Fil Bo Riva – „If You‘re Right, It‘s Alright“

andrea · 21.04.2017 · Keine Kommentare
23. April 2017
20:00 Uhr
Groovestation, Dresden

Der Typ sieht nicht nur aus wie Hennig May von AnnenMayKantereit, er klingt auch so. Etwas verbimmelt und schnoddrig dreinblickend, kratzt die Stimme von Fil Bo Riva am Reibeisen, faucht dich an, wickelt dich ein. Ein Mädchentyp. Lustigerweise tourte Fil Bo Riva ausgerechnet mit AnnenMayKantereit durch Deutschland. Das passt ja. Ich find den jetzt auch gut. Unaufdringlich eindringlich. Seine Songs „Franzi“ und „Like Eye Did“ ließen mich seit langem mal wieder aufhorchen und die Play-Taste wiederholt bedienen. Vielleicht geht’s Euch ja auch so. Dresdner können ihn am Sonntag, den 23.4. in der GrooveStation erleben. Viele weitere Konzerte seiner Tour sind bereits ausverkauft.

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E. Lockhart – We Were Liars

andrea · 29.01.2017 · Keine Kommentare

In den letzten Monaten habe ich mir nach langer Durststrecke endlich endlich endlich das Lesen wieder angewöhnt und meine Eindrücke zwischen Empfehlung und Verriss möchte ich Euch nicht vorenthalten.

We Were Liars

Ein unvorhersehbares Ende und eine damit einhergehende Einordnung in eine gewisse Sparte, die von mir ziemlich konsequent ignoriert wird – beinahe hätte ich mich selbst um ein kurzes, aber intensives Leseerlebnis gebracht, doch zum Glück weiß man ja eher selten, wie ein Buch ausgeht. ;-)

Im Zentrum der Erzählung We Were Liars stehen die vier ältesten Sprösslinge einer altehrwürdigen, reichen und durchaus klischeebehafteten amerikanischen Familie, die gemeinsam mit den Großeltern, Tanten, Cousins und Cousinen die Sommer auf einer Privatinsel verbringen. weiterlesen…

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Malky – mit neuem Album „Where is Piemont“ auf Tour

andrea · 28.01.2017 · Keine Kommentare
1. Februar 2017
20:00 Uhr
scheune, Dresden
VVK: 17 Euro zzgl. Gebühren, AK: 21 Euro

Malkys neues Album »Where is Piemont« erschien im Oktober 2016 und erweitert das Sound-Spektrum des Singer-Songwriter-Duos um europäische Folklore, Orchestermusik und Las-Vegas-Coolness. Was auf dem Debüt „Soon“ bereits angedeutet wurde, findet nun mit berauschender Opulenz und kompositorischer Raffinesse zur Vollendung. Ein auf derart souveräne Weise klassisches Songwriter-Album wird man lange suchen müssen – nicht nur in Deutschland. So heißt es im Pressetext und es stimmt. Die Schublade, in die man das Album stecken möchte, ist geräumig. Wem hängen noch „History of Broken Hearts„, „Soon“ und „Diamonds“ im Gehörgang fest? Mit „Lampedusa“ und „Theodore“ (u.a.) haben Malky neue Lieder geschaffen, die sich nahtlos zu den Hits des Debütalbums hinzugesellen und dort bleiben wollen. 13 Songs enthält „Where is Piemont“, live vorgestellt am Mittwoch, den 1.2. auf der scheune-Bühne.

Support kommt von Ätna, einem Duo aus Dresden, bestehend aus Inéz und Demian Kappenstein, das schräge, schwer fassbare Sounds dem Publikum vor die Füße wirft und es damit beeindruckt zurücklässt.

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Sarah Jaffe – whatever you put out I’m gonna buy it – so, what’s your latest

andrea · 04.11.2016 · Keine Kommentare
8. November 2016
21:00 Uhr
Beatpol, Dresden

Finally…! Vor fünf Jahren (!) gab es hier auf Mittelstern schon einmal einen Soundcheck zu Sarah Jaffe und nun kommt die Texanerin tatsächlich in den Beatpol. Clementine, blieb in meinen Ohren damals am hartnäckigsten hängen und würde auch heute noch in der Playlist landen, aber Sarah Jaffe kann mit ihrer einnehmenden Stimme eben nicht nur Pop. Als musikalisches Kaleidoskop bewegt sie sich auf mittlerweile drei Alben durch die Genres, kann sehr lebendig rocken, zu Elektrobeats wackeln, einem immer wieder verdammt nahe kommen – und man nimmt es ihr immer auch ab. Am 8.11. in Dresden, am 18.11. in Hamburg. Vorverkaufstickets kosten so um die 11 Euro.

