Ghostpoet auf Peanut Butter Blues & Melancholy Jam Tour

andrea · 28.11.2011 · Keine Kommentare
29. November 2011
21:00 Uhr
scheune, Dresden
Vorverkauf: 8 Euro
Abendkasse: 12 Euro

Kurz vor knapp, wenn die lässige Vorfreude langsam in Hibbeligkeit übergeht, noch der Hinweis für das morgige Ghostpoet Konzert in der scheune. Das Debütalbum Peanut Butter Blues & Melancholy Jam des Mitzwanzigers bedient sich urbritischer Genre-Schubladen wie Trip Hop, Garage und Dub. Bedrückend ist dann auch der Sound, die Lyrics ein bisschen lallig, die Bilder, die beim Hören entstehen, sind von flackernder Neonreklame, regennassen Londoner Strassen und Clubs, deren Treppen in Keller führen, geprägt. Durchzechte Nächte, Kumpelei mit der Barkraft, die Unbekümmertheit vor dem nächsten Morgen, der dann doch wieder schlimmer wird, als geplant. Gonjasufi, The Streets, Roots Manuva, Goldie, Tricky und Konsorten lümmeln in den Clubsesseln und beobachten mit Wodka in der Hand arrogante Frauen, die ihre Haare zurückwerfen und am Martini nippen. So ungefähr, nur dreckiger. Electronic beats treffen auf Rap und Soul. Dabei entsteht ein Sound, der sich ganz fies ins Ohr schleicht. Hypnotische Bässe für die innere Unruhe getriebener Großstädter in den immergleichen Abzügen durchfeierter Wochenenden und trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – auch ein Album für die heimischen vier Wände. Drückt dich tiefer unter die Decke, umarmt dich auf der Tanzfläche. Empfehlung! Nutzt am besten heute noch fix den Vorverkauf.


weiterlesen…

twitter share buttonFacebook Share

Projekte und Projektionen in Hellerau

andrea · 24.11.2011 · Keine Kommentare
25. November 2011
21:00 Uhr
Festspielhaus Hellerau, Dresden
26. November 2011
22:00 Uhr
Festspielhaus Hellerau, Dresden

Kurz vorm Ende des 15. Cynetart Festivals kommen wir hiermit zu einem weiteren Veranstaltungshinweis. Nachdem Katja Kullmann gelesen hat (ich war nicht da und hatte trotzdem eine Meinung :)), getanzt und installiert wurde, der Körper als Medium erfahren, das Digitale dem Analogen den Ausgang gezeigt hat, die lokale BILD Berichterstattung immerhin einen ausgestellten Vibrator erwähnenswert fand, computergestützte Kunst wahrnehmbar gemacht wurde, gibt es am 25. und 26.11. mit CineChamber auf 6 x 12 Meter Fläche die totale audiovisuelle Erlebniswelt. Scenic Route Tapete statt Raufaser. Wer, Wann, in welchem Modul aktiv ist, erfährt man auf den Seiten des Festivals. Am Samstag gibt es im Anschluss mit Automatique Clubbing noch ein furioses Finale. Mein technisches Verständnis ist ja ehrlich gesagt recht limitiert, also versuche ich mich auch gar nicht erst in Erklärungen. Das können die Veranstalter ohnehin besser, also arbeitet Euch durch die verlinkten Informationen oder noch besser: Fahrt nach Hellerau!

twitter share buttonFacebook Share

I Heart Sharks

konzertagenda · 21.11.2011 · Keine Kommentare
24. November 2011
21:00 Uhr
scheune, Dresden
AK: 11,- | VVK: 9,- zzgl. Geb.

