Ich trink (auf) DYNAMO

· 30.01.2010 · 15 Kommentare

Ich machs mal ausnahmsweise kurz und veröffentliche diesen „Artikel“ nahezu in der Form, in der die Gedanken auf dem Schmierzettel vom November 2009 stehen, denn ich komm doch eh nie dazu, daraus mal einen richtigen Artikel zu machen….

Ausgangslage:

1. Die Energydrinkmarke RED BULL kauft sich in einen Verein (Markkleeberg) in Sachsen ein, der zuvor keine Sau interessiert hatte und plant, dort ein zweites Hoffenheim aufzubauen. Extrem viel Geld wird in einen Oberligaverin gepumpt, den man auch noch unbenannt hat in „Rasenball Leipzig“, weil die Bezeichnung „Red Bull Leipzig“ laut DFB Statuten nicht zulässig ist.

Dieser Vorgang natürlich auch als Angriff an die bestehenden Traditionsvereine in Sachsen gewertet, um die es durch die Bank finanziell und sportlich gerade nicht zum Besten gestellt ist.

2. Dynamo Dresden spielt noch immer im „Rudolf Harbig Stadion„, denn ein zahlungskräftiger Käufer für die Namensrechte wurde bisher nicht gefunden. Bei Fans heißt das Stadion gerne auch einfach nur DYNAMO-STADION

3. Sollte zum Beispiel der VW Konzern die Namensrechte für die Marke SKODA erwerben (oder irgendein anderes Unternehmen), dann dürfte das Stadion zur Frauen Fußball WM 2011 nicht SKODA PARK heißen, da SKODA kein Sponsor der Frauen WM ist.

4. Diese Tatsache ist offenbar für viele potentielle Käufer der Namensrechte ein Negativgrund.

DIE LÖSUNG – DYNAMO, DER ENERGYDRINK

Liebe Verantwortliche von Dynamo Dresden,

es steht – soweit ich recherchiert habe – nirgendwo, daß ein Fußballverein bzw. eine ausgegliederte Gesellschaft nicht auch ein eigenes Energygetränk verkaufen darf!

Somit könnte es also die Lösung aller Lösungen sein, selbst einen Drink auf den Markt zu werfen, der schlicht und einfach DYNAMO heißt und regional und im Internet vertrieben wird. Es muß sich hierbei nicht um eine eigene Geschmacksnote mit eigener Abfüllung handeln, sondern einfach um eine Art „Handelsmarke“, also ein Produkt, wo das gleiche drin ist wie bei einem bereits vorhandenen Produkt, aber eine andere Etikette drauf klebt (Ich persönlich finde ja eh, die schmecken alle gleich nach Gummibärchen und dienen sowieso ausschließlich dem Umstand, nachts am Steuer wach zu bleiben und gut zu Vodka zu passen).

Die Vorteile:

1. Alle Traditionalisten unter den Fußballfans in Sachsen (also sehr, sehr viele), würden kein Red Bull mehr trinken sondern DYNAMO, im Zweifel sogar Anhänger verfeindeter Mannschaften aus Leipzig und Chemnitz, schlicht und einfach nur, um den „Geldsäcken“ eins auszuwischen.

2. Das Stadion könnte umbenannt werden in DYNAMO Stadion und dürfte im Zweifel sogar zur Frauen WM so heißen, da die Umbenennung ja nicht von einem Unternehmen zu Werbezwecken erfolgte sondern schlichtweg aus Liebe zum Verein!

3. dürfte eine solche Aktion ein ausnahmslos postives Medienecho in Deutschland (Europa) nach sich ziehen, wenn man die Sache mit genügend Humor und gutem Marketing begleitet und ein positives Medienecho über Dynamo Dresden gab es zuletzt… warte mal, das war, also…Egal, wann das war, es ließen sich garantiert auch ein, zwei Trikots mehr verkaufen auf diese Art und Weise.

4. gibt es ja offenbar einen verdammt großen Makt für Gummibärsaft, denn sonst hätte Red Bull ja auch nicht das Geld, sich zwei Profifußballclubs (Salzburg / Leipzig) und diverse andere Sport-Teams zu „halten“, um diese als Werbefläche zu nutzen. Sprich: Es sollte durchaus möglich sein, mit dem Absatz des Energydrinks DYNAMO auch echtes Geld zu verdienen, am Ende sogar mehr als durch die Erlöse am Verkauf der Namensrechte.

