Sound of Dresden? Sound of Pain!

· 04.01.2012 · 33 Kommentare

Der jährlich stattfindende Song-Wettbewerb „Sound of Dresden“ ist offenbar endgültig am Tiefpunkt angekommen. Die 50 Mark Website, auf der das Voting stattfindet, mag vielleicht noch als ironischer Retro-Spaß durchgehen, aber in Verbindung mit dem Niveau der meisten teilnehmenden Songs, ist das kulturell so wertvoll wie das Buchregal im 1 Euro Shop. „Ich habe Esel getroffen, die interessanter furzen können“, würde mein Onkel E. aus B. wohl anmerken.

Sound of Dresden – Qual der Ahnungslosen? Nein, einfach ein Songwettbewerb, an dem sich fast kein einziger ernst zu nehmender Act mehr beteiligt. Harry Bushh? Pretty Mery K? Garda? Der Anker? Mikrokosmos23? Gentle Lurch? Muzzy Mystery? Irgendetwas Elektronisches aus der Uncanny-Ecke? Nicht mal ein Spaßtrack (Porn & Cunthead zum Beispiel) findet sich. Halt! Einer doch. Die Tulpen! Aber sind Jungsenioren wie Preibisch und DNMK wirklich die Hoffnungen des Dresdner Nachwuchses?

Das ist jedenfalls nicht der „Sound of Dresden“, sondern zum größten Teil der Sound of German Proberaum. Das ist kein Vorwurf an die Bands: Am Anfang klingt man einfach so. Aber das kann nicht der Anspruch der etabliertesten Dresdner Bandparade sein! Sorry, aber entweder dem Dresdner (immerhin Stammspieler im zentralen Mittelfeld der Dresdner Kreativwirtschaft) fällt was ein, um das ganze auf ein neues Level zu hieven oder man sollte es ganz sein lassen.

Aber wie dem auch sei: Auch an die Künstler drei kleine Tipps:

1. Bei der Wahl des Bandnamens darf man sich mehr als 10 Minuten Zeit lassen! Was ist denn los mit Euch? Seid Ihr Künstler oder Versicherungsvertreter mit Krawatten-Abo bei C&A? Wenn Euer Ziel ist, schon wegen des Bandnamens niemals nie einen Gig zu bekommen, dann haben die meisten von Euch alles richtig gemacht. Als positive (weil originelle oder treffende) Ausnahmen fallen mir gerade nur „Zwiebelspacken“, „Fresh T.`s classic cars & bike repair“ und „Schimmelreiter“ ein.

2. Bei einem Songwettbewerb tretet ihr gegen 20 andere Songs an! Ihr habt also maximal 20 Sekunden, um Aufmerksamkeit zu erzielen. Es ist KEINE geile Idee, Songs mit einem Intro einzureichen, das länger dauert als ein 1.000-Meter-Lauf.

3. Sprachreisen nach Malta gibt es bereits ab 250 Euro und über die hiesigen Volkshochschulen geht es noch billiger. Euer Englisch ist teilweise so schlimm, Borat hört Eure Songs als Gag-Inspiration! Lernt Aussprache oder singt Deutsch! Aber aus dem Alter für Fantasie-Englisch seid Ihr raus, seit sich Eure Luftgitarre in eine Fender verwandelt hat!

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  • Bist Du aber böse :-)
    Ich habe versucht nett zu sein. Beim nächsten Mal versuche ich, Dich zu überbieten…
    http://www.dresdner-rand.de/so-klingt-dresden/

  • Würde die „TITANIC“ oder der „EULENSPIEGEL“ den Sebastian gut bezahlen, könnte er dort glatt eine eigene Kolumne bekommen! Beim lesen des Beitrages wanderten meine Ohren nach hinten, damit mein Grinsen genug Platz hat!

  • Al

    Joe Zwiebel war ja wohl ein Spaßtrack!

  • frnk

    *zustimm* der SOD-trend ging wirklich jahr für jahr immer nur abwärts.
    das magazin kann zwar auch nehmen was kommt (ok, die miesesten sollte man besser einfach ablehnen), aber das ergebnis ist schon bildgebend über das blatt, vor allem aber für den ziellos verkalkten großteil dieser stadt. von kultureller frische nix zu spüren, alles nur alter stickiger muff, der keinen fruchtbaren boden gibt. doof dass unter solch einem namen auch noch versucht wird, den haufen in die welt zu kehren. jaja, sie wird es uns förmlich aus den händen reißen.

    wer für den elektronischen bereich aber immer nur nach uncanny schreit, ist auch kaum inspirierter als die dresdner-redaktion. und wehe, jetzt kommt jemand mit tiny, spunky.. *hust!
    wenn man wöllte, könnte man so vieles hier finden. wahrscheinlich ist es genau dieser muff, vor dem gute künstler flüchten, indem sie eben nicht großspurig „wir sind dresden“ heraus hängen lassen, sondern eher mal über den tellerrand schauen und sich vor allem auf eines konzentrieren: gute musik machen.