I Heart Sharks – drei junge Männer, die ihr Zuhause irgendwo verloren haben. Aufgewachsen in New York, London und in Bayern – am Ende trifft man sich doch in derselben Stadt: Berlin. Hier findet die Kollaboration von Einflüssen statt, Britpop wird von Berliner Electronica verführt, der Schmerz von The Cure trifft auf die Abgebrühtheit von The Knife, immer her und hin und weg. Das sind keine Fehler, das ist ein Experiment. Und das geht nicht romantisch zu, sondern dreckig und leidenschaftlich. Natürlich funktioniert das nur im Dunkeln und mit grellen Blitzen, natürlich funktioniert das nur, wenn zugelassen wird, dass etwas passiert zwischen Synthesizern und ohne Playbacks.
Die einen sagen Post-NDW, die anderen nennen es Krautrock, noch einer meint Techno und am Ende kannst du sagen, was du willst, weil I Heart Sharks dir sowieso noch etwas anderes erzählen.

Support: Kinky White Hórse
Bei Kinky White Hórse steht das Gesamtkunstwerk im Vordergrund, attitüdisch anknüpfend an Visualkünstler wie The Knife, entzündend wie Elektrochemie. Das, was hier gezaubert wird, ist atemberaubend entrückte Elektronik für Club und Bühne. Die Grooves bilden den polternden Hintergrund für leuchtend bittersüße Vocals. Ein mystischer Zirkus öffnet seine Vorhänge und erzählt, in räumlich-deepen Sound gehüllte, düstere Märchen. Kinky White Hórse führen uns auf dem Dancefloor in unvergessliche Träume, in denen Stärke und Zerbrechlichkeit einander ganz natürlich bedingen.

twitter share buttonFacebook Share

Ben Weaver: Mirepoix and Smoke

konzertagenda · 18.11.2011 · Keine Kommentare
22. November 2011
20:30 Uhr
Thalia, Dresden
VVK: 9,- zzgl. Geb.

Spröder, rauer und erdiger, ja traditioneller, als auf Mirepoix & Smoke gab es Ben Weaver bisher nicht. Reduziert auf die akustische Gitarre oder ein Banjo sowie hier und dort stimmlich begleitet von Erica Froman, ehemals Mitglied der Dream-Popper Anathallo, legt der Folkbarde sein intimstes Album vor. Wo auf den Vorgängeralben elektronische Einsprengsel und Einflüsse aus dem Indie-Rock zuweilen eine Distanz zu den poetischen, innigen Lyrics schufen, entledigt sich Weaver auch der letzten Steine aus dieser Mauer zwischen »ich« und »ihr«. Eine neue, viel tiefere Verletzlichkeit macht sich breit, an der auch und vor allem Froman als Gegenpart zu Weavers knarzend raumgreifendem Timbre großen Anteil hat.

Country-basierte Americana, voll müder Entschlossenheit und geistreicher Klarheit, irgendwo zwischen The Band und Tom Waits.

twitter share buttonFacebook Share

Sentimental Gentleman

andrea · 15.11.2011 · Keine Kommentare
19. November 2011
21:00 Uhr
scheune, Dresden
VVK: 5,- // AK: 9,- Euro

Am Samstag mal nicht das Tanzbein schwingen, sondern sich lieber ein bisschen im Takt wiegen? Gegen Mitternacht wieder zu Hause sein, Rotwein statt Cuba Libre genießen, lässige Klamotte statt Glitzertop? Top! Ein gewisses Faible für Americana oder Indie Folk oder wie auch immer man es nennen mag, ist sicher nicht unschädlich, wenn man am 19.11. das Konzert von Mike Feuerstack aka Snailhouse in der scheune Lounge besucht. (Aktuell durchgeführte Umbaumaßnahmen machen diesen Ort auch deutlich gemütlicher bis zum Wochenende, das weiß ich.) Snailhouse also, Bilderbuchkanadier mit Bart und Holzfällerhemd, ist hierzulande noch Geheimtipp und wird es vielleicht auch immer bleiben – aber das wird ihn nicht daran hindern, weiterhin Musik zu machen: Bei Bell Orchestre (ein Nebenprojekt von Arcade Fire) wird fleißig mitmusiziert, er hat Wooden Stars mitbegründet, Gastmusikerdasein hier und dort. Mit seinem eigenen Projekt spricht er diejenigen an, die auf handgemachten Indie Rock stehen, der auch mal ins Schwermütige abdriften kann und Texte enthält, die gehört werden wollen sollen.