5. Bin ich mir absolut supersicher, daß insbesondere die Gastronomen und Diskotheker in Dresden und Ostsachsen sofort ihr Sortiment umstellen würden. Auch der Handel wäre garantiert bereit, DYNAMO anzubieten.

6. passt ein Energydrink hervorragend zur Zielgruppe Dresdner Fußballfans. Die sind durchaus gerne mal nachts länger unterwegs.

7. garantiere ich, daß auch der Absatz im Internet an Fußballfans (Traditionalisten) sehr erfolgreich wäre als Gegenentwurf der Geldmaschine Red Bull.

Also, liebe Jungs und Mädels von DYNAMO und SPORTFIVE:

Lasst uns DYNAMO produzieren, den Energydrink für die ganz Harten!
Den Energydrink mit dem schwarzgelben Etikett.

PS: WETTBEWERB

Liebe kreative Leser/innen,

ich verlose 5 Mal ein TRAUMTOR PREMIUM aus der Schmiede von Anbieter KLINGELKICK unter allen Einsendungen von Plakat- oder Etikettenentwürfen für DYNAMO, DEN ENERGYDRINK

Please send to backboard[@]gmx.de

PPS:

In diesem Beitrag wurde ein wenig geflachst und vieles sehr vereinfacht dargestellt – wer sich über Details aufregen will, der ist dazu herzlich eingeladen, solle dies aber bitte NÜCHTERN tun! Ich behalte mir vor, nur freundliche Kommentare zu veröffentlichen!

:-)))))))))

Dresden, den 30.01.2010

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  • Johann

    was für ein unglaublich beschissener Artikel … – der wird nur noch durch die noch bekacktere Idee mit dem DYNAMO energy drink getopt !

    Seid froh, dass RB was in Leipzig/ im Osten macht. Und hört endlich auf Euch immer nur zu beschweren, verdammte Axt

    • Sebastian

      Hola Johann,

      was hab ich mich auf diese Kommentare gefreut. Mich wundert allerdings dabei eins ganz entscheidend. Ich hatte damit gerechnet, daß die Beleidigungen von Dynamofans kommen, was ich mir überhaupt solche Gedanken mache :-)

      Du scheinst Red Bull zu unterstützen, Du solltest diesen Artikel hier wirklich mit Humor nehmen können! Daß RB mittlerweile solche „Hardcorefans“ wie Dich hat beeindruckt mich gerade sehr!

      Dieser Artikel ist übrigens kein Artikel über odedr gegen RB sondern es geht um eine „Schnapsidee“, die ich irgendwann hatte und die ich hier gerne diskutieren möchte. Immerhin geht es dabei auch um Dinge wie Merchandisinggrenzen.. .. Aber man muss auch schon ein wenig zwischen den Zeilen lesen können..

      Ich hoffe, die Wortwahl mäßigt sich dann in den kommenden Kommentaren auch wieder.. Gewisse Worte werde ich hier nicht weiter dulden, wir sind hier doch nicht im Forum von „Hackis Saufbude“

  • JenSGD

    ha ha ha, in markkleberg gibt´s echt nur vollpfosten
    ist doch überflüssig, sich aufzuregen über den scheiß weil sowas ist doch nur gemache.

  • Pingback: Red Bull: Kontert jetzt Dynamo? | chemieblogger.de – Das Blog rund um FC Sachsen & BSG Chemie()

  • Warum ist auf diese Idee noch keiner von der SGD gekommen? Kommt in die Puschen, Jungs (und Mädels)vom Dynamo-Marketing…

    Mir juckt es in den Fingern, morgen gleich mal zum Telefonhörer zu greifen und ein paar Telefonate zu führen. Zwei Argumente sprechen jedoch gegen die Idee:

    1. Das inzwischen schlechte Image von Dynamo. Schlägertruppen von sogenannten Fans haben mich seit Jahren keinen Fuss mehr ins Dynamo-Stadion setzen lassen. Und Produkte sollten positiv aufgeladen sein oder werden und nicht nur eine sehr begrenzte Zielgruppe von lokalen Dynamofans haben. Wenn man den Bezug zum Fußball setzt.

    2. Die Markteinführung kostet viel Geld, um überhaupt bemerkt, vertrieben und geliebt zu werden. Eine überregionale Marke aufbauen! Das dauert Jahre. Dynamo kann das nicht stemmen, es müsste der Abfüller/Hersteller oder eine externe, dritte Person (Unternehmer) machen.
    Dazu kommen Lizenzkosten an Dynamo (wenn Dynamo-Markenschutz für die SGD beim Patentamt besteht-das setze ich mal als Prämisse). Falls der Markenaufbau erfolgreich ist, besteht für den Hersteller/Abfüller/Unternehmer immer das Risiko, vom Lizenzgeber entweder abkassiert oder ausgetauscht zu werden.

