Darauf haben wir ja schon etwas länger gewartet: “Oh”, das Debüt der Dresdner Indie-Folk Hoffnung Pretty Mery K liegt jungfräulich in unseren Händen. Bereits das Cover bringt den Frühling in die vereiste Stube und schon mit den ersten Takten wird klar, dass Pretty Mery K auf “Oh” tatsächlich eine erfrischende Prise Pop in ihren Sound eingestreut haben. Ein locker aus der Hand geschüttelter Beat, schmeichelnde Streicher und ein verspielter Gitarrenlauf sind das Grundgerüst für den ganz besonderen Gesang von Meryem Kilic. Eine Stimme, die ihre Jazzwurzeln nicht verleugnet, aber auch naiv jugendlich tirilieren kann, als stünde da nicht die studierte Musikerin am Mikrofon sondern das Mädchen von nebenan.
Dieses Wechselspiel von Pop zu Folk zu Jazz zieht sich nicht nur in der Stimme durch die gesamte CD und macht es ehrlich gesagt gar nicht so einfach, das passende Klangbild für “Oh” in Worte zu fassen. Die ersten Songs verleiten dazu, sich auf eine entspannte und Lächeln hervorzaubernde Folk-Version britischer Prägung einzustellen:
Ausgerechnet ab “happy” wird es dann aber vertrackter, unbequemer, düster. Spätestens hier wird jedem klar, dass absolute Ausnahmekönner am Werk sind und “Oh” keine Nebenbei-Platte ist, sondern sehr viel Aufmerksamkeit verlangt:
“Oh” ist eben kein poppiger Neo-Folk, wie er zur Zeit an allen Ecken sprießt, sondern ein sehr poppiges, Jazzalbum mit den Stilmitteln des Folks. Ein Album, das mit drei Songs beginnt und sich dann zum konzeptionellen Gesamtkunstwerk auswächst, für das man die richtige Stimmung braucht und einen sehr schweren und sehr guten Rotwein. Der ideale Begleiter für einen Abend mit dem Fotoalbum.
Nach wie vor ist das Quartett aber live am besten!!! Wer das genießen will, kann bei uns 1×2 Freikarten für die Record Release Show im Societaetstheater gewinnen. Sendet dazu einfach bis 27.02., 12:00 Uhr eine Mail an redaktion[at]mittelstern[.]de mit dem Betreff “Pretty Mery K” und einer Songzeile, in der Eurer liebstes “Oh” vorkommt. (Einsendungen mit “Oh du fröhliche” fliegen genauso raus wie “Oh du mein schönes Sauerland”)
Eigentlich war die Gründung eines Branchenverbandes für Kreative und Kulturwirtschaft in Dresden ja bereits im Dezember geplant. Nachdem man sich damals aber noch beschnuppern und branchentypisch lange diskutieren musste, ist es am 29. Februar tatsächlich soweit.
Bereits heute online gegangen ist die Website vom Projekt “Flying Music Circus”, bei dem Akteure aus Leipzig, Chemnitz und Dresden versuchen wollen, unter Schirmherrschaft von Sebastian Krumbiegel die Vernetzung der Sächsischen Subkultur voranzubringen.
Wir gestalten Dresden – Aus Agenturbündnis wird Kreativwirtschaftsverband
Wir gestalten Dresden war bisher als Name des Dresdner Agenturbündnisses von über 70 Kreativagenturen bekannt. Dieses Bündnis stellt seine Arbeit ein und übergibt den Namen an einen gänzlich neuen, davon unabhängigen Branchenverband der Dresdner Kultur- und Kreativwirtschaft.
Der Branchenverband will vorhandene Strukturen der Branche sichtbar machen und ein öffentliches Verständnis festigen, Leistungen der Akteure kommunizieren und seinen Mitgliedern direkte Unterstützung bieten.
Er soll die interdisziplinäre Vernetzung stärken, den Transfer von kreativem Know-how zu Unternehmen und öffentlichen Institutionen konkret fördern und die Eigeninteressen seiner Mitglieder gegenüber Politik und Verwaltung wirksam vertreten. Die Mitglieder des Verbandes wollen aktiv Rahmenbedingungen mitgestalten und auf lokaler Ebene nachweisen, dass einfließende Wünsche und Anforderungen von Mittelständlern zum Großteil deckungsgleich mit jenen der wirtschaftlichen Kleinunternehmer ausfallen. Auf die in Dresden aktuell anstehende Gestaltung kommunalpolitischer Regulierungsmittel möchte der Verband konkret einwirken.
Die Gründungsversammlung: 29. Februar, 19 Uhr, GrooveStation/Lofthouse, Katharinenstraße 13
Flying Music Circus - Spitzenförderung für die Subkultur
Das Projekt Flying Music Circus ist Ergebnis einer Netzwerkarbeit zwischen Musikinitiativen in Leipzig, Chemnitz und Dresden und unterstützt sächsische Künstler in den drei wichtigsten Bereichen: öffentliche Wahrnehmung, Gigs in anderen Städten sowie Grundwissen zur Musikwirtschaft.
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Hamburg. Wind. Nieselregen. Vorbeieilende Menschen. 48 Stunden. Die Ausfahrt zum Haus deiner Eltern. Landungsbrücken raus. Kettcar veröffentlichten am 10.02.2012 ihr viertes Album “Zwischen den Runden“. Und wie der Titel vorgibt, geht es um Kampfansagen, Luftholen, Trinken, Zahnausspucken, Weitermachen. Immer weitermachen.
