Sir Simon: Good Night, Dear Mind …

konzertagenda · 19.10.2011 · Keine Kommentare
20. Oktober 2011
20:30 Uhr
Thalia, Dresden
VVK: 9,- zzgl. Gebühren

Mit den wunderbaren Songs seines Albums Good Night, Dear Mind … lässt der Keyboarder von Tomte, Sir Simon, morgen Abend im Thalia den Alltag ausklingen.

‚Cause „everybody needs a place to hide sometimes“.

Stilistisch geht Sir Simons Nachtfahrt erst mal Richtung Süden. Kurz vor Weilheim biegt sein Kombi aber ab, fährt durch Kentucky, Oklahoma, Nebraska und steuert auf Portland zu. Es sind die eigenbrötlerischen, nerdigen Außenseiter-Pop-Entwürfe, die ihn anziehen.

Das, was heimischen Studio funktioniert, wuppt bei Sir Simon auch auf der Bühne. Als Band, zu fünft mit den Freunden aus allen Ecken des Landes. Gentlemen Agreement zwischen Simon und Band: Simon fährt vor, macht die Wagentüren auf, die Band steigt ein und zieht alle mit, die Teil einer Sache werden wollen, die wie von selbst zueinander findet.

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Über den grünen Klee gelobt?

andrea · 17.10.2011 · Keine Kommentare
20. Oktober 2011
20:30 Uhr
Beatpol, Dresden

Ach, Klee, was mach ich nur mit Euch? Ich weiß nicht mehr genau, ob ich schon 2004 oder doch erst im September 2006 die Band um Suzie Kerstgens das erste Mal im Beatpol gesehen habe. Mit ihren Alben Jelängerjelieber und Unverwundbar voller potenzieller Hits bespaßten sie mich und einen etwa zur Hälfte gefüllten Beatpol mit einem so charmanten wie mitreißenden Auftritt. Im Herbst 2008 sah das schon anders aus. Das gleiche Konzept war plötzlich gar nicht mehr charmant.. Konfetti, Wunderkerzen, Lolita-Gehabe, Sturzbiertrinken … plötzlich wirkte die Show billig, routiniert und wenig leidenschaftlich. Schade, denn zu diesem Zeitpunkt hatten Klee offensichtlich die breite Masse erreicht. Ein rappelvoller Beatpol, gespickt mit sich umarmenden schunkelnden Pärchen beim stoischen Warten auf den einen bekannten Hit, versetzte mich in Stadtfestatmosphäre, d.h. Widerwillen. Die Frontfrau potenzierte meine Abneigung durch aufgesetztes Gebrabbel und (wie ich vermute) Playback. Und dabei mag ich die Lieder noch immer. Wirklich! Auch wenn es eigentlich die besseren Schlager sind. Mitunter furchtbar schwülstig, pathetisch, kitschig. Pop pur. Aber halt irgendwie auch niedlich. Nur mag ich beim Vortragen nicht mehr zugucken. Vielleicht sollte ich das aber, denn das neue Album Aus lauter Liebe habe ich noch nicht mal gehört und liest man die Ankündigungen, klingt die Band weniger stylisch, vielmehr „gereift“. Puh.. ist das nun gut oder schlecht? Am Donnerstag lässt es sich überprüfen.

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