MØ – Nichts für schwache Nerven

· 18.04.2014 · 1 Kommentar
23. April 2014
20:00 Uhr
Uebel & Gefährlich, Hamburg
Verlosung

Sehnsüchtig erwartet, wie die Pressemeldung weismachen will oder nicht, Karen Marie Ørsted aka quengelt sich durch ihr gerade veröffentlichtes Debütalbum No Mythologies To Follow (Rca Int./Sony Music), dass es zwackt und kratzbürstet, vor allen an den Nerven. Irgendwann ist aber auch mal gut und das ganz besonders dann, wenn MØ in Songs wie Dust Is Gone oder Don’t Wanna Dance locker lässt und der wunderbare Soul ihrer Stimme für einen kurzen, leider viel zu kurzen, Moment aufblitzt.

Der Rest ist rasch erfasst: Ihr hört hier (ein)gängigen Pop, der MØs quäkend-mädchentypische Drängelei mal eine Nummer runtergroovt und durch Glöckchenspiel zu besänftigten versucht, mit fröhlichen Bläsereinsätzen feiert oder ganz einfach kopfnickend beklatscht. Ey, yo! Und schon ist es wieder da, das schulterzuckende Sichwundernmüssen, was genau denn da nun dran ist, an dem Hype um die dänische Mittzwanzigerin.

MØ - PressefotoIrgendwo zwischen der Übersättigung durch allgegenwärtige Medienpräsenz – die meisten Songs des Debüts dürften denen, die die Aufregung MØ schon eine Weile verfolgen, gut bekannt sein – und der trotzigen Forderung nach Aufmerksamkeit, strahlt die Marke bzw. die Künstlerin MØ eine Authentizität aus, der man die coole, etwas rotzige Mir-doch-egal-Ausstrahlung irgendwie doch abnehmen muss. Und siehe da, auf einmal hält man es mit No Mythologies To Follow immer länger aus, hört sich Lieblingsstücke heraus und freut sich, diesen immer wieder zu begegnen; z.B. in Fernsehwerbespots oder auf einer von MØs energiestrotzenden Shows.

I don’t wanna dance with nobody, wenn MØ nächste Woche im Uebel & Gefährlich die Vortänzerin gibt. Deswegen verlose ich hier und jetzt mein zweites Ticket für das Konzert. Wer mich begleiten möchte, schickt einfach bis zum 22.4., 18:43 Uhr eine E-Mail an redaktion[at]mittelstern[.]de und überzeugt mich davon, ihn oder sie mitzunehmen.

Sicherheitshinweis: Es besteht an diesem Abend die Gefahr einer Überdosis weiblichen Gesangs, denn den Support übernimmt das Hamburger Duo Parasite Single.

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