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Gute Reise, Kristin!

andrea · 01.11.2016 · Keine Kommentare

Kristin geht nach Kanada, das Land endloser Weiten voller Eishockey-Arenen, Männern in Holzfällerhemden und Ahornsirup zu jedem Menü. Das sind natürlich Klischees, das weiß ich, seit ich tagelang durch endlose Weiten mit dem Zug von Vancouver nach Toronto fuhr, beinahe täglich Pancakes mit Ahornsirup zum Frühstück futterte und in den Hostels Männer in Holzfällerhemden mit aufgekrempelten Ärmeln an der Rezeption arbeiteten. Zum Eishockey kann ich nichts sagen, bei mir herrschten 40°C im August. :-D

Ich habe ein paar persönliche Lieblingssongs von Musikern dieses Landes rausgesucht, startend mit Arcade Fire aus Montreal, anschließend ein charmant-motivierender Ohrwurm von John K. Samson aus Winnipeg, den beständig fabelhaften The Hidden Cameras aus Toronto, Leonard Cohen – aus dem Einzugsgebiet Montreals hinaus in die Welt und dort so keineswegs ein Fremder, Broken Social Scene, weil mich dieser Song immer wieder mitreißt, Leslie Feist – natürlich!, Caribou, bei dem ich mich nicht auf nur einen verstörend schönen Song festlegen konnte.

Es gibt viel zu entdecken, Kristin, gute Reise, neue Horizonte und in den nächsten Tagen erstmal viel Vergnügen beim Airwaves!


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Mono + Alcest auf Co-Headlining Tour

andrea · 26.10.2016 · Keine Kommentare
27. Oktober 2016
20:15 Uhr
Beatpol, Dresden
Einlass ab 19:30 Uhr

Dieser Beitrag braucht kaum Worte, Mono machen schließlich Instrumentalmusik.
Bei Visions kann man das aktuelle – mittlerweile 9. – Album der Japaner anhören, das sie Euch ab morgen auf einer Deutschlandtour um die Ohren hauen. Am 27.10. im Dresdner Beatpol, am 21.11. im Hamburger Übel & Gefährlich. Als gleichwertiger Headliner mit unterwegs: Alcest.
Ohrenstöpsel bitte nicht vergessen!

beautiful and sad and aggressive and romantic:

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Federico Albanese vertont die blaue Stunde

andrea · 08.10.2016 · Keine Kommentare
14. Oktober 2016
21:00 Uhr
scheune, Dresden

2015 war Federico Albanese im Rahmen der Denovali Konzertreihe schon einmal in der scheune. Mit seinem im Januar dieses Jahres veröffentlichten neuen Album kehrt er nun zurück, steht ganz im Fokus mit einer Platte, die Zeitlosigkeit im Titel und in den Rillen trägt.

Auf „The Blue Hour“ dreht sich für Komponist und Pianist Federico Albanese alles um die magische Stimmung am Übergang zwischen Tag und Nacht, wenn Euphorie und Sehnsucht, Melancholie und Erinnerung ineinander fließen. Albanese übersetzt diese Empfindungen in Musik.

Man muss sich fragen, wie man diese Musik genießen soll: Hellwach, um keine Nuance zu verpassen? Oder loslassen; mitdriften? Ähnlich wie in diesem Video werden die Konzertbesucher wohl das ein oder andere Mal schauen. Am Freitag, den 14.10. spielt der Italiener mit Wohnort Berlin in der scheune One of the most hauntingly beautiful records you’ll ever hear. (Drownded in Sound)

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10 Jahre Dienstagskonzerte im Soci – gefeiert wird am Sonntag

andrea · 29.09.2016 · Keine Kommentare
2. Oktober 2016
19:00 Uhr
Societaetstheater, Dresden

Keine Ahnung, wie viele Konzerte der Reihe im Societaetstheater wir in den letzten zehn Jahren besucht haben, es waren so einige. Während das Publikum im Plüschsessel versank oder anfangs auch mal auf Podesten im leergeräumten Saal saß, wussten die meisten Künstler – hauptsächlich aus dem musikalisch ruhigeren Bereich – eigentlich immer zu überzeugen. Spontan fallen mir Pelle Carlberg, Rökkurró, Nils Frahm, Einar Stray, Me and My Drummer, Sophia, Immanu El ein. Ina Conradi, die für die Durchführung der Konzertreihe verantwortlich zeichnet, hat sich mit viel Arbeit und vor allem jeder Menge Leidenschaft durch dieses Jahrzehnt gebissen, ist lampenfiebrig im Theaterfoyer rumgeflippt, wollte unbedingt, dass Dresdner Konzertgänger Neues geboten bekommen, ihren Horizont erweitern. Mission erfüllt, Ina! Mittlerweile ist das Label „Dienstagskonzert“ ein Gütesiegel.

