Dienstagskonzert: And The Golden Choir

kristin · 24.04.2015 · 1 Kommentar
28. April 2015
20:00 Uhr
Societaetstheater, Dresden
VVK 10, AK 12 €
Verlosung

Tobias Siebert hat sich vervielfältigt. Nachdem er zwanzig Jahre als Sänger, Gitarrist oder Produzent in verschiedenen Bandkonstellationen (Klez.e, Slut, Me And My Drummer,…) gearbeitet hat, veröffentlichte der in Berlin lebende Musiker im Januar mit dem Album Another Half Live sein ganz eigenes Stück Musik. Obwohl er alle Instrumente, jeden einzelnen Ton, einfach alles selbst gespielt und aufgenommen hat, sei Another Half Live für ihn weniger ein Solo- sondern mehr ein Band-Album, erzählt Siebert in Interviews. Die Band besteht aus den verschiedenen Rollen, die Siebert während der fünfjährigen Entstehungszeit des Albums eingenommen hat. Siebert ist der Schlagzeuger, er ist der Gitarrist und er spielt das Piano. Siebert ist der Sänger und der Chor, er ist And The Golden Choir.

Über die letzten Monate ist Another Half Live zu einem meiner liebsten und beinahe ständigen Wegbegleiter geworden. Ich höre ihnen einfach gerne zu, den verschiedenen Sieberts, bei ihrer Auseinandersetzung mit sich selbst, die in liebevollen Details arrangiert und vielschichtig verpackt wurde. Und in den Geschichten, die von Mädchen handeln, die sich wie Flüsse benehmen, vom Bruder, den man nie hatte oder davon sich selbst näher zu kommen, indem man das Verhalten anderer kopiert, fand Siebert, außer sich selbst, bestimmt auch ein Stückchen von dir. weiterlesen…

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Das SPOT Festival 2015 in der Playlist

kristin · 23.04.2015 · Keine Kommentare
30. April 2015 bis 3. Mai 2015
Location siehe Text, auswärts
Tickets ab 275 DKK (ca. 37 €)

Nach einem Winter voller Clubkonzerte stellt sich bei mir zusammen mit der Frühjahrsmüdigkeit gerne eine lähmende Musikverdrossenheit ein. Hin und wieder verliert sich die Begeisterung für die Musikperlenfischerei in einer unüberschaubaren Menge an Neuveröffentlichungen, zwischen Besprechungen, die schon in den ersten paar Monaten DIE Platten des Jahres feiern und Konzertankündigungen der fünfhundertsiebenundachtzigsten Singer/Songwriter-Folkcombo traurig schmachtender Vollbartbarden.

SPOT Festival 2015Zum Glück ist es genau jetzt aber auch wieder an der Zeit für das immer noch sympathischste aller Newcomer-Festivals: das SPOT Festival. Am ersten Maiwochenende bringt das SPOT Festival im schönen dänischen Städtchen Aarhus Musiker und Fans, Journalisten und Vertreter der Musik- bzw. Kulturwirtschaft zusammen, um für ein paar Tage Musik in kurzen, prägnanten Showcases zu erleben, sich auszutauschen, mit dem einen oder anderen Bier anzustoßen und zu netzwerkeln.

Mit seiner überschaubaren Größe und einem sorgfältig zusammengestellten Musikprogramm lädt das SPOT Festival auch in diesem Jahr dazu ein, bisher völlig unbekannte Acts zu entdecken und bereits liebgewonnene Künstler wiederzutreffen. Auf welche ich mich in diesem Jahr besonders freue und/oder gespannt bin, habe ich in einer Playlist zusammengepickt. Hinweise auf überhörte, übersehene oder schlicht vergessene Künstler, die auf meiner Must-See Liste noch fehlen, nehme ich gerne, z.B. in den Kommentaren, beim Mau Mau im Bus oder per E-Mail entgegen.

Die Playlist

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What is it at all? – The illusion of choice.

andrea · 12.04.2015 · Keine Kommentare
15. April 2015
20:00 Uhr
Beatpol, Dresden
Tickets ab 18,60 €
Verlosung
17. April 2015
20:00 Uhr
Uebel & Gefährlich, Hamburg
Tickets ab 17,80 €
Verlosung

Als bekannt wurde, dass Dan Mangan wieder auf Tour ist, ploppte in meiner Facebook-Timeline der Aufruf “Yeah!-Kuschelabend!” auf. Von wegen! Der Posterboy Kanadas, der bärtige, vielfach ausgezeichnete Folk-Sänger, der vor vielen Jahren mit „The Indie Queens are Waiting“ und „Robots“ (schön eingängig und hachz, diese Stimme!) meine Aufmerksamkeit weckte, reiht sich mit seinem im Januar 2015 erschienenen, vierten Album „Club Meds“ und nun auch hochoffiziell mit einer Band (+ Blacksmith) im Rücken nicht mehr zwischen die zahllosen Barden, deren Musik schnell in der Beiläufigkeit versinken kann. „Club Meds“ beginnt mit einem Flirren und der Frage „What is it at all?“.
Dan Mangan selbst beschreibt die Idee (Quelle: http://danmanganmusic.com/info/) zu diesem Album so:

„Sedation is massive. It surrounds us like a thick wet blanket. To be numb is to allow others to control your reality. It makes some people feel better, to know that you suffer also, that their numbness is shared like a virus. But unity in numbness is a façade, and not nearly as magical as a unity born of awakeness.
CLUB MEDS is about sedation. Sedation can be chemical, but not exclusively so. There is a great vacation from actuality going on. Maybe there always has been. It seems like everybody else is already at the party and that life is somehow easier or more fun under the fog. But instead, it only makes people feel more alone, more dangerous, more desperate.“

Dieses Album gräbt, nein, kratzt sich bei dir ein. Vessel kommt mit Peter Gabriel-Anleihen um die Ecke, Mouthpiece, in meinen Ohren der Hit auf dieser Platte, ballt die Faust und reckt sie empor, das Video intensiv, eindringlich, ehrlich:
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