Viele faszinierende Bilder gibt es in Büchern (unbedingt mal angucken, irre!), die mir (noch) zu teuer sind, das Heidelberg Project hab ich selbst schon begutachten dürfen (ein bisschen unheimlich) und die Atmosphäre in der Stadt ist schwer zu beschreiben: menschenleere Strassen, dampfende Gullis, ein bestens besuchtes Baseball-Stadion, eine wenig genutzte Ringbahn (Detroit People Mover – perfekt für Sightseeing), Familien im Restaurant, Arbeitslose auf den Stufen ihrer Häuser. Lustigerweise ist die Dresdner Neustadt an einem Sonntagmorgen 8 Uhr ähnlich still und scheinbar verlassen – zwar anders, aber ähnlich post-apokalyptisch :)
Aus Wien wurde mir der folgende Tipp zugespielt: Kiss Me Yesterday. Der erste Check bei Youtube ging zwar nicht unbedingt ins Auge, aber sehr gut ins Ohr und in den Tippelfuß.
Die Selbstbeschreibung pumping beats, jazzy samples, romantic grooves and sweet breaks meet a jazzy saxophone and an incisive and soft voice triffts hervorragend. Da bekomme ich ja fast Lust, mal wieder auf ne Party zu gehen. Schönes Wochenende! (Und Danke, B.)
12. Mai 2012, 13:00 Uhr bis 13. Mai 2012, 20:00 Uhr scheune
Auf dem Hechtfest, in der Blauen Fabrik und in der scheune – das T-Shirt Festival wächst seit zwei Jahren unermüdlich: am Wochenende wird im Gegensatz zum etwas vollgestopften Aufbau im Dezember auch noch der Saal als Ausstellungs- und Verkaufsfläche hinzugezogen, sogar ein Catwalk soll entstehen, der 20 Uhr beschritten wird. Samstagnacht wird durchgetanzt, Idealfun mit Credit00, Vogelmenach, Bronko T! DaWanda ohne Computer – kreativ und selbst gestaltet, Textilien und Schmuck – zwei Tage und eine Nacht zwischen Siebdruck, Kunst und Party. High five!
Über die Niederländer Moss haben wir erstmals im Rahmen des letztjährigen Sound of Bronkow berichtet, überprüften im Januar noch einmal die Eingängigkeit des Amsterdamer Quartetts in einem Soundcheck und können nun verkünden, dass die Jungs ihren dynamischen Indie-Pop aus mittlerweile drei Alben am Samstag im Beatpol vorstellen werden.
Die fast schon verblüffende Leichtigkeit ihrer abwechslungsreichen Songs erinnert an Acts wie Phoenix, die Happy Mondays oder den legendären Teenage Fanclub, ihre Experimentierfreudigkeit wiederum an Kashmir oder auch die Flaming Lips.
Und noch eine Entdeckung aus Skandinavien, ebenso Musik zum Liegenbleiben, nicht ungeeignet aber auch zum entspannten Eingrooven: Electronica mit souliger Stimme, Trip Hop Rückgriffen und Herzschlag-Bass, das sind Tommi und Hanna, das sind Phantom aus Finnland – stop running – I’m in a loveloop. Erst seit Anfang diesen Jahres gemeinsam am Musizieren entsteht hier Kopfhörermusik, sound of distance. Bitte folgen: http://www.facebook.com/wearephntm
Synthetic landscapes, heartfelt lyrics and catchy choruses. The wonderfulness of “Save Yourself EP” is in its melodic grandeur, while almost not being there at all. The EP is a strong letter of intent from the Norwegian female duo: a collection of songs that crafts breezy summer hooks and melts them with scandinavian winter.
Zwei Mädels aus Bergen, Marte und Maria, sind Machine Birds, machen Musik zum Liegenbleiben, das ist nix für Dienstag, Alltag, 14 Uhr, das ist Ambient-Pop, episch und niedlich, schlicht schöne – teils geloopte – Electronica mit einer Stimme, die unter Kopfhörern Gänsehaut verursacht und mit “Save yourself” den perfekten Abspann für eine Twin Peaks-Neuverfilmung liefert.
Ein Isländer namens Snorri Helgason zupft die Gitarre, produziert mit Mastermind Sindri Már Sigfússon (Sin Fang, Seabear), singt mit kratziger Stimme Lieder zwischen Folk, Americana und Pop zum Mitsummen und Fingerschnippen und wieder einmal fragt man sich, wie es dieses Land mit 320.000 Einwohnern – weit weniger als Dresden zu verzeichnen hat! – schafft, so unfassbar viel mitreißende, professionell aufbereitete, unbeschwert-unverkrampfte Musik zu schaffen, die neben der unglaublichen Natur zum überzeugenden Botschafter der Insel wird. Nachwuchssorgen müssen sich die Nordlichter angesichts junger Künstler wie Tilbury, Of Monsters and Men, Sóley, FM Belfast etc. ja offensichtlich auch nicht machen. Herrliche Welt!
99 songs up in my head, gotta get ‘em out before I’m dead