    Also wenn, dann regional mit Bezug zum Fußball starten und bei Erfolg überregional ausweiten, dann allerdings nur mit Insider-Bezug zum Fußball:

    Dynamo. Alles dreht sich nur um Dich!
    Dynamo. Damit Dein Licht nicht ausgeht!
    Dynamo. Gelbe Sonne statt schwarzes Loch!
    Dynamo. Einer geht noch. (Einer geht noch rein.)

    Neben diesen spontanen Ideen fiel mir noch ein: Wer trinkt eigentlich die Blubberbrause, vulgo Energydrink? Dynamo-Fans? Die verorte ich eher beim Bier. Gibt es das schon, wenigstens regional?

  • Pingback: Tweets die konzeptspeicher » Ich trink (auf) DYNAMO erwähnt -- Topsy.com()

  • Johann

    moinzen,
    alles was ich mit meinem Kommentar sagen wollte (und ich gebe zu, dass ist SEHR schwer zwischen den Zeilen rauszulesen;) ): Es ist doch nicht damit getan, einen wie auch immer gearteten Energydrink auf den Markt zu bringen, ihn „Dynamo“, „BSG“, „LOK-Energy“, „Energy-Cottbus“ (find ich aber zugegebenermaßen ganz gut) zu nennen und dann zu verticken. Red Bull ist ja zugegebenermaßen nicht umsonst mit riesen Abstand Marktführer. Die machen marketingtechnisch ne Menge dafür, und fördern (und dafür gibts hier bestimmt auf den Sack) viele Sportler und Sportarten. Da würden ein paar 100.00 Dosen in Dresden oder wo auch immer nicht viel bringen und man hätte im Endeffekt nur kosten (Marketing, Vertrieb, „Entwicklung“/Produktion, …)

  • Johann

    kommt nicht mehr viel, wa ?

    • Sebastian

      Was hast Du erwartet? Es kamen noch genau 3 Mails, 3 DMs per Twitter, 12 „likes“ über Facebook und es ist eine Einladung zum Mittagessen rausgesprungen.. :-)

      Im ernst, das ist hier nicht Spiegel Online oder Spreeblick, da kommt halt selten mal was.

  • Höhö, Johann. Doch. Ne Einladung für ein Abendessen und ein gemeinsames thinkthank hat er sich auch noch „verdient“. Mittag war ja schon weg.

    Ein Nicht-Dynamo-Fan.
    Aber Fan von außergewöhnlichen Ideen.
    Du, lieber Johann, bist leider nicht zum Dinner geladen.
    Schade.

  • Pingback: Aktivitäten gegen den modernen Fußball | rotebrauseblogger()

    • Sebastian

      Sehr interessanter Artikel! Hier meine Antwort auf diesen im rotebrauseblog – wichtig vielleicht auch mal der Hinweis auf meine Gedanken zur „Durchführbarkeit“
      ::::::::::::::::::::::::::

      Hej, schön, daß Du meinen Beitrag gefunden hast und ihn hier aufgreifst. Leider fehlt mir gerade die Zeit, um die zwei eigentlichen Kernthemen (1. Kann der rein kommerzielle Gedanke “Marke macht Fußball” den Fußball als solchen kaputt machen, weil er den Gedanken “Fußball hilft Marke” ersetzt? und 2. Wieweit kann Merchandising erfolgreich gehen) zu diskutieren.

      Natürlich handelt es sich bei meiner Idee um eine “Schnapsidee” und wenn ich von einer Durchführbarkeit ausgegangen wäre, dann hätte ich sie nicht in meinem Blog veröffentlicht sondern als Einschreiben an Sportfive gesendet!

      Ich hatte mir vielmehr erhofft, daß es tatsächlich zu der Diskussion kommt, wie stark die Marke “Fußballverein” wirklich sein kann und welche Eigenproduktionen sich daraus ableiten ließen, die über das klassiche Merchandising (Trikot, Handtuch, Bettwäsche, Tasse) hinausgehen..

      Bei Dir finde ich dazu Ansätze, das freut mich!

      Sebastian

  • Pingback: Kultgetränk für Kultverein | rotebrauseblogger()

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