25 Jahre danach: Bad Religion – True North

· 21.01.2013 · 1 Kommentar

Bad Religions Suffer war 1988/1989 mein absolutes Lieblinsgalbum. Ich war da 15, also dürfte es wenige Alben gegeben haben, die ich häufiger in meinem Leben gehört habe (außer vielleicht Fugazis 13 Songs und natürlich Check Your Head). Ich lebte im (einzig wahren) Norden, wo Wind und Wetter und Wahnsinn wohnen. Nichts half besser gegen Gegenwind beim Fahrrad fahren als Bad Religion im Ohr und ich sehe heute noch jeden Kratzer meines Nordmende Walkman „983“ vor mir, sobald Greg Graffin nur eine einzige Zeile singt.

25 Jahre später, am 22. Januar 2013 erscheint True North, das 16. Studioalbum und seit Recipe for Hate (93) das erste, auf dass ich im Vorfeld wieder richtig bock hab.

Das erste Hören gibt einem das Gefühl, die Uhr sei 1990 stehen geblieben. „One two Three Four Uuuuhh Aaaah“: Bis auf wenige Ausnahmen gibt es von den Erfindern des melodischen Amipunks (bzw. dessen Wegbereitern) schnelle, hymnische Punksongs zu hören, die mit präzisen Riffs und euphorischen Hooklines (mit gewohnt hymnischen „Satzgesang“) zu überzeugen wissen. Die 16 Songs machen sofort gute Laune und zeigen Bad Religion in überraschender Frische und Spiellaune. Während die Kollegen mit Akkustikgitarren auf Indiebräutefang gehen, peilen Greg und seine Kollegen offenbar noch ein paar wilde Partys samt politischer Diskussion in verrockten Backstage-Küchen an. Und wie singen sie selber: „Everbody knows: What´s in Their Hearts Is Right“. Könnte es auf diverse Jogging-Strecken schaffen :-)

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