  • von kultureller frische nix zu spüren, alles nur alter stickiger muff, der keinen fruchtbaren boden gibt.

    vielleicht hast du recht! vielleicht geht wirklich nicht so viel, wie ich vor zwei jahren meinte zu spüren. als blog für „subkultur und subkreativwirtschaft“ mit homebase dresden habe ich mir eindeutig auch mehr leben gewünscht. mehr kommentare, gastbeiträge, verlinkungen, kleinere battles :D

    da schreien alle dresdner bands, dass sie keiner wahrnimmt. wir schreiben über sie und sie geben nicht mal ein zeichen, dass sie es lesen. selber bloggen? mal eine presseinfo rüberschicken? mal einen free-download anbieten? nichs is….

    wer für den elektronischen bereich aber immer nur nach uncanny schreit, ist auch kaum inspirierter als die dresdner-redaktion.

    sorry. aber „immer“? wann hat denn hier jemand nach uncanny geschrieben? übrigens die einzigen außer etui, die uns in dd mit vernünftigen pressemeldungen versorgen und da ich selber nicht auf elektropartys gehe ist das nun mal meine quelle nr .1!

    ich persönlich (!) habe hier – soweit ich mich erinnere – auf mittelstern genau ein mal (!) was über uncanny gesagt und zwar in dem artikel oben!

    je größer diese „immer nur uncanny“ welle wird (banq, facebook & Co), desto mehr erinnert sie an gewisse zeiten in hh („L’age d’Or vs die Welt). und es trägt NICHT dazu bei, dass man die anderen labes ernster nimmt.

    • Udo

      Vielleicht seid Ihr einfach auch nur zu unbedeutend. Mit Recht. :-))))

  • frnk

    nunja, dass bei dem überangebot von bands/künstlern (inkl. vielen unbedeutenden) und einem überangebot von blogs/magazinen/freien radioshows/streams (inkl. vielen unbedeutenden) nicht jeder jeden ungefragt bemustert, anfragt, um support bettelt usw., ist auch gut so. denn die ungebetenen promofluten aus aller welt sind bereits anstrengend genug.
    man geht ja auch erstmal davon aus, dass medien durch recherche glänzen, nicht durch weiterleiten von promotion.
    außerdem: wer nicht hier auf sich aufmerksam macht, tut das an anderer stelle. für künstler finden sich immer & überall ansprechpartner, für medien findet sich immer & überall material.

    „immer nur…“ bezog sich nicht auf Mittelstern, da ich diesen blog bisher garnicht kannte (sorry falls das so rüber kam). uncanny stellt sich halt mehr oder weniger umfassend als DIE dresdner elektronische musik hin – was schon allein nicht der fall ist, weil das feld der elektr. musik viel größer ist als deren nische. weil die crew innerhalb des tals so aktiv ist, bekommt die szene natürlich auch dieses gefühl vermittelt. nicht-recherchierende medien aber auch.
    der unterschied zwischen innen- und außenwirkung von musik aus dresden ist manchmal recht groß. zudem thematisieren andere künstler ihre heimatstadt überhaupt nicht. all das relativiert aussagen über vermeintliche monopolstellungen oder alternativlosigkeiten.

    was meinst du mit „gewisse zeiten in hh“?

    • nunja, dass bei dem überangebot von bands/künstlern (inkl. vielen unbedeutenden) und einem überangebot von blogs/magazinen/freien radioshows/streams (inkl. vielen unbedeutenden) nicht jeder jeden ungefragt bemustert, anfragt, um support bettelt usw., ist auch gut so. denn die ungebetenen promofluten aus aller welt sind bereits anstrengend genug.

      ich sehe weder kein überangebot an artists und erst recht kein überangebot an blogs/magazinen, die sich wirklich engagiert mit subkultur befassen. das mag im bereich der elektronischen musik anders sein, in sachen „rock“ gibt es im grunde… ääh: NICHTS! das neue rock city find ich ganz gut! wäre super, wenn das mit einem der dresdner stadtmagazine vertrieben wird (dann stünde da wenigstens irgendwas drin und das rock city würde ordentlich vertrieben). aber wo sind denn die dresdner artists, die die öffentlichkeit (also auch uns) über einen eigenen blog und vernünftige presseinfos, fotos oder videos auf sich aufmerksam macht? ich such sie! daher:

      man geht ja auch erstmal davon aus, dass medien durch recherche glänzen, nicht durch weiterleiten von promotion.
      Als so großen Romantiker hätte ich Dich jetzt nicht eingeschätzt. Nimm alleine banq. Das war ja durchaus früher mal eine der wenigen guten Seiten in dd. Aber selbst zu Hochzeiten bestand der Recherchefaktor dort doch eher darin, dass man sich im Forum auf neue Talente in DD aufmerksam gemacht hat.

      Fakt ist: Wer meint, dass er keine Promo machen muss, der soll mal schön weiter darauf warten, dass er gefunden wird. Klar posten wir hier keine Pressemitteilungen ab! Aber wir können nicht jeden Tag auf Konzerte gehen und schauen uns daher Presseinfos aus Sachsen ganz genau an. Löschen geht immer… :D

      Aber das Thema sollte man vielleicht noch mal etwas vertiefter angehen. Ich schreib Dich dazu noch mal an, ok?

