Daniel Glattauer: Alle sieben Wellen

· 19.04.2011 · Keine Kommentare

Alle sieben Wellen ist Daniel Glattauers Fortsetzung von Gut gegen Nordwind. Trotz aller Vorurteile, die sich beim Wort „Fortsetzung“ so auftun, kam ich an dem Buch nicht vorbei. Und habe mir damit bestätigt: Ich hätte auch diese Fortsetzung nicht gebraucht.

Im großartigen Vorgängerroman Gut gegen Nordwind (Leseprobe) begegnen sich Emmi und Leo ganz aus Versehen per fehlgesendeter E-Mail. Aus dieser Begegnung entwickelt sich zwischen den beiden eine Beziehung, die, wie auch der Roman, ausschließlich in E-Mail Dialogen stattfindet. Und wie das nun mal so ist mit Internet-Bekanntschaften – irgendwann stellen sich Emmi und Leo der Frage, ob sie sich nicht auch im wirklichen Leben einmal begegnen sollten…

Auf den Klappentext von Alle sieben Wellen verzichte ich hier, denn er nimmt das Ende des ersten Teils vorweg.

Alle sieben Wellen setzt zeitlich ca. ein halbes Jahr nach dem Ende des ersten Teils an. Wieder findet die gesamte Handlung ausschließlich in per E-Mail geführten Dialogen zwischen Emmi und Leo statt. Durch Glattauers ganz besondere Sprache bereitet das auch in der Fortsetzung eine Menge Lesespaß. Nur kennt man das ja nun auch schon.

Inhaltlich fühlte ich mich durch Emmis und Leos ständiges Hin und Her ab einem gewissen Punkt einfach nur noch genervt. Da konnte dann auch der Sprachstil nicht mehr viel rausreißen.

Wer Gut gegen Nordwind gelesen hat, sollte an Alle sieben Wellen lieber vorbei gehen. Den anderen sei Gut gegen Nordwind ans Herz gelegt.
Außerdem ist, unpassend zur aktuellen Jahreszeit, Der Weihnachtshund auch ein ganz bezaubernder Roman von Daniel Glattauer.

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