Am Sonntag, den 2.10. wird nun also der 10. Geburtstag gefeiert. Auf der Bühne stehen ÄTNA.

„Die Sängerin Inéz und der Trommler Demian erschaffen Songs, die uns nicht mehr loslassen. Satte Bässe, Klaviere, Elektronik, Drumbeats und Klanggemälde umgarnen hier eine Stimme, die betört, ergreift und nachhallt. … Ihre Debüt- EP haben sie soeben mit Moses Schneider aufgenommen, dem genialen Produzenten von Tocotronic, AnnenMayKantereit und den Beatsteaks. Hinter Inèz und Demian verbergen sich aber keineswegs Musiker, die „noch am Anfang stehen“. Beide blicken solo und in anderen Kollaborationen auf eine Menge großartiger, musikalischer Erfahrungen zurück.“

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the chances we take – Sophia kehrt zurück

andrea · 24.04.2016 · Keine Kommentare
29. April 2016
21:00 Uhr
Beatpol, Dresden
Verlosung

Sophia aka Robin Proper-Sheppard produziert seit 20 Jahren Schwermut zwischen Indie-Pop und Post-Rock. Sieben lange Jahre nach seinem letzten Album „There Are No Goodbyes“ folgte am 15. April sein mittlerweile 6. Studioalbum mit dem Namen As We Make Our Way (Unknown Harbours), was schon im Titel abermals auf Suchen und Nichtfinden, weitere Abschiede und Neuanfänge hindeutet. Mit Verlust, Trauer und Wut kennt sich der nunmehr Wahl-Belgier aus: Wuchtig, brutal und zerstörerisch so mancher Song; Proper-Sheppard gab immer wieder sensible Konzerte zwischen Anschnauzen von (vermeintlichen) Ruhestörern und den Zuhörer viel zu nah an sich ranlassen.

Es hat sich nicht viel geändert am Output Sophias. Auch „As We Make Our Way“ enthält überwiegend hymnisch-elegische Meldodien mit düsteren, einsamen Texten, die Höhen und Tiefen menschlicher Bindungen in so banale wie treffende Worte packen. Es geht um Menschen, die man in sich bewahrt und/oder für sich behält, obwohl man es miteinander schon lange nicht mehr aushält.

So why don’t you let go? And don’t take this the wrong way. But maybe I should just pack my things and go. It was a beautiful story but I’ve been here before. As the walls begin to roar. (The Drifter)

(Unknown Harbours) ist kein besonders abwechslungsreiches Album, unaufgeregt melancholisch, ein typisches Sophia-Album, das noch immer nicht zum Sommerpicknick im Stadtpark taugt, aber die perfekte Begleitmusik für all diejenigen ist, die Reißaus nehmen, noch unterwegs sind, durch Labyrinthe streifen oder endlich zurückkehren, um in sich selbst zu ankern.

When another chance to change is avoided – Decisions left unmade – We’re the sum of our choices and the chances we take. (It’s easy to be lonely)

Einige Konzerte der Tour sind bereits ausverkauft, so auch das Konzert im Hamburger Nochtspeicher. Nehmt Eure Chance wahr und gewinnt 2×1 Freikarte für das Konzert im Dresdner Beatpol am Freitag, den 29.04.! Alles, was Ihr tun müsst, ist uns eine E-Mail an redaktion[at]mittelstern[.]de mit dem entsprechenden Wunsch im Betreff und Eurem vollständigen bürgerlichen Namen im Text zu schreiben. Die Auslosung erfolgt am Mittwoch, den 27.04. gegen Mittag.

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Dralms – let it all crumble, accept it, pick up the pieces and move on

andrea · 07.12.2015 · Keine Kommentare
9. Dezember 2015
21:00 Uhr
Beatpol, Dresden
10. Dezember 2015
21:00 Uhr
Molotow, Hamburg

Dralms aus Vancouver machen es spannend. Christopher Smith, Shaun Thomas, Peter Carruthers (Siskiyou) und Will Kendrick (Failing) verschmelzen mit Hilfe computergenerierter Beats und originellen Bassläufen von Menschenhand scheinbar unvereinbare Musik- und Videobausteine zu einer wahren Statue aus Sounds & Visuals. schreibt der Beatpol über die Band von Mittwoch. Neugierig klicke ich auf die Videolinks und bin absorbiert, finde sie faszinierend und unheimlich zugleich. Sich träge schleppende Beats, eine Stimme, die sich verträumt über die Flächen legt, zwischendurch pluckernde kleine Wirbel, um gleich wieder die Decke auszubreiten. Am 9.12. sind die Kanadier im Dresdner Beatpol und der Eintritt kostet gerade mal 5 Euro. Weniger als ein Glühwein mit Pfand. Aber gehaltvoller. Am 10.12. im Hamburger Molotow.
Vorhören geht bei Bandcamp.

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