  • kumpel3000

    das größte problem für anspruchsvolle bands ist das, das von seiten der redaktion nicht ausgesiebt wird. und man wie beschrieben nich mit dem muff in einer reihe gesehen werden will. das is bissl wie bei dsds da kann auch jeder mitmachen und am ende überwiegen die plinsen. und welch etablierte band sieht einen sinn darin sich zum 3 oder 4 mal dem voting zustellen. hier muss die GUTE jugend ran, und die GUTEN müssen dann konsequent supportet werden, weil es sonst in dd gut sein kann das der muff über die GUTEN gewinnt! (wie im K-Block)

  • Clemens

    Also erstens mal ist elektronische Musik nicht das non plus ultra. Nur weil einem der Musikstil nicht gefällt, ist es anmaßend über die Qualität von Bands zu urteilen, wenn man null Ahnung von anderer Musik hat.
    Außerdem heißt Subkultur nicht per se, daß sie gut ist. Es gibt überall qualitativ gutes und schlechtes, egal ob Subkultur, Mainstream oder sonstwas.
    Es steht jeder Band frei, sich an Wettbewerben oder Votings zu beteiligen. Und die Auswahl ist, wie immer bei solchen Dingen, gemischt. Da gibt es richtig gute und richtig schlechte Dinge.
    Immer nur rumjammern, wie unbeachtet man doch ist, ist doch auch nur eine Form von Selbstbeweihräucherung.

  • Clemens, wen sprichst Du jetzt an? Ich (Autor) habe garantiert nicht elektronische Musik gefordert, weil ich sie persönlich mag (lies noch mal genau….)! Ich habe lediglich festgestellt, dass sich so gut wie kein elektronischer Beitrag findet, obwohl diese Szene in Dresden ja sehr lebendig ist und eindeutig kreativer als die meisten Rocker

    • Udo

      Meinst Du. Aber auch Deine Meinung ist nur eine Meinung. Mehr nicht. Das Kreuz mit den Leuten, die über Musik schreiben ist, dass die meisten keine Ahnunng von selbiger haben. Aber geschenkt.

  • Clemens

    Na, wenn es elektronische Musik in Dresden gibt, können sich die Musiker ja bei Sound of Dresden beteiligen. ;-)
    Ich meinte es nur so allgemein, weil es sich alles schon ein bissel nach Selbstmitleid angehört hat. War nicht persönlich gemeint.

  • Selbstmitleid? Noch einmal: Es geht nicht darum, die Bands zu kritisieren! Es geht darum, dass jeder Bandwettbewerb immer nur die Bands bekommt, die er verdient! Und diese Bands sind zu weit über 50% absolut uninteressant, untalentiert, unhörbar. Hier geht es nicht um Genre sondern um Qualtität

  • Clemens

    Nein, jeder Wettbewerb bekommt die Bands oder Musiker, die sich daran beteiligen.
    Wenn die ganzen angeblich qualitativ so tollen Bands sich nicht beteiligen, brauchen sie auch nicht rumheulen. ;-)
    Ich finde übrigens nicht, daß über 50 Prozent absolut uninteressant, untalentiert und unhörbar sind. Geschmäcker sind halt verschieden. Mich nervt bloß, wenn jemand über Musik urteilt und schreibt, jemand sei gut oder schlecht, ohne es fundiert zu begründen, warum jemand klasse oder unhörbar ist. Das läuft aber in großen Teilen der Musikkritik so. Und leider unterscheiden sich da Mainstream und Underground nur wenig voneinander. Der Unterschied ist nur, daß sie jeweils ein anderes Publikum bedienen. Mir fehlt bei vielen Urteilen über Musik echt der Sachverstand und fundierte Kenntnisse über Musik bei den meisten Leuten, die sich dazu äußern. Wahrscheinlich, weil die echten Könner einfach ihr Ding machen, ohne auf solche Urteile zu achten.
    Es geht echt nicht gegen Dich persönlich.
    Ich finde, Sound of Dresden (der Name ist echt Scheiße) ist insofern eine gute Sache, weil gerade Underground-Bands die Möglichkeit bekommen, sich auf einem Sampler zu präsentieren, wo eben ganz unterschiedliche Bands vertreten sind. Und wie hoch das jeweilige Niveau des Samplers ist, hängt von den Bands ab, die sich beteiligen, und vom Publikum, das darüber abstimmt. Was ist daran schlecht?

  • frnk

    Sogenannte Qualität und Sachverstand sind m.E. in der Popkultur kaum noch relevant. Du erwähntest ja selbst die Geschmacksfrage. Musikkritik bedeutet deswegen ja dieser Tage nur Meinungsäußerung oder Musikphilosophie. Wer soll denn aller Welt sein Gut-/Schlecht-Urteil diktieren dürfen? Also wird hier das Publikum selbst gefragt. Aber anscheinend sollte es sich die Trackauswahl besser selbst aussuchen ^^ Womit wir dann aber irgendwann wieder bei der Aufmerksamkeits-Hascherei ankommen…

    Alle Stile unter einen SoundOfDresden stellen zu wollen, ist halt Unsinn. Deswegen machen die Elektroniker ja auch nicht mehr mit („Blackberry“ wäre übrigens doch einer). Wenn hier aber tatsächlich der Mist überwiegt, schreckt das Teilnehmer und Publikum für kommende Jahre gleichermaßen ab.