There’s still plenty of tasty guitarwork throughout, but it’s largely of the laid back variety as it’s in support of his gently rootsy tunes. Thoughtful and introspective, it’s not the sort of record that attracts your attention with frantic arm waving, but an easy demeanour and welcoming smile. And while there’s plenty other shinier and more immediate roadside attractions on the musical landscape, those who take the time to investigate Snailhouse’s low-key charms will be rewarded with a thoughtful and understatedly witty collection of songs that won’t necessarily change your life, but will certainly make it more pleasant for a half hour or so, and moreso with each visit. (Chromwaves.net)

Sämtliche Alben und EPs kann man sich bei Bandcamp anhören:

twitter share buttonFacebook Share

Zwischen Gänsehaut und Tanzimpuls

andrea · 14.11.2011 · Keine Kommentare
17. November 2011
21:00 Uhr
scheune, Dresden
VVK: 7,- // AK: 10,- Euro

Solander waren schon mehrfach in Dresden und haben sich bei diesen Gigs eine kleine Fangemeinde erarbeitet, die wie ich auf diese Mischung aus spooky Indierock und lieblichen Glockenspiel-Folk stehen. Irgendwie schwer greifbar und trotzdem ganz nah. Wie stürmischer Winter, in dem der Schnee glitzert. Raschelndes Laub und Spaziergänge Hand in Hand. Bitte einfach selbst ein Bild machen: zunächst alle Alben hören und am Donnerstag in die scheune gehen. Begleitet wird Solander auf der Tour von Mohna, die mit ihren Pianoklängen und entrückt fragiler Stimme auch schon für sich einzunehmen wusste.

twitter share buttonFacebook Share

Siskiyou: Keep away the Dead

konzertagenda · 13.11.2011 · Keine Kommentare
18. November 2011
20:30 Uhr
Thalia, Dresden
VVK: 9,- zzgl. Geb.

Von der Westküste Kanadas stammen Siskiyou, die Band von Colin Huebert, der früher bei den Great Lake Swimmers mitwirkte, und Erik Arnesen, der immer noch auch bei den Swimmers spielt. Zusammen mit einer Freundin und wenigen Gästen nahmen sie ihr Debüt an diversen Orten auf: Drinnen wie draußen, in Treppenhäusern, Badezimmern und Parks; Mit charmantem Raumklang, Rauschen und einer klar und sparsam gehaltenen Instrumentierung.

Ursprüngliche Akustikgitarrenskizzen, die mit Banjo, Klavier, Akkordeon und E-Gitarre, Glockenspiel, Trompete und Kontrabass vorsichtig ausgebaut werden. Manche als Miniaturen erhalten, andere auch ausgefeilter, oftmals wunderbar wehmütige und mitunter auch verhalten euphorische Lieder. Slow Folk und Lo-Fi mit einnehmender Präsenz und Indierock-Verwandtschaft, zwischen ruhiger Traurigkeit und leichtem Lächeln.

Keep Away the Dead – SISKIYOU by Constellation Records

Support
Carter Tanton

Update: 14.11. Carter Tanton hat seine Europatour leider gecancelt und wird nicht als Support von Siskiyou auftreten.

twitter share buttonFacebook Share

Echtleben – Warum es heute so kompliziert ist, eine Haltung zu haben

andrea · 11.11.2011 · Keine Kommentare
17. November 2011
19:00 Uhr
Festspielhaus Hellerau, Dresden
Tickets: 5 / 3 Euro

Unter dem etwas sperrigen Titel »Generation 00 – Kreative im Zeitalter der Communities & Profite« liest am Donnerstag, den 17.11. Katja Kullmann im Rahmen der CYNETART aus ihrem Buch »Echtleben – Warum es heute so kompliziert ist, eine Haltung zu haben«. Die Veranstaltung nähert sich mittels Lesung und Gespräch der Frage:

Unter dem Druck der Verschuldung von Staat und Kommunen sowie dem anhaltenden Desaster der ‚Finanzwirtschaft‘ wächst auch der Druck auf Kreative und Kulturbudgets. Wie schaffen kreative Akteure mit künstlerischem bzw. human-kulturellem Anspruch den Spagat zwischen zunehmend digitalisierter bzw. vernetzter Lohnarbeit und kreativer Selbstverwirklichung?