In Kettcars Liedern wird grandios gescheitert, hoffnungslos geliebt, gentrifiziert, bereut und ja, auch gestorben. Aber das Leben geht eben auch immer irgendwie weiter. Nichts, was nicht auch ein anderer auf dieser Welt schon durchlitten hätte und trotzdem.. irgendwie ist immer alles einzigartig.
Die Band hat zu jedem Lied der Platte ein Video gedreht, so dass man das ganze Album im Stream auf Youtube sehen und hören kann.
“Rettung” zum Beispiel, ein Lied darüber, wie die Liebe des Lebens besoffen nach Hause manövriert wird. “Lass mich zurück, Du kannst es schaffen ohne mich“, habe ich auch schon gehört. “Ich stell die Schüssel neben das Bett“. Danke! „Liebe ist nicht das, was man empfindet. Nicht nur das, was man fühlt. Nicht, was man voller Sehnsucht sucht. Liebe ist das, was man tut.“
Oder “Schwebend”, der Moment, in dem alles gut ist, zum Klingen gebracht. Im Hinterhof lacht ein Kind, Staubflocken tanzen zur Stille. Das Video zum Lied passend in Tilt Shift gefilmt. Denn mal ehrlich: Ein sorgloses Leben ist doch nur unter der Federdecke im Puppenhaus möglich.
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Ferropolis, 13.-15.07.2012, 20.000 Besucher werden sich zwischen Baggern, Werbebannern und überteuertem Bier zu den Takten u.a. von Gossip, Bloc Party, Justice, Caribou, The Whitest Boy Alive, M83 bewegen. Ellen Allien, Modeselektor und Richie Hawtin kuratieren gar ihre eigenen Bühnen auf dem Melt!Festival.
Alle bisher bestätigten Acts im Überblick
Adam Beyer | Benga live | Bloc Party | The Bloody Beetroots DJ Set | Brandt Brauer Frick | Brodinski | Buraka Som Sistema | Caribou | Dave Clarke | Claude VonStroke | Maya Jane Cole | Destroyer | Dillon | Dixon | Ellen Allien | Flux Pavilion | Laurent Garnier pres. LBS | Gesaffelstein live | Gossip | The Rapture | Richie Hawtin | Justice | M83 | Modeselektor | PeterLicht | Plan B | Sebastian live | Sebo K | Switch | Todd Terje | Two Door Cinema Club | The War On Drugs | The Whitest Boy Alive
Tagestickets gibt es ja nicht mehr, also gilt: EUR 110 zzgl. VVK-Gebühren und EUR 5 Müllpfand inkl. Camping und Parken.
Hey! Na endlich kann man das Video für “Little Talks” der hier schon erwähnten und geherzten Isländer Of Monsters and Men auch in Deutschland anschauen. Eine fantastische Reise ist es geworden, mit einer Björk-Leia in der Hauptrolle und Jules Verne als Regisseur. Im April kommt das Album. Yeah!
Einen Tag vor einer interessanten Veranstaltung davon zu erfahren, kann einen schon mal ins Schlingern bringen, zumal Dresden zur Zeit nicht gerade an Langeweile leiden sollte.
Kurz und knapp der Hinweis, dass morgen im Büchers Best eine neue Ausgabe von Forum Buch. Dresdner Buchhändler und Literaten im Gespräch. stattfindet und zwar mit dem spannenden Thema “One Day Novels“. Zwei der angekündigten Bücher liegen auch auf meinem imaginären “Müsste man mal lesen – Stapel”:
Das Gegenteil von Verdichtung könnte man Ausweitung nennen. Oder Ausführlichkeit. Dass eine solche nicht langweilig sein muss, sondern sogar höchst spannend, wird in der nächsten Ausgabe von Forum Buch unter Beweis gestellt. Christa Wolfs „Ein Tag im Jahr“, Ian McEwans „Saturday“, “Ein Tag des Iwan Dennissowitsch“ von Alexander Solsheniyzin und außerdem „Die Glut“ von Sandor Marai werden dem geneigten Publikum nähergebracht.
Eine musikalische Alternative für den Dienstagabend findet Ihr auch hier im Blog.
Talking To Turtles haben gerade kein neues Album veröffentlicht. Und als sie im vergangenen September im Societaetstheater zu Gast waren, haben die Mittelsterne geschlossen (aber entschuldigt) gefehlt. Der Inhalt der letzten Ankündigung kann also lediglich um die folgenden Hinweise ergänzt werden:
- Man hört, es soll ein sehr schönes Konzert gewesen sein (»einfach nur grandios!« liest man sogar, Fotos findet man bei livemoment).
- Das Societaetstheater war relativ schnell ausverkauft.
- Und: Die Turtles kommen zurück.
»Hey, over here!«
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Ich verrate euch ein kleines Geheimnis: Hohe Männerstimmen und Falsettgesang bewegen mich überwiegend dazu, schnell wieder auszuschalten, zu löschen (ich möchte lieber keine Namen nennen) und wegzubleiben.
Bloß gut also, dass die Ankündigung im Programmheft des Iceland Airwaves nichts dergleichen befürchten ließ und mich mit den beiden Sätzen »A lush mix of deep trip-hop and ambient pop is topped off with butter-smooth male vocals of unbelievable range. Goosebumps from head to toe.« davon überzeugte, Active Child ungehört und unbedingt sehen zu wollen.
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In großer Vorfreude auf Popgymnastik, Party, Peng!
»Sprache ist in dieser Welt die Waffe der Weisen«