  • Clemens

    Ja, es ist eigentlich Schade, daß die „Popkultur“ (und dazu zähle ich auch den Underground) von Leuten dominiert wird, denen ihr eigener Geschmack wichtiger ist, als eine fundierte und um Objektivität bemühte Beurteilung ,und von denen die meisten echt kaum Ahnung von Musik haben. Das macht es für wirklich gute und innovative Musiker schwer.
    Umso besser ist es doch, allen eine Plattform (sie Sound of Dresden) zu bieten, in der man sich wenigstens einem durchmischten Publikum stellen kann. Klar, kann man auch hier scheitern. Aber man hat wenigstens als Band die Möglichkeit, sich unkonventionell und ohne eigenen Kostenaufwand zu präsentieren und den einen oder anderen auf sich aufmerksam zu machen. Sich da auszuklinken, ist ok, aber meiner Meinung nach nicht der richtige Weg.
    Und abgesehen, von einigen Ausnahmen, war die Wahl der Leute bei Sound of Dresden dieses Jahr doch gar nicht so schlecht (Jedenfalls bin ich der Meinung und mir der Subjektivität meines Urteils bewußt. ;-)))

  • frnk

    Prinzipiell verstehe ich deine Gedanken sehr gut, aber ich bin davon überzeugt, dass es einfach keine Objektivität gibt, wenn es um die emotionale Wirkung von Musik geht. Eher größere oder kleinere Schnittmengen von Menschen, die Musik ähnlich wahrnehmen, mögen/nicht mögen, …
    Es ist ja wirklich gut, dass dies keine wissenschaftliche, institutionelle oder journalistische Stelle allgemeingültig beurteilen kann. Musik lebt von und entwickelt sich an Reibungspunkten.
    Die „Ahnung von Musik“ könnte maximal eine Lehrmeinung sein. Aber wie gesagt denke ich, dass die Lehrmeinungen in der Popkultur immer mehr an Relevanz verlieren und irgendwie auch verschwimmen, da man sich bewusst wird, dass Musik bis auf ein paar wenige physikalische Grundsätze eine hauptsächlich emotionale Sache ist. Die Emotionen der Menschen sind aber nunmal nicht alle gleich, zum Glück.
    Naja.. sorry, ich schweife ab.

    Ich glaube beim „Sound Of Dresden“ zeichnet sich das ab, denn die Akzeptanz dieses Magazins, einen allgemeingültigen Sound Of Dresden zu repräsentieren, scheint zu sinken. Deswegen klinken sich viele aus. Und das ist ein gutes Zeichen dafür, dass Musik immer etwas individuelles ist und sich nicht mehr komplett .. äh .. „zentralisieren“ lässt.

  • Clemens

    Hm, ich denke eigentlich nicht, daß die Leute von Sound of Dresden die Dresdner Musik zentralisieren wollen oder so. Es ist halt ein Angebot von vielen. Das kann man mögen oder auch nicht. Und wenn die anfangen würden, die Bands nach ihrem eigenen Geschmack zuzulassen oder auch nicht, was würde das bringen? Nur noch eine Stelle mehr, die Musik nicht nach Musik beurteilt, sondern nach dem eigenen Geschmack. Insofern ist es gerade gut, daß dort jeder mitmachen kann, egal wie gut oder schlecht er ist.
    Ich finde sowieso, daß man irgendwie respektvoller miteinander umgehen sollte, was die Musik betrifft. Aber es scheint vielen Leuten schwerzufallen, zu sagen: Ich finde die Musik zwar nicht so toll, aber drauf haben sie’s.“ Das passiert leider viel zu selten. Sicher, weil man sich eben von seinem Gefühl leiten läßt. Klar, Musik hat sehr viel mit Emotionen zu tun. Aber ich bin nicht Deiner Meinung, was deren Umsetzung betrifft. Musik kann Emotionen berühren oder auch nicht. Aber das sagt noch nix über deren Qualität aus. Was meinst Du, wieviele Menschen auf irgendwelchen Schlagermist emotional starkt ansprechbar sind, obwohl nur mit zwei, drei immergleichen Harmonien agiert wird, weil man weiß, welche das Herz berühren. Trotzdem ist die Musik schlecht. Und es gibt zig Leute, die Bach kalt läßt, und trotzdem ist es geniale Musik. Es gibt schon objektive Bewertungsmaßstäbe. Diese auch zu benennen, ist im Bereich der klassischen Musik viel stärker Praxis. Da wirst Du zumindest kein Profi, wenn Du Dein Instrument nicht ordentlich beherrschst. In der Popkultur ist das grundsätzlich nicht so und auch ok, denn eigentlich ist das ja die Volksmusik unserer Tage. Aber es gibt eben auch hier Komponisten (und Texter) die ihr Handwerk beherrschen, und welche, die es nicht tun. Das merkt jeder, der zum Beispiel fit ist in Musiktheorie oder in Linguistik. Und solche Leute können Qualität auch ganz konkret benennen.

    • Hej Clemens, alles soweit gut und schön. Aber Musik ist eben nicht nur Handwerk! Erfolg basiert außerhalb der Klassik nicht auf handwerklichen Fähigkeiten sondern entweder auf Kreativität und Originalität oder auf guter Vermarktung. Der Bandname – um mal wieder darauf zurückzukommen – gehört in beide Ligen!

