Conceptual Vandalism – Ausstellung mit Rahmenprogramm zum Writing auf Zügen

· 27.11.2012 · Keine Kommentare
30. November 2012
20:00 Uhr
Motorenhalle, Dresden
Eintritt frei
5. Dezember 2012
20:00 Uhr
Motorenhalle, Dresden
Eintritt frei

„Conceptual Vandalism“ Contemporary Art on Trains. Urban Script Continues 2012

Mitte der 1980er schwappte das US-amerikanische Phänomen U-Bahn Wagen zu besprühen nach Europa über. Da es in wenigen Städten großflächige Metrosystem gab, konzentrierte man sich auf andere Nahverkehrsmittel . S-Bahnen und Regionalzüge schienen das perfekte Pendant zu sein, um die amerikanischen Vorbilder zu imitieren. Die Writing Ideologie “Schreibe deinen Namen so oft wie nur möglich auf Zügen” wurde dabei übernommen.

Seit 2000 sind neue Tendenzen zu entdecken. Das simple Namedropping wurde einer Gruppe Sprüher zu langweilig. Sie entwickelten neue Strategien auf Zügen zu malen. Bis 2009 war es eine kleine Gruppe an Zugkünstlern, die sich vom klassischen Writing auf Zügen getrennt haben. Seitdem scheinen, durch den Einfluss des Internets, immer mehr Writer das “Züge Verkunsten” als ernsthafte Strategie zu begreifen.Conceptual Vandalism fasst eine Gruppe Zugmaler zusammen, die bereits vor 2009 im non-writing Kontext konzeptuell auf Zügen arbeiteten.

Die Originalkunstwerke werden in Deutschland immer binnen kürzester Zeit zerstört. Die Fotografie ist das am weitesten verbreitete Medium zur Dokumentation der Werke. Deshalb zeigt die Ausstellung vor allem dokumentarische Fotografie. Ergänzt wird der Inhalt durch Skizzen, Objekte, Videos und Internetinhalte.

An der Ausstellung beteiligen sich Künstler, die nicht öffentlich in Erscheinung treten. Die Künstler agieren ausschließlich im Untergrund. Zugmalerei ist bis heute illegal und wird strafrechtlich verfolgt.

Seit 2010 sammelt der Kurator Jens Besser auf dem Trainworks-Blog non-writing Zugmalereien im Netz. Nun werden erstmals unveröffentliche Bilder seiner umfangreichen Recherchen gezeigt.

Vernissage Fr 30.11.2012, 20 Uhr
30.11.2012 – 12.1.2013
Öffnungszeiten Di-Fr 16-20 Uhr, Sa 14-18 Uhr

Im Rahmenprogramm: Videoabend SprayMasters am 05.12.2012

„SprayMasters“ knüpft an einige legendäre Schriftsteller der 1970er und 1980er Jahre an. Der Film zeigt Lady Pink, Lee, Futura 2000 und Zephyr und viele, viele Züge. Vier ehemalige Graffiti-Sprayer denken über ihre frühen Jahre als abtrünnige Künstler nach, die sich in New Yorker U-Bahnhöfe schlichen und dort mit gestohlenen Farben Züge dekorierten, immer in Angst vor Verhaftung. Jetzt sind Lee Quinones, Lady Pink und Futura 2000 alle über 40 und prominente Künstler, während Zephyr ein stark beschäftigter Journalist ist. Sie sprechen über die Risiken, die sie als Teenager eingingen, über die Freude, die es machte, ihre Werke auf U-Bahn-Waggons zu sehen und über deren Stellenwert im modernen Leben.

Ein Film von Manfred Kirchheimer (USA, 2008, 85 min)

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