Spotify, Gema, Youtube, Embedding-Gebühren für Blogger: Neues aus dem Rechte-Dschungel

· 12.03.2012 · Keine Kommentare

Streaming ist Streaming ist… Naja, eben nicht immer gleich Streaming!

Nahezu jeder Musiker, den ich kenne, fordert derzeit eine Beilegung des Streits zwischen GEMA und Youtube und ist dabei offenbar bereit, auf eventuelle Lizenzeinnahmen zu verzichten, hauptsache die Videos werden gezeigt. Deichkind findet klare Worte:

Ob Plattenfirma, Youtube oder GEMA, egal wer dafür verantwortlich ist. Wir wollen, dass unsere Videos zu sehen sind. Regelt euren Scheiß jetzt endlich mal und macht eure Hausaufgaben.Ihr seid Evolutionsbremsen und nervt uns alle gewaltig..

Anders sieht die Sache dagegen aus, wenn es um den Dienst Spotify geht. Morgen startet auch hier der weltbekannte  Streaming-Dienst und halb Musikerschland hasst den Dienst schon jetzt. „Ausbeuter, Abzocker, Verbrecher“ sind noch die nettesten Komplimente. Die Payouts je Stream sind halt wirklich nicht gerade üppig. Aber: Es gibt eben welche! Bodi Bill haben mal vorgerechnet, dass sie von jedem iTunes Download 0,19 Euro erhalten, während sie für jeden Stream bei Spotify 0,0013 Euro erhalten. Das heißt, user müssen einen Song bei Spotify über 100 Mal hören, bis das selbe Ergebnis rauskommt. Oder aber: 10 User hören je 15 Mal einen Song..

Diskussion 1: Was ist einfacher: 15 Leute zum Streamen zu bewegen oder einen zum Kauf einer MP3? Und ist Youtube wirklich keine Konkurrenz zur MP3-Sammlung, aber Spotify schon? Kann man sich streiten, tut man auch!

Gema-Gebühren für Youtube-Videos in Blogs? 

Wie auch immer: Während hierzulande der Streit zwischen Verwertungsgesellschaft (GEMA) und Youtube noch erbittert – auf Kosten der Fans und der Musiker – ausgefochten wird, sind die Probleme anderswo schon auf einem ganz neuen Level. In Brasilien haben sich Youtube und die brasilianische GEMA „ECAD“ zwar bereits vor zwei Jahren geeinigt, dort gibt es jetzt aber plötzlich Zoff, weil die ECAD jetzt neben den Vergütungen, die Youtube je Stream zahlt, auch eine Lizenzgebühr für Blogger erhoben hat, die Youtube-Videos einbetten. Vorgesehen ist das zwar im Deal mit Youtube, allerdings nur, wenn Youtube auch mitverdient. Und das hat die ECAD wohl kurzzeitig vergessen…

Dieses Passus möge die GEMA im zu verhandelnden Vertrag mit Youtube bitte rauslassen. Oder wäre es am Ende nur fair, wenn wir für eingebundene Videos zahlen müssten? Kann man drüber streiten! Wird man tun! Aber was ist dann mit Videos, die bei Facebook abgespielt werden? Zahlt Facebook? Der Inhaber eines Privatprofils? Puuuuh

 

 

 

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