      Ich habe als Musiker, Veranstalter und Tourmanager an weiß ich wie vielen Konzerten mitgewirkt, für ein Label gearbeitet und einen eigenen Musikverlag betrieben. Ein wenig Einblick in die Arbeitsweise des Geschäfts habe ich. Ich werde auch jetzt keine Namen nennen, aber: Da sind gut zehn Bands dabei, deren Demos werden von Bookern, Journalisten und Labelmachern alleine wegen ihres Namens nicht mal mit dem Hintern angeguckt. Wer sich nicht mal einen kreativen Bandnamen ausdenken kann, was soll ich von dem für Musik erwarten? Und ganz ehrlich: So klingen sie auch! Und damit – das noch mal Richtung Herrn oder Frau i.A. – meine ich nicht Zwiebelspacken. Das habe ich mir als erstes angehört! Weil es neugierig macht!

      Aber vielleicht ist das hier auch bisher nicht klar genug geworden:

      SOD ist in meinen Augen KEIN BANDWETTBEWERB sondern ein SONGWETTBEWERB! Und da geht es eben NICHT ums handwerkliche Können sondern ausschließlich um Kreativität (Songwriting, Text, Arrangement)! Und die kann man eben nicht objektiv beurteilen!

      Für Marketing-Dinge (Bandfoto, Logo, schmissige Bio) lässt die Website ja keinen Spielraum!

      PS: Ich habe nie gesagt, dass die Bands nicht spielen können! Ich habe nur gesagt, dass sie keine guten Songs schreiben können, die Bandnamen oll klingen und lange Intros bei einem Songwettbewerb nicht gerade glücklich sind!

  • Also Freunde, hier so einen rant loszutreten wegen einem lokalen Bandvoting… Macht doch mal ein bisschen halblang und trinkt in Ruhe ein Bier! :)

    Man kann sich ja sicher über den Anspruch des Titels/der Etikettierung „Sound Of Dresden“ streiten, ansonsten wird hier die ganze Aktion wohl für etwas gehalten und wichtiger genommen als es den Bands oder dem DRESDNER jemals eingefallen wäre.
    Onlineabstimmungen können für so einen Rahmen niemals repräsentativ sein, egal ob man das im Retro- oder Buzzword-Bingo-Web2.0-Spaß abhält, das ist auch glaub ich jedem klar. Das Voting generiert allerdings eine dicke Menge traffic, und verschafft den teilnehmenden Bands ein breites Gehör, und dem tatsächlich interessierten oder einfach nur neugierigen Hörer einen kleinen Überblick was musikalisch (unter anderem) gerade so gemacht wird.
    Es gibt mehr als genug Feedback in die Richtung: „Kannte Band X noch nicht, finde ich gut, gucke mir das nächste Konzert an“. Super Sache, dann hat sich das doch schon gelohnt, oder nicht?

    Zum wenig erhellenden Rest des Posts werf‘ ich mal nur zurück:
    Besser machen! Bin schon (sehr) gespannt…

    Gruß i.A.
    (Sound of) Sound of Dresden

    • Heinz, ich würde ja gerne annehmen, dass Du „i.A.“ persönlich bist!

      Aber „Besser machen“ kann und wird nicht die Antwort von einem Journalisten sein (da ein Journalist selber täglich kritisiert und weiß, dass er das auch tut, um – mit mehr oder weniger harten Worten – an einer positiven Veränderung beizutragen und nicht, um jemanden zu beleidigen. Also kann und werde ich leider auch nicht darauf antworten!

  • frnk

    @Clemens: Ich weiß schon, was du meinst. Und bei dem extremen Beispiel Schlager vs. Klassik kann man dem auch nur recht geben. Mit „Relevanz“ meine ich, dass Popularität über Erfolge entscheidet, nicht die Meinung einer Elite – was ich nun auch nicht als gut bewerte (das könnte man sogar schon in eine politische Diskussion treiben). Klar gibt es objektive Maßstäbe, aber POP beweißt, dass diese eben nicht für Erfolge relevant sind. Zumal sie sich mit der Zeit und der allgemeinen Akzeptanz verschieben.. vor 50 Jahren war Rockmusik in der Lehrmeinung was Anderes, als heute. Und genau das geschieht gerade auch mit der elektronischen Musik (von wegen Nonplustultra oder nicht ;)

    „Besser machen“ ist übrigens wirklich ein Scheiß-Argument! :-D

  • Richtig, i.A. ist nicht Heinz, auch nicht im Auftrag des Herrn, vielleicht im Auftrag der Verhältnismäßigkeit. ;)
    „Besser machen“ bezog auf einen Kommentar von sebastian im Dresdner Rand und ist durchaus kein Scheiß-Argument sondern kundet von ernsthaftem Interesse, wenn denn mal die „gescheite Umsetzung“ gefunden ist. naja, is auch wurscht.
    Das Thema ist leidig, wir machen den sod ja nicht zum ersten mal. ‚Hieven‘ ist übrigens das richtige Wort für kommunikative und technische Verbesserungen die schon vor Jahren im Gespräch waren… …dann haben wir zB mehr etablierte Bands im Voting und die kleinen neuen können nicht dagegen anstinken. Oder wir lassen das Voting ganz weg und arbeiten mit einer Jury, dann würden Spaßkasper wie die Zwiebelspacken rausfallen, was ich persönlich (und sicher noch ein paar andere wie man am Ergebnis sieht) schade fände… [ETC]
    Es liegt nun mal in der Natur der Sache das sich das nicht in die *Breite* hieven lässt. Mit Bandnamen die nicht nach C&A klingen oder kürzeren Intros oder einer tollen klingklang-ajax-website ist da nichts getan. Wir sind *Ideen* gegenüber aber immer offen.
    So wie es ist gibt es keine Richtung vor, jede Einreichung wird ohne Wertung aufgenommen. Die Bands haben nach wie vor Interesse, und der Verkehr und damit die erzielten Reichweiten, besonders für unbekanntere Bands und Projekte sprechen für sich.
    Und es ist, so stehts geschrieben im Buch der Friesen, der _Versuch_ ein bisschen Licht auf die Dresdner Musikantenszene zu werfen.
    Mehr nicht… Am Ende ist eh alles nur Rock’n Roll.