Kein unspannendes Thema und ein vieldiskutiertes noch dazu landet hier also auf der Agenda. Sofort müssten Wirtschaftsförderung, Stadtentwicklung und Kulturamt Betriebsausflüge planen, wird doch Kreativwirtschaft in dieser unserer Stadt aktuell von allen Seiten beleuchtet, auseinandergenommen, neu zusammengesetzt und genetzwerkt, was das Zeug hält.

Wahrscheinlich rede ich mich mit den folgenden Zeilen um Kopf und Kragen, vielleicht aber sind sie auch nur Anstoß und/oder Inhalt zukünftiger Diskussionen.
weiterlesen…

twitter share buttonFacebook Share

Bewegt Euch zu Bildern

andrea · 11.11.2011 · Keine Kommentare
15. November 2011
20:30 Uhr
Büchers Best, Dresden
3. Dezember 2011
13:00 Uhr
scheune, Dresden

Die scheune geht weiter den audiovisuellen Weg der Veranstaltungswerbung und lädt mit diesen beiden Trailern für demnächst ein. Print ist tot, meinte ein Kollege kürzlich, da gehe ich mit. Der Inhalt meiner Hosentaschen bereichert den Papiermüll jedenfalls immer weniger. Die Plakatierwut der Veranstaltungshäuser ist spannender als jede Vorabendserie und ich persönlich freue mich immer über bunte Wände, schöne Motive. Dass daraus auch richtige Kunst werden kann, hat Colored Gigs ja nun eindrücklich bewiesen. Ich habe übrigens wieder phänomenal versagt beim geplanten vorsorglichen Weihnachtsshopping, aber vielleicht hole ich das einfach beim T-Shirt Festival nach. Lokale Künstler, Du und Ich zwischen Siebdruck, Kunst und Party. Wer will da widersprechen?! Schon vorher gibt es eine weitere Gelegenheit im Büchers Best – am 15.11. nämlich zur Vernissage von Lars P. (ich nehme an, das P steht für Poster, mindestens aber Plakat) Krauses Kalender 2012, wiederverwendbar 2040 und 2068 und später auch noch – eine nachhaltige Investition also. Sneak Preview und Schaffensprozess in einem hier.

twitter share buttonFacebook Share

Josiah & Liz Wolf: Under Lovers Covers

konzertagenda · 10.11.2011 · Keine Kommentare
14. November 2011
20:30 Uhr
Thalia, Dresden
VVK: 9,- zzgl. Geb.

Bereits 2010 gelang es Josiah Wolf mit seinem Solo-Debüt Jet Lag aus dem Schatten seiner Band WHY? zu treten und zu zeigen, wie innovativ warmer Folk und psychedelische Popsongs klingen können. Der musikalische Spieltrieb dieses Multi-Instrumentalisten macht weder vor der Marimba noch vor sanften Gitarrenakkorden halt. Um auch auf Konzerten ohne vorgefertigte Samples auszukommen, unterstützt Liz Hodson ihn bei der Interpretation seiner Songs. Mit ihrer lieblichen Stimme, welche nicht selten an Mazzy Star’s Hope Sandoval erinnert, bildete sie eine perfekte Ergänzung zu Josiahs Rhythmen und wurde zum essentiellen Teil der Band. Und Josiahs Ehefrau.

Nach der gemeinsamen EP Under Lovers Covers, welche Größen wie Nirvana, Bill Withers und Nick Drake Tribut zollt, ist bereits ihre erste gemeinsame LP in Planung.

twitter share buttonFacebook Share
1 | 2 | 3 |