Das Haldern Pop Festival 2013 im Rückblick

· 12.08.2013 · 1 Kommentar

be true not bett(r)er»Am coolsten sind immer die, die nicht versuchen, cool zu sein.« – eine dieser bierbetüddelten, beiläufig ins Gespräch gestreuten Lagerfeuererkenntnisse, fasst das Gefühl ›Haldern Pop Festival‹ ganz treffend zusammen.

In der letzten Zeit wurde einiges geschrieben und diskutiert über den Boom der deutschen Festivalkultur, den Wettlauf um Headliner wie Tickets und über die, die dabei leider auf der Strecke geblieben sind. Mit seinen nun 30 Jahren auf dem Buckel ist das Haldern Pop natürlich so etwas wie eine Institution, hat sich die Zeit genommen, um zu wachsen und sich als gemütlich-familiäres Festival bzw. Branchentreffpunkt hinter den Kulissen etabliert.

der Weg ins Dorf ...Das Alter des Festivals spiegelt sich auch in seinem Publikum wieder. Dessen Altersdurchschnitt dürfte deutlich über dem der Festivalgänger liegen, die üblicherweise von Open Airs mit Zeltplatzlager angezogen werden. Das mag an der Auswahl der auftretenden Künstler liegen oder daran, dass auf jeglichen fancy Schnickschnack wie Kunstkonzept und hippes Aftershow-Programm verzichtet wird. Was es auch ist, es trägt zweifelsohne zum entspannten Flair des Haldern Pop Festivals bei. Unfassbar, wie sauber und ruhig es auf dem Campingplatz und den Wegen ins Dorf zugeht – und das ganz ohne ausgeklügeltes Müllpfandsystem. Marianne hat Frühstück gemachtÜberhaupt, auch die Nähe des Festivalgeländes zum Dorf Haldern gehört zu den vielen kleinen Dingen, die das Festivalleben angenehmer machen. Auf dem Weg, der durch Maisfelder mit Sonnenblumenschmuck führt, an Kühen und Pferden vorbei, wird übrigens stets gegrüßt. Jeder. Und Marianne hat auch in diesem Jahr wieder Frühstück gemacht.

Das nur am Rande, denn auf dem Festivalgelände, auf dem Marktplatz, in der Kirche, der Haldern Pop Bar und im Studio spielte die Musik, mit Sorgfalt ausgewählt und zusammengestellt. Auf den Bühnen, davor oder dahinter – es ist die Begeisterung für Musik, für die alle gern nach Haldern gekommen sind. Anstelle nun aber einzelnen Konzerten in prosaischer Langform auszuwerten, versuchen kommentierte Handyschnappschüsse unter dem Text und auf Facebook meine persönlichen Highlights des 30. Haldern Pop Festivals einzufangen.

Alle, die dabei waren, werden ihre ganz eigenen ›magic moments‹ erlebt haben und sowieso wiederkommen. Wer es in diesem Jahr nicht geschafft hat, sei dringend aufgefordert, sich ein Ticket für das Haldern Pop Festival 2014 zu gönnen. Es lohnt sich!

twitter share buttonFacebook Share
  • stef

    sehr schöner visueller blick zurück, kristin. schluchz und vorfreude auf die 31 :)