    • Das Thema ist leidig, wir machen den sod ja nicht zum ersten mal.“

      Genau darum geht es! Es ist ein etabliertes Projekt mit einem etablierten Namen. Und somit auch sicher Argument genug, es eben NICHT selber zu machen sondern Kritik zu üben.

      – Die Voting-Seite so lieblos daherkommt wie eine Häkeldecke aus dem Knast
      – Man auf der Seite absolut nichts über die Bands erfährt
      – Weder das Voting noch die Bands in Eurem Januarheft eine Rolle spielen
      – Überhaupt im aktuellen Dresdner nicht eine Dresdner Band eine Zeile wert ist
      – Auf Eurer Facebookseite gerade mal drei Likes für die Ankündigung zum Voting zu finden sind

      Fazit: „Licht auf die Szene werfen“ ist eine verdammt wichtige Angelegenheit. Und gerade weil der Dresdner sich in Sachen Kreativwirtschaft so stark engagiert auch der absolut richtige Ansatz. Es wirkt nur leider absolut lieb- und leidenschaftslos umgesetzt und in meinen Augen schlägt sich das eindeutig auf die Qualtität der Teilnehmer wieder. Mit geht mir absolut nicht darum, dass ich die „bekannten“ Bands dabei haben will! Mir geht es darum, dass ich fest davon überzeugt bin, dass es auch originelle, innovative Nachwuchsbands gibt, die genau aus den oben genannten Gründen nicht mitmachen.

  • Clemens

    Hallo frnk, klar entscheidet in der Branche die Popularität über den (kommerziellen oder Bekanntheits-) Erfolg. Keine Frage. Leider handelt es sich ja auch um’s „Musikgeschäft“. Und gerade in diesem Fall ist Sound of Dresden doch eine gute Möglichkeit für unbekannte Bands, etwas an Popularität zu gewinnen. Das hat aber letztlich nix mit der Qualität dessen zu tun, was die Bands machen. Es gibt gute Bands, die populär sind und welche, die es nicht sind. Ebenso gibt es schlechte Bands, die populär sind und welche die es nicht sind. Das eine hat mit dem anderen nicht wirklich was zu tun. Dabei spielt eben auch sehr viel Fortune eine Rolle. Und die Macht der Medien. Man kann eben heutzutage jede Band hochpuschen, wenn man die Mittel hat und es will. Die große Masse des Publikums ist nämlich eher nicht festgelegt und entsprechend manipulierbar.
    Es geht übrigens nicht um die Meinung einer Elite, wenn es um Qualitätsfragen geht, sondern um objektiv beurteilbare Maßstäbe. Das ist ein Unterschied. ;-)

    Hallo sound of dresden: Also, ich finde Eure Aktion grundsätzlich ok. Die Form des Votings wird nie perfekt sein können, aber wie Du schon geschrieben hast, gibt es eben gerade auch den weniger etablierten Bands gute Möglichkeiten, sich zu präsentieren und auch für sich abzuchecken, wie die Resonanz ist. Gut finde ich übrigens, daß man diesmal den ganzen Song hören konnte, weil ein Ausschnitt den Eindruck auch verfälschen kann, je nachdem, welchen man aus einem Song nimmt.
    In der letzten Antwort von Sebastian sind ja auch ein paar konstruktive Hinweise, von denen ich einige unterstützen würde.
    Das Designs finde ich im Gegensatz zu ihm in Ordnung, und so was ist sowieso immer eine Frage des Geschmacks. Es paß zum Dresdner, und man sollte sich da auch nicht verbiegen.
    Über die Bands erfährt man schon was, wenn man sich die Mühe macht, die Links zu verfolgen. Und ein bissel Interesse setze ich einfach voraus. Ein bissel schwierig ist es, daß am Tag immer nur eine Band das Bild beherrscht. Besser ist da vielleicht, wie Ihr es dann am Schluß gemacht habt, daß mit jedem anklicken eine andere Band da ist.
    Daß in der Januarausgabe und überhaupt etwas mehr über die beteiligten Bands erscheinen könnte, finde ich auch. Vielleicht könnte man ja schon im Vorfeld alle Bands vorstellen, vielleicht so in den Ausgaben Oktober, November? Und danach die Bands, die auf den Sampler kommen. Das habt Ihr, soweit ich mich erinnere, früher mehr gemacht.
    Grundsätzlich finde ich das gut, was Ihr da macht.

