SPOT Festival 2014: Die Highlights

· 09.05.2014 · 1 Kommentar

SPOT FestivalDas SPOT Festival, das am ersten Maiwochenende seine zwanzigste Ausgabe zelebrierte, es bekommt auch in diesem Jahr den Herzenspreis als sympathischstes Festival des Jahres: Für seine überschaubare Größe, für die händelbaren Entfernungen zwischen den verschiedenen Veranstaltungsorten, für all die schönen Däninnen und Dänen und, ganz klar, auch für die vielen bekannten und neuen Gesichter, die im hübschen, sonnigen Städtchen Århus zusammenkamen, um – hauptsächlich – neue, heiße dänische Musik zu entdecken.
Kaum zurück, räumen die ersten auch schon richtig ab – die Hypeband des SPOT Festivals 2013 und 2014, Go Go Berlin, liefen in dieser Woche gleich zwei Mal im deutschen Fernsehen: bei Circus HalliGalli und in der Finalshow von Germany’s Next Top Model auf Pro 7. Man mag von beiden Sendungen halten, was man will und vielleicht noch nicht mal Fan der Band sein, es sei ihnen und all jenen, die mit ihnen arbeiten, aber von Herzen gegönnt, dass spätestens jetzt auch in Deutschland Schluss sein dürfte, mit schleppenden Verkäufen von Konzerttickets und Platten.

Derweil folgt hier eine ganz kurze Vorstellung der Highlights vom SPOT Festival 2014. Der Zeitplan kannte in diesem Jahr keine Gnade, gefühlt fast alle Acts auf der Must-See Liste spielten irgendwie zur selben Zeit. Einige andere, wie Broken Twin, Glass, Amason oder The Mountains lieferten eher enttäuschende oder schlicht langweilige Auftritte ab. Die Auswahl der persönlichen Highlights ist unter Vorbehalt der nicht erlebten Acts als höchst eingeschränkt zu betrachten. Dennoch gilt: Merkt euch die folgenden Namen und sollte einer der folgenden Künstler demnächst in eurer Stadt spielen: Geht hin!

Lydmor & Bon Homme
Lydmor & Bon Homme @SPOT Festival 2014Das Doppelkonzert von Lydmor und Bon Homme war mit Abstand die Show des SPOT Festivals 2014, die mit der größten Vorfreude und demzufolge auch den höchsten Erwartungen einherging. Im Vorfeld angeteasert war ein interaktives visuelles Konzept, das in der Umsetzung den Auftritten beider Künstler – zunächst je solo, später gemeinsam – leider wenig Gutes tat; die runden Leinwände über den Köpfen des Publikums verdeckten je nach Standort mehr, als sie zeigten und die Kameras für die interaktiven Projektionen mussten immer wieder neu ausgerichtet werden, was für unnötige Unruhe auf der Bühne sorgte. Dabei sind beide Künstler, Lydmor und Bon Homme, jeder für sich und erst recht im Doppelpack so vorzügliche Livekünstler, dass jegliches visuelles Drumherum nur überflüssige Ablenkung sein kann. Hier sind zwei Schauspieler und Musiker am Werk, die es schaffen, auf der Bühne ihre Songs mit noch mehr Leben und Ausdruck zu erfüllen, als eh schon in ihnen steckt. Beide sind in etwa gleich stark in ihren Soloperformances, was im Zusammenspiel in einem äußerst unterhaltsamen Austausch von Kräften und Energien gipfelt, die bis weit ins Publikum übertragen werden.

 
Blaue Blume
Blaue Blume @ SPOT Festival 2014vEntweder man mag Falsettgesang wie den von dem jungen Dänen Jonas Smith oder man bleibt weg. Ich selbst bleibe dazu weiterhin zwiegespalten, aber Blaue Blume haben mich mit ihrem Auftritt völlig überzeugt, ja überwältigt. Verglichen wurde die Musik der vier Jungs immer wieder mit der von When Saints Go Machine abzüglich der Elektronik. Das kommt vor allem eben wegen des Gesangs hin und ich wünsche mir, mehr, noch viel mehr, von Blaue Blume zu sehen und zu hören.

 

 
KIll J
KIll J @SPOT Festival 2014Kill J sind das nächste coole Ding aus Dänemark, believe it! Ihren ausdrucksvollen Pony um den ganzen Kopf hatte Sängerin J bei ihrem Auftritt Freitagnacht im Radar unter einem Basecap versteckt. HipHop und Dubstep Beats tropfen auch aus der Musik ihres Kompagnons Kill. Ein kraftvoller, sehr selbstbewusster und damit eindringlicher Auftritt aus düsterer Electronica, coolem Rap und hochgepitchtem Elfengesang.

 
 

 
Sekuoia
Sekuoia @ SPOT Festival 2014Sekuoia bastelt seinen unheimlich gut klingenden, atmosphärischen Electro zwischen Dubstep und Electronica, aus Gitarrensamples und Vocals vorwiegend zu Hause und im Alleingang zusammen. Der chillige, aber auch zerbrechliche Mix wusste sich im Nachmittags-Showcase bei seiner Management- und Bookingagentur Skandinavian neben Hot Dogs, Bier und Businesstalk nicht ganz durchzusetzen. Das hier ist Musik für die späten Stunden der Nacht. … Interview folgt in Kürze.

 

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  • M Mossberg

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