Album der Woche: Black Joe Lewis – Scandalous

· 25.03.2011 · 2 Kommentare

Teure aber abgefahrene Vinylausgabe der zweiten LP von Bluesbastard Black Joe Lewis und seinen Honeybears. Das Klappcover hat alle Texte, das Album gibt´s als CD und auf Clear Vinyl und zusätzlich gibt´s ein Extra-Vinyl mit 6 Coverversionen (Robert Johnson, Rocket From The Tombs, Freddie King, Junior Wells, Hounddog Taylo, Howlin Wolf). Die Scheibe bietet teuflisch wilden Soul aber auch Balladen, die tief unter die Haut gehen. Scandalous funzt auf dem Highway genauso wie auf dem Tanzboden. Wenn man sich die Live-Videos der Band ansieht, will mann wieder anfangen zu rauchen und kriegt dieses irre Grinsen, was nur wirklich tighte Funk&Soul-Rocker einem ins Gesicht zaubern können. Oder wie Reinhard schreibt: „Sehnig klingt das, durchtrainiert, da ist alles unnötige aus dem Sound verbannt und stellt man sich die ersten vier Songs auf der Bühne vor, dann ist man nach 12 Minuten durchgeschwitzt.“ Otis Redding und James Brown sind nicht zu verleugnende Paten, aber Lewis treibt eine Punk-Attitüde vor sich her, wie sie in diesem Genre selten ist.

Wenn King Khan oder The Dirtboms als souligste Garagevertreter durchgehen, dann ist Black Joe Lewis der garagigste Souler. Und Scandalous ein Vinylalbum, dessen Kauf einem erst ein Loch in die Münztasche reißt, das man dafür aber auch nie verkaufen will und wird, weil es so gut wie zeitlos ist. Bis dass der Tod euch scheidet, Digger, wird es es immer Momente geben, wo man sie auflegen kann. Hör selbst.

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