    Hallo Sebastian, Du hast sicher Recht, daß Musik nicht nur Handwerk ist. Das meinte ich auch nicht ausschließlich. Obwohl natürlich ein gewisser handwerklicher Mindeststandart schon eine Rolle spielt, nicht zuletzt auch bei der Produktion der Titel.
    Daß (kommerzieller) Erfolg sehr an der Kreativität hängt, wage ich zu bezweifeln. Im Wesentlichen hängt er in der Popkultur an der Vermarktung. Und bei dieser spielen zum einen die Möglichkeiten eine große Rolle. Wenn ich ein Label habe, das mich in allen Medien irgendwie platzieren kann, wird auch der letzte Eumel mitbekommen, daß es mich gibt. Zum anderen spielen glückliche Umstände eine Rolle, in der Art, daß ich es schaffe, effizient MEIN Publikum zu finden (denn ein Publikum hat jede Band, egal wie gut oder schlecht sie ist). Die Vermarktung ist der Schlüssel zum Erfolg. Wahrscheinlich hast Du in dieser Sache auch einen größeren Einblick als ich.
    Was die Kreativität (Songwriting, Text, Arrangement) betrifft, finde ich schon, daß es dafür auch objektive Maßstäbe gibt. Wirkliche Kreativität ist bei so was sehr oft nicht massentauglich. Man kann schon feststellen, ob ein Song qualitativ gut gemacht, getextet und arrangiert ist. Und das hat nix mit dem jeweiligen Musikstil oder Geschmack zu tun. Es gibt so etwas wie Notenlehre, Metren, Sprachrhythmus etc. Das muß man als Musiker nicht unbedingt alles theoretisch können, aber es ist eben feststellbar, ob es beherrscht wird oder nicht. Nur mit emotionaler Beurteilung kommt man da nicht weiter. Die kann einem bestenfalls erahnen lassen, ob ein Song gut oder schlecht ist. Meist gewinnen solche Dinge ja auch erst mit einem großen zeitlichen Abstand ihr wirkliches Gesicht. Die Popkultur ist dazu noch zu jung. Man wird wohl erst in 300 Jahren oder so beurteilen können, wie innovativ die Stones oder sonstige derzeitige Größen wirklich waren. Und da wird es sicher erstaunliche Veränderungen in der Beurteilung geben, die wir beide allerdings nicht mehr erleben dürften. ;-)
    Zum Bandnamen. Da magst Du vielleicht Recht haben. Aber das ist ja nun noch viel mehr eine Frage des Geschmacks. Ich persönlich höre Musik nicht wegen eines originellen Bandnamens. Der ist mir grundsätzlich ega. Und zum Beispiel „Zwiebelspacken“ mag zwar originell sein, aber irgendwie auch ziemlich scheiße. ;-)

  • Nun ja. Schöne Diskussion. Ich freue mich immer wieder, wenn nach interessanter Musik gerufen wird. Komisch nur, dass bei unseren Veranstaltungen kaum Jemand auftaucht. Ich denke schon, dass wir einiges Interessantes aus dem Bereich elektronischer Musik bieten bzw. geboten haben: http://www.club-debil.com/aktion/konzert.htm#archiv
    club|debil-Veranstaltungen stehen eigentlich immer in den Montasmagazinen, manchmal erweist uns sogar banq die Gnade unsere Termine zu veröffentlichen und was bringt’s? Am Ende sind die immer gleichen Hanseln vor Ort. In Dresden scheint’s an dieser Art Musik (Industrial, Noise, Ambient) kaum Interesse zu geben oder all die hippen Elektroniker haben keinen Bock auf den „Grufti-Scheiß“. So kann man’s natürlich auch sehen, wenn man sich nicht damit beschäftigt.

    Dresden hat(te) aber durchaus etwas zu bieten: SARDH, Balog, Scatology, Voxus Imp., Audiokollektiv, Chen Unst. Die spielen aber auch außerhalb eines kleinen Kreises keine Rolle. Kent keiner, interessiert Niemanden. Ist zu wenig Bummbummtechno…

  • frnk

    @Clemens: In vielen Punkten gebe ich dir recht, denke aber, dass du grundlegend einem Irrglauben aufsitzt (Sebastian hat das ja auch schon angeschnitten): Woran willst du „Qualität“ denn wirklich objektiv festmachen?

    M.E. ließe die sich höchstens im handwerklichen Teil messen. Handwerk unterscheidet sich klar von der Kunst. Das Handwerk kann man erlernen: Harmonielehre, Rhythmus, das Spielen eines Instrumentes, das Bedienen von Software oder eines Tonstudios oder das Handwerk eines Discjockeys. Ein Musiker der ein Gitarrenriff perfekt nachspielen kann, ist noch längst kein Künstler. Computer können z.B. Sonaten technisch perfekt runter spielen, aber das macht sie keineswegs besser als die Interpretation eines großen Pianisten. Ein Fotograf der korrekte Passbilder macht, ist damit noch kein Künstler. Kochkunst heißt nicht, Rezepte nachzukochen. Kunst in der Malerei heißt auch nicht, eine Landschaft perfekt abzumalen, das weiß man seit mindestens 200 Jahren. Handwerk ist eine Voraussetzung, um überhaupt auf Dauer künstlerisch aktiv werden zu können. Wir sind eben keine Computer, die man mit Musik programmieren kann. Kunst ist etwas rein Emotionales, Subjektives und basiert nicht auf Fakten.

