Retro Stefson sagen Tschüss

· 09.10.2016 · Keine Kommentare
12. Oktober 2016
20:00 Uhr
Molotow, Hamburg
VVK 18 €

Mehr als drei Jahre ist es schon wieder her, dass Retro Stefson ihr tolles selbstbetiteltes Album veröffentlicht haben, das mit Songs wie dem treibenden Glow noch immer nachglimmt. Meine ineinanderschwimmenden Erinnerungen an ausgelassen weggehüpfte Konzertmomente in Lärz, Dresden, Reykjavík und Hamburg können aber ganz gut mal wieder eine Auffrischung vertragen. Wie schön, dass die Isländer gerade zwei Konzerte in Deutschland angekündigt haben, wie überraschend allerdings deren Überschrift: Abschiedstour.
Retro Stefson kommen also nur noch mal kurz vorbei, um Tschüss zu sagen. Ihren zehn Jahre andauernden gemeinsamen musikalischen Weg beenden die sieben bis acht Musiker mit einer EP und einer Abschiedstour, die aus gerade einmal 2 Terminen besteht?! Das Internet hält sich mit ausführlicheren Infos zurück, sowohl zur EP Scandinavian Pain (die vor einem halben Jahr noch als Album angekündigt wurde) als auch zur Auflösung der Band. Die kommentiert Nachfragen seitens der Fans zur Endgültigkeit des Abschieds mit

retrostefson

Nunja. Das lässt Raum für Spekulationen. Oder auch nicht.
Was ist denn da los? Meinen die das alles ernst? Wird Haraldur Ari Stefánsson auf der Abschiedstour noch einmal den Vorturner geben? Wird Hermigervill Theremin und Knöpfchen bedienen? (Jaaa! Sagt das Tourposter!) Man wird wohl hingehen müssen, um all das oder zumindest einiges davon zu erfahren.

Zum Warmhüpfen nützt der Song Skin, die erste Single aus der EP Scandinavian Pain ganz gut:

Malaika, die … ehm … ebenfalls erste Single aus Scandinavian Pain rührt schon einmal das eine oder andere Abschiedstränchen hervor.

Ich werde sie vermissen, die schwitzig-quirligen Konzerte mit dem quietschbunten Genre-Mix und ich bin sehr gespannt, in welchen musikalischen Konstellationen mir die Gebrüder Stefson und ihre Kollegin und Kollegen im November beim Iceland Airwaves über den Weg tönen werden.

Den Abschiedsschmerz zu überwinden hilft, dem Kreativkollektiv Les Frères Stefson auf den sozialen Kanälen zu folgen, bei Young Karin oder Uni Stefson vorbei zu hören oder das Video von Sturla Atlas zu gucken.

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