehr schön beschrieben:

“Hallo Dunkelheit, alter Freund. Die Festbeleuchtung ist bald wieder aus, das Feuerwerk verglüht, der Frühling ein vages Versprechen. Und I Am Kloot schenken den Tresenhängern, den Stadt-Desperados und den an Liebe und Leben Verzweifelten wieder mal zehn wunderschöne, schwarzsamtig leuchtende Lieder.”

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