    Musiker wissen, dass sich immer jemand findet, der ihre Musik gut findet – und dass sich immer jemand findet, der ihre Musik schlecht findet. Und jeder Musiker hat wunderbare Ideen in der Schublade, die ungehört verrotten, weil sie nicht wenigstens für eine kleine Masse kompatibel wären oder einfach nicht zum Zeitgeist passen. Am Ende entscheidet also die Masse.
    (Wenn eine intellektuelle Elite sagt, dass Schlager dumm ist und die Jugend sagt, dass Schlager nur uncooles Geschnulze ist, kümmert das die Schlagerwelt einen Scheißdreck, denn die verdienen mehr als alle anderen zusammen ;)
    Nein im Ernst: Wenn eine intellektuelle Elite oder Jury Musik bewerten würde, würde sie ja quasi allen vorschreiben, wie sie das zu empfinden haben, was über die handwerklichen Basics wie Notenlehre, Metren, Sprachrhythmus etc. hinaus geht.

    Ansonsten: Ja, Marketing und unmoralische Methoden schaffen es, den Leuten ’ne Menge Schrott zu verkaufen (für uns ist’s Schrott, für die Leute ist’s genial ;). Aber wie erklärst du dir, dass Künstler z.T. nur via Youtube-Clips die größten Hits unserer Zeit zustande bringen? Die Höhe des Werbebudgets ist zum Glück doch nicht immer proportional zum Erfolg. Gute Musik spricht eben die Emotionen der Menschen an und ist somit nachhaltig. Rein Marketing-basierte Erfolge sind kurzfristig und schnell vergessen.

    Naja.. ist alles relativ. Auch für meine Ausführungen finden sich etliche Gegenbeispiele. Das zeigt, dass sich die Komplexität des Themas nicht einfach mit gut oder schlecht regeln lässt.

  • frnk

    @club|debil: Klingt nicht so, als wölltest du die hippen Bummbummtechnoelektroniker überhaupt als Zielgruppe gewinnen. Ansonsten: Ich lese Feuerwache Loschwitz. Hab nix dagegen, aber das ist nun auch nicht das Szenezentrum. Wer etwas verkaufen will, sollte bedenken: Die Leute sind fauuuuul… ^^

  • Fresh T.

    yöööööhr! Schon der zweite blog, der Fresh T.s Classic Cars & Bike repair positiv erwähnt ! :-)

  • Peter

    Hi Sebastian,

    nun bin ich auf der vergeblichen Suche nach Pressemitteilungen darüber, ob und wie das sod-Konzert stattfinden wird, auf diesen blog bzw. diese Seite gestoßen.
    Mich konnten ebenfalls die meisten musikalischen Beiträge nicht überzeugen, wobei ich mir dann durchaus auch bewußt mache, dass vieles möglicherweise einfach nicht meinem Musikgeschmack entspricht. Einiges fand ich richtig schlecht, einiges (weniges) allerdings auch richtig gut. Insofern widerspiegeln die Bewerbungen für mich den allgemeinen Trend in der nationalen und internationalen Musikszene. Was das DRESDNER betrifft, mag sein, da ließe sich einiges besser machen (Du hast da scheinbar mehr Ahnung), aber immerhin bieten die eine Plattform und Präsentationsmöglichkeit für regionale Musiker.
    Ich habe den SoD seit einigen Jahren beobachtet und kann nach meinem Geschmack auch keine negative Tendenz feststellen…allerdings unterscheiden wir uns da wahrscheinlich, ich meine, den Geschmack betreffend: Habe an anderer Stelle eine Anmerkung von Dir über Polarkreis 18 gelesen…ich habe mich damals schon beim Abspann von Krabath gefragt, ob das modern talking sind, die da spielen (ich wußte vorher nicht, dass Polarkreis am Soundtrack beteiligt sind).

    Über das diesjährige SoD-Konzert weiß ich nun immer noch nichts….

  • Clemens

    Hallo frnk, sicher ist alles relativ. Und ich meinte auch nicht das Handwerk ansich. Handwerklich gut zu sein, heißt noch nicht Kunst zu machen. Aber derjenige, der handwerklich gut ist, hat größere Chancen, Kunst zu machen. ;-) Es ist eben nicht Handwerk, ein gutes Stück gut zu interpretieren oder schlecht zu interpretieren. Dafür muß man künstlerisches Gespür und Leidenschaft besitzen. Ebenso beim schreiben von Songs oder Lyrik oder Musik. Auch hier hat der gute Handwerker die besseren Voraussetzungen, aber eben noch keinen Gratisschein auf Kunst.
    Jemand, der sein Handwerk nicht beherrscht, kann zufällig auch etwas zustande bringen, was Kunst ist. Aber das kann ein Affe auch. ;-)
    Die Youtube-Karrieren erkläre ich mir zum einen durch Zufall, zum anderen durch Netzwerke. Wer einfach so dort Karriere macht, wird eben zufällig von den richtigen Leuten, die es immer weiter verbreiten, entdeckt. Insofern unterscheidet sich das nicht so sehr von dem üblichen Verlauf. Außer, dass es dort nicht vorrangig um Kommerz geht.
    Die Masse entscheidet am Ende, was gehört und beachtet wird, aber nicht, was Kunst ist. Ein Bestseller ist zum Beispiel in den seltensten Fällen wirklich große Literatur. ;-)

  • Clemens

    Hallo Peter, wegen SOD. Schau doch mal auf die Webside der Scheune. Dort findet die Band Slam am 3. März um 21 Uhr (Einlass ab 